Titel: Feetham's Verbesserungen an Regenbädern.
Autor: Feetham, William
Fundstelle: 1823, Band 12, Nr. VII. (S. 39–40)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj012/ar012007

VII. Verbesserungen an Regenbädern, worauf Wilh. Feetham, Eisenrost-Macher und Eisenmeubel-Händler am Ludgate Hill in der City of London sich dd. 13. Juni 1822 ein Patent geben ließ.

Aus dem London Journal of Arts and Sciences. Junius 1823. S. 284.

Mit Abbildungen auf Tab. III.

Durch diese Verbesserung soll der Kranke, der eines Regenbades bedarf, den Zufluß des Wassers reguliren, und dadurch den Regen nach Umständen und Belieben sanfter machen können. Dieser Zwek wird durch zwei Vorrichtungen erreicht: 1tens durch einen stellbaren Hemmer, der so vorgerichtet werden kann, daß er den Hahn hindert sich über eine gewisse Entfernung aufzudrehen, damit man also die Oeffnung des Wasserweges auf jede erfoderliche Entladung beschränken kann; 2tens durch eine Abtheilung der durchlöcherten Büchse oder des Siebes in mehrere Kammern mittelst zweier oder mehrerer kreisförmigen concentrischen Abtheilungen, wodurch bestimmte Quantitäten Wassers die aus der oben angebrachten Cisterne ausgelassen werden, nothwendig auf bestimmte Theile der Oberfläche des Siebes beschrankt werden.

Fig. 11. ist ein Durchschnitt des Apparates. aa ist die, auf gewöhnliche Weise über dem Siebe aufgehängte, Wassers Cisterne, unter welchem der Patient sieht, um den Regen auf sich fallen zu lassen, b, ist der Hahn zum Ablassen des Wassers. c, der Rost oder das Sieb, wodurch das Wasser in Form eines Regens fällt.

Fig. 12. zeigt die Vorrichtung, wodurch die Oeffnung des Durchzuges des Wassers regulirt wird, d, ist eine Platte, und der Hahn, der in der vorigen Figur dargestellt ist, abgenommen, e, ist ein an dem Zapfen des Hahnes B, angebrachter Hebel mit zwei Ohren, an welchen die Strike angebracht sind, um die Oeffnung, durch welche das Wasser abstießt, zu erweitern oder zu schließen.

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Bei f sind zwei kleine in der Platte d befestigte Zapfen, und ein Stellstift g, der frei von einem Bügel herabhängt; dieser Stift muß an den ersten oder zweiten Zapfen angelegt werden, je nachdem man viel oder wenig Wasser zufließen lassen will. Ein kleiner Knopf h vorwärts von dem Hebel e, und in der gekrümmten Oeffnung wirkend, schlägt gegen den Stift g, und beschränkt dadurch die Wirkung des Hahnes und folglich auch den Durchgang des Wassers. Wenn jedoch der volle Strom aus der Cisterne nöthig wäre, dann muß der Stift g entfernt, und dann kann der Hahn in seinem ganzen Umfange gedreht, und das Wasser durch den freien Durchgang entladen werden.

Das Wasser, das in der Röhre niedersteigt, fällt in das kegelförmige Sieb i, aus welchem es durch die Löcher auf den Rost kk fließt, und daselbst in Form eines Regens durchfällt. Wenn bedeutend viel Wasser aus dem Hahne zufließt, so fließt es über die Scheidewand in die nächste Kammer 11, und bedekt hierdurch eine noch größere Flache des Rostes, und wenn noch wehr Masser zuströmt, so läuft dieses auch über die äußere Scheidewand, und bringt hierdurch den Regen zur höchsten Stärke, die ein solches Bad nur immer gewähren kann.

Ein Stük Holz, welches rinnenförmig ausgehöhlt ist, wird in geneigter Lage an dem Boden der Thüre des Cabinettes angebracht, um das Wasser, welches an diese anschlagt, in das Auffang-Gefäß am Boden zu leiten, und auf diese Weise zu hindern, daß der Boden des Zimmers nicht naß wird, wenn man die Thüre des Bades öffnet. Am Boden befindet sich noch ein kegelförmiger Zapfen, durch welchen das Wasser in irgend ein schikliches Auffangs-Gefäß abfließen kann.

Der Patentträger nimmt bloß die Regulirung der aus dem Hahne ausfließenden Wassermenge, und die Methode den Regen nach Belieben von einem Mittelpunkte aus zu erweitern, oder zusammenzuziehen, als sein Patentrecht in Anspruch.

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