Titel: Ueber einen Rauch verzehrenden Ofen etc.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 12, Nr. XXXVI. (S. 163–172)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj012/ar012036

XXXVI. Ueber einen Rauch verzehrenden Ofen mit drehbarem Roste bei einer Dampfmaschine an den Bädern du quai de Gêvres.

Aus dem Bulletin de la Societe d'Encouragement Nro. 215. S. 164.

Mit Abbildungen auf Tab. V.

Oefen, welche ihren eigenen Rauch verzehren, und die Nachbarschaft der Gießereien, Brauhäuser und größerer Feuer-Werkstätte von dieser Plage befreien, sind seit mehr dann einem Jahrhunderte ein Gegenstand der Bemühungen der Pyrotechniker gewesen. Schon in den ersten Bänden der Mémoires de l'Academie des sciences findet sich die Beschreibung eines Rauch verzehrenden Ofens, den Hr. Dalesme errichtete, und der |164| seinem Zweke vollkommen entsprach. Der Herd war unter einem umgekehrten Heber angebracht, dessen einer Arm, der als Schornstein diente, länger war: sobald dieser Arm in seinem Inneren erhizt wurde, erzeugte sich durch die in den kürzeren Arm einströmende Luft ein Luftzug, der die Flamme auf den Herd zurük und unter dem Roste hinabtrieb, und dadurch Verbrennung des Rauches bewirkte.

Die zur vollkommenen und bequemen Verbrennung des Rauches nöthigen Bedingungen sind: eine solche Lage des Herdes, daß durch das Schürloch steter Luftzug nach dem Schornsteine Statt hat; 2. Zuströmung einer Luftmasse auf das Feuerungs-Materiale, welche mit diesem in gehörigem Verhältnisse ist39); 3. eine Erhöhung der Temperatur bei der Berührung der Luft oder des Feuerungs-Materiales, welche zur Zersezung der Luft hinreicht40).

Im J. 1802 haben die HHrn. Clément und Desormes diese Grundsäze auf die Oefen ihrer Eisen-Vitriol- und Alaun-Fabriken zu Paris und Verberie im Dpt. de l'Aisne angewendet. Einige Jahre später ließ Hr. Champy, der Sohn, in seiner Schießpulver-Fabrike zu Essone, Rauch verzehrende Oefen zur künstlichen Abtroknung des Schießpulvers errichten. Im J. 1808 wandte Hr. Gengembre bei dem Ofen der in der Münze angebrachten Dampfmaschine ein sehr sinnreiches Mittel zum Verbrennen des Rauches an, über welches Hr. Prony am 16. Jäner 1809 vor der I. Classe des Institutes einen sehr vortheilhaften Bericht erstattete.

Als im J. 1814 der Inhaber der Bäder unter dem Pont-Royal von dem Comité de salut publique eingeladen wurde, den Bau seiner Oefen zu ändern, deren Rauch die Nachbarschaft belästigte, ließ Hr. Darcet rükwärts am Ofen in der Höhe des Herdes eine horizontale Oeffnung durchbrechen, um |165| dem Rauche die nöthige frische Luft zu seiner Verbrennung zu verschaffen; er ließ zugleich den Schornstein erhöhen, um dem Rauche mehr Zug zu geben, und diese Abänderungen hatten den beßten Erfolg.

Zu gleicher Zeit ließen die HHrn. Gebrüder Blanc zu Lyon nach dem Risse und den Grundsäzen des Hrn. Darcet einen Rauch verzehrenden Ofen bei ihrer Potasche Fabrik erbauen, auf welcher sie Weinstein brannten. Dieser Ofen, der die Nachbarschaft beruhigte, ist in dem Bulletin de la Société N. 130. XIV. Jahrg., S. 87 beschrieben.

In den neuesten Zeiten haben mehrere Branntweinbrennereien und Zuker-Raffinerien zu Paris, wie die Fabrikanten der thierischen Kohle, diese Rauch verzehrenden Apparate angewendet.

Auch in England bedient man sich derselben seit mehreren Jahren mit dem beßten Erfolge. Im J. 1801, kurz vor den Versuchen der HH. Desormes und Clement, hat Hr. Roberton zu Glasgow sich auf einen bei einer Dampfmaschine angebrachten Rauch verzehrenden Ofen ein Patent ertheilen lassen. Sein Verfahren bestand darin, daß er unmittelbar auf den Herd eine Schichte äußerer Luft auffallen ließ, deren Mächtigkeit man mittelst eines höchst einfachen Mechanismus, welcher in der Stellung zweier schiefen eisernen Platten bestand, die man von einander entfernen oder einander nähern konnte, und zwischen welchen diese Luftschichte durchzog, reguliren konnte. Der Zwischenraum zwischen diesen beiden Platten stand mit der atmosphärischen Luft durch eine horizontale Spalte in Verbindung, die oben an der Thüre angebracht war, und an welche diese Platten stießen.

Auch der berühmte Watt beschäftigte sich lang vor Roberton mit dem Verbrennen des Rauches bei den Dampf-Maschinen. Seine Vorrichtung hatte viele Aehnlichkeit mit jener des Hrn. Roberton, nur daß die Luft unten durch den Rost herauf kam, statt von Oben herab. Die erste ist also mit gerader, die zweite mit verkehrter Flamme.

In dem Verhältnisse als die Dampfmaschinen in England sich vervielfältigten, ward der Rauch derselben immer lästiger, und es ward durch Parliaments-Acte, bei den vielen eingelaufenen |166| Klagen, den Inhabern dieser Maschinen befohlen, sich der bekannten Mittel zur Vermeidung des Rauches zu bedienen. Allein alle bisher angewendeten Mittel kamen auf Kosten des Feuerungs-Materiales, weil die kalte Luft, die man auf oder zwischen das Feuer und den Kessel einströmen ließ, während sie allerdings den Rauch verzehrte, eine bedeutende Verminderung der Hize erzeugte. Um diesem Mangel abzuhelfen, hat man an den verschiedenen Rauch verzehrenden Vorrichtungen verschiedene Verbesserungen angebracht: wir begnügen uns hier, jener der HHrn. Thompson, Spencer, Murray, Dikson, Stein, Wakefield zu erwähnen, die ist den englischen Journalen bekannt gemacht wurden41).

Unter allen diesen Verbesserungen waren vorzüglich zwei, die den Beifall der geschiktesten Fabrikanten erhielten. Die erste, jene des Hrn. Parker, des Sohnes, zu Warwick, läßt die Luft zwischen das Feuer und jenen Ort eindringen, wo der Rauch in den Schornstein eintritt: dadurch wird die Verbrennung des Rauches, wenn das Schürloch genau verschlossen ist, vollendet, und die Raschheit des Zuges der heißen Luft vermindert, die um den Kessel zieht, ehe sie in den Schornstein eintritt. Der Zutritt der äußeren Luft wird durch eine Klappe geregelt. Wenn man das Feuer des Morgens gehörig angeschürt hat, wirft man auf den Rost, der von gewöhnlicher Größe und etwas schief ist, soviel Kohle als für den ganzen Tag nöthig ist. Wenn das Schürloch und die im Schornsteine angebrachte Klappe geschlossen sind, so hat der Heizer nichts mehr zu thun; er sieht bloß, ob der Dampf sich vermindert, und rührt dann das Feuer, um jene Kohlen zu verbrennen, die noch nicht verbrannt sind: und dieß ist für den ganzen Tag genug.

Die zweite Verbesserung, mit welcher wir uns vorzüglich beschäftigen, ist jene des Hrn. Brunton zu Birmingham, der am 29. Jun. 1819 sich hierauf ein Patent ertheilen ließ. Der Ofen dieses geschikten Mechanikers, der bereits in einer Menge |167| englischer Fabriken eingeführt ist, wurde neuerlich durch Hrn. Caillat, Inhaber der Bäder quai de gêvres, auch nach Frankreich gebracht, und befindet sich dort an einer Dampf-Maschine von 6 Pferden, die nicht bloß diese Bäder, sondern auch jene des Erlösers, (Saint Sauveur, rue St. Denis) mit Wasser versieht.

Dieser auf Tab. V. dargestellte Ofen ist eine Art Athanor, oder ein Ofen mit einem Rumpfe. Er unterscheidet sich von allen anderen dadurch, daß er mittelst eines sehr hellen Feuers die möglich stärkste Wirkung erzwekt. Sein vorderer Theil Z, Fig. 7 und 8, besteht aus einem sehr gedrükten Gewölbe, und ist aus feuerfesten Ziegeln gebaut. Die Flamme läuft in VV um den großen Kessel B, dessen Form nichts Besonderes besizt. Ein halbkreisförmiger Sieder C, der mit B einen Körper bildet, ist vor dem Ofen und über dem Roste angebracht: er ist der unmittelbaren Wirkung der Flamme ausgesezt, und in der Mitte desselben läuft ein Canal U durch, durch welchen das Feuerungs-Materials auf den Rost fällt: zwei Hähne dd lassen das Wasser aus dem Kessel ablaufen.

Die Aschengrube D, die unter dem Roste angebracht ist, hat die Form eines Rumpfes; die Asche, welche längs den Wänden desselben hinabgleitet, fällt auf eine im Grunde desselben befindliche Fallthüre, welche man öffnet, wenn man die Asche ausleeren will.

Hinter dem Roste befindet sich ein Canal, E, mit schiefen Wänden, welcher die Schlaken und jene Asche aufnimmt, die über den Rand des Rostes gerathen sind. Man nimmt sie durch die Thüre b heraus.

Der Rost F ist kreisförmig und steht mit der Größe des Kessels im Verhältnisse; die Stangen, die ein Zoll weit von einander entfernt sind, sind in der Mitte verdünnt, wie Fig. 9 zeigt. Er ist mit einem Mantel, gg, von höchst feuerfesten Ziegeln umgeben, welcher die Kohlen zurükhält und mit einem eisernen Umschlage, oo, umfangen, der denselben hält.

Unter dem Roste befindet sich eine Rinne, HH, von Gußeisen, die mit sehr trokenem Sande ausgefüllt ist, und in welcher der innere Rand pp sich dreht. Durch diese Vorrichtung soll der |168| Luft im Aschenherde der Zutritt in den Ofen nur noch durch den Rost möglich werden.

Das ganze Sistem wird von einem Kreuze getragen, welches aus vier eisernen Armen besteht, I, die von einem verticalen Stamme, K, gestüzt werden, der sich auf einem Zapfen in einem Zapfenloche, rr, dreht, und durch einen eisernen Bügel, n, noch mehr Festigkeit erhält.

Der Mechanismus, welcher dem Roste seine drehende Bewegung ertheilt, besteht aus einer verticalen Achse L, auf deren oberem Ende das Triebrad M angebracht ist, welches von einem an einer horizontalen Achse befestigten Triebstoke, der mit der Welle der Dampfmaschine mittelst einer Trommel verbunden ist, in Bewegung gesezt wird. Wir haben diesen Theil des Mechanismus hier nicht gezeichnet, weil er ohnedieß bekannt ist.

Die verticale Achse L trägt an ihrem unteren Ende einen Drilling N, der in ein Zahnrad, O, eingreift, welcher das Rad P treibt, wodurch die Achse K und der Rost gedreht wird. Eine Eisenplatte R, die über diesem Rade angebracht ist, hindert die Asche und die Schlaken vor dem Einfallen zwischen die Zähne des Rades O, dessen Gang dadurch also nicht gestört wird.

Die Kohle wird in einen eisernen Rumpf, S, der über dem Ofen angebracht ist, eingeschüttet, und fällt aus demselben in bestimmten Zwischenräumen in den Behälter T, und hierauf, durch den Canal U, auf den Rost. Die Menge des auf einmal aus dem Rumpfe fallenden Feuerungs-Materiales wird durch einen schiefgeneigten Schieber g regulirt, der durch denselben Mechanismus, welcher den Rost dreht, zugleich hin und her bewegt wird, und zwar auf folgende Weise.

Ein mittelst einer Schraube in die verticale Achse (Siehe Fig. 6) eingelassener Däumling, e, schlägt bei jeder ganzen Umdrehung auf den Arm eines Hebels f, der an seinem hinteren Ende sich um den Punct f dreht. Dieser Hebel, welcher mit dem Schieber a durch zwei eiserne Bänder in Verbindung steht, schließt und öffnet diesen Schieber nach Belieben, und läßt die in dem Rumpfe enthaltenen Kohlen durchfallen. Ein Gegengewicht, l, welches an dem längeren Arme eines Winkelhebels, k, angebracht ist, der sich um den festen Punct k dreht, führt den Hebel f in seine vorige Lage zurük, und schließt den Schieber. Die größere |169| oder kleinere Oeffnung, die dieser Schieber lassen soll, wird durch einen Regulator, q, bestimmt, der an der rechten Seite des Behälters T angebracht ist, und aus einem Stüke Eisenblech besteht, welches Einschnitte von verschiedener Tiefe führt, und worauf sich der Hebel f stüzt: hiedurch entsteht nun ein mehr oder minder weiter Durchgang. Ein anderer Schieber, h, im Grunde des Behälters T, der von Aussen durch die Stange i geregelt wird, unterbricht die Verbindung zwischen dem Rumpfe und dem Roste, wenn man lezteren reinigen will, was durch Oeffnung der beiden kleinen Thürchen, cc, geschieht.

Die Thüre des Ofens a ist innenwendig mit Ziegeln ausgefüttert, damit keine Hize verloren geht.

Die Zapfen des Drillinges N und des Rades O drehen sich in Zapfenlöchern, welche in dem Stüke Gußeisen m angebracht sind, das in einer der Mauern des Aschenherdes gehörig befestigt ist; ein anderes Querstük Eisen, r, welches in die Mauern des Aschenherdes eingelassen ist, nimmt das Ende des Baumes k auf.

Man sieht aus dem Durchschnitte in Fig. 7, daß die Kohle stets in dem engsten Theile des Ofens auf den Rost fällt, und da nur wenige Kohlen auf einmal herausfallen, und der Rost sich immer dreht, wird das Feuerungs-Materials sehr schnell getroknet, und der Rauch, der sich daraus entwikelt, ehe er in den Schornstein X, Fig. 4, gelangt, gezwungen, über ein Flammenfeuer hinzuziehen, durch welches er beinahe ganz verzehrt wird. Die Menge der zur Verbrennung nöthigen Luft, welche durch das Aschenloch eingeführt wird, hängt von der Menge der angewendeten Kohle ab, und da es hier nicht, wie bei den gewöhnlichen Oefen, nöthig ist, die Thüre zu öffnen, um das Feuer anzuschüren, wird der Kessel nicht durch das Einströmen von neuer Luft unaufhörlich abgekühlt. Da der Rumpf Kohlen für 2–3 Stunden enthält, so hat der Heizer wenig Arbeit. Es hängt also weder der Aufwand an Kohlen, noch die Dauer des Kessels, auf welche die Regelmäßigkeit des Feuers so vielen Einfluß hat, von der Laune des Arbeiters ab, und beide lassen sich mit eben jener numerischen Genauigkeit, wie die Geschwindigkeit der Maschine und die Füllung des Kessels, bestimmen.

|170|

Dieser Ofen erspart 25–30 p. C. Kohle, und läßt sich an jeder Dampfmaschine anbringen, ohne daß man den Kessel dadurch ändern dürfte. Der Kohlen-Verbrauch ist 3 Hektolitres in 12 Stunden, d.h., ungefähr 12 Franken. Die Kohlen lassen beinahe gar keine Schlaken auf dem Roste, so daß der Heizer oft den ganzen Tag lang nichts dabei zu thun hat, und die Thüre in den Ofen nicht öffnen darf.

In einer Baumwollen-Spinnfabrike zu La Chapelle bei Paris befindet sich an einer Dampfmaschine gleichfalls ein Ofen mit drehbarem Roste; allein an diesem Ofen ist, statt des Schiebers ein Cylinder mit Längenfurchen, welche eine gewisse Menge Kohlen auf einmal aufnehmen.

Erklärung der Figuren.

Dieselben Buchstaben bezeichnen dieselben Gegenstände.

Fig. 4. Plan des Ofens und des Kessels in der Höhe der Aschengrube.

Fig. 5. Aufriß dieses Ofens von der Vorderseite.

Fig. 6. Ansicht über dem Schieber des Kohlenbehälters und des Hebels, der denselben abwechselnd öffnet oder schließt.

Fig. 7. Seiten-Durchschnitt des Ofens und des Kessels nach der Linie AB des Grundrisses.

Fig. 8. Senkrechter Durchschnitt nach der Linie CD.

Fig. 9. Rost des Ofens von Oben.

Fig. 10. Durchschnitt desselben Rostes und seiner Einfassung von Baksteinen.

AA, der Ofen;

B, der Kessel;

C, der Anhangs-Kessel oder Sieder (bouilleur), der mit dem Kessel Einen Körper bildet;

D, die Aschengrube;

E, Canal, durch welchen die Schlaken hinabfallen, die dem Roste entgingen;

F, der sich drehende Rost aus geschlagenem Eisen, dessen Stangen in der Mitte und an den Enden verdünnt sind;

G, der Mantel aus feuerfesten Ziegelsteinen, der den Rost umgibt, und von einem eisernen Umschlage, oo, gehalten wird;

H, kreisförmige mit trokenem Sande gefüllte Rinne, in |171| welchem sich der eiserne Rand pp dreht, und hindert, daß die Luft des Aschenloches auf keinem anderen Wege als durch den Rost in den Ofen gelangt;

I, Kreuz von Eisen, auf welchem das ganze Sistem ruht;

K, verticale Achse, welche den Rost dreht; das untere Ende dieser Achse dreht sich als Zapfen in einem Zapfenlager aus Gußeisen.

L, senkrechte vorne am Ofen aufgerichtete Spindel, welche von einem gegossenen eisernen Kerbrade, M, das auf ihrem oberen Ende aufgezogen ist, bewegt wird.

Das Rad M wird von einem anderen Rade bewegt, welches mittelst einer Trommel auf seiner Achse mit der Dampf-Maschine verbunden ist.

N, Drilling an dem unteren Ende der Spindel L;

O, Zahnrad, welches von dem Drillinge N bewegt wird.

P, ein anderes gegossenes auf der Achse K aufgezogenes Rad, in welches das Rad Ö eingreift. Dieses Rad dreht sich in zwei Minuten einmal herum, und theilt seine Bewegung dem sich drehenden Roste mit.

R, Platte von gegossenem Eisen, welche das Rad P dekt, und dasselbe vor der durch den Rost herabfallenden Asche und vor den Schlaken schüzt, damit sie nicht die Bewegung desselben hindern;

S, Rumpf von Gußeisen, in welchen man die Steinkohlen schüttet;

T, vierekige Büchse von Eisen, in welcher der Schieber in einem Falze läuft;

U, Canal, durch welchen die Kohlen auf den Rost fallen;

V, Zugröhren für die Flamme unter und um den Kessel;

X, Schornstein;

Z, Wölbung des Ofens.

a, Thüre des Herdes, innenwendig mit Ziegeln bekleidet;

b, kleine Thüre des Canales E, durch welche man die durch den Canal herabgefallene Asche und die Schlaken wegschafft;

cc, kleine Thürchen, die an den leeren Raum um den Rost stossen, und die man öffnet, wenn man denselben reinigen will;

dd, Hähne, durch welche man den Kessel leert;

|172|

e, Däumlig an der Spindel L;

f, Hebel, dessen Mittelpunct der Bewegung f ist, und der an seinem vorderen Ende eine Pfote trägt, auf welche der Däumling während seiner Umdrehung abwechselnd aufschlägt. Dieser Hebel f ist mit zwei Bändern versehen, welche den Schieber g, der schief geneigt ist, um das Herabsteigen der Kohlen zu begünstigen, abwechselnd öffnen und schließen;

h, Klappe, die man gänzlich schließt, wo man den Ofen still stehen lassen will;

i, eiserne Stange, die mit einer Hand versehen ist, und die Klappe bewegt;

k, Winkelhebel, der die Bewegung des Hebels f regelt, und der sich um den festen Punct k dreht;

l, Gegengewicht an dem äußersten Ende des vorigen Hebels, der, indem er den Hebel f, wenn er von dem Däumlinge befreit ist, in seine vorige Lage zurükführt, und den Schieber g schließt;

m, ein Stük Gußeisen mit Zapfenlöchern, in welchen sich die Zapfen der Bäume L und des Rades O drehen;

n, Bügel zur Befestigung und Aufrechthaltung des Baumes k;

oo, eiserner Reifen, welcher die Ziegel-Bekleidung GG umgibt;

pp, unterer Rand des Rostes, welcher sich in dem mit Sande gefüllten Ringe HH dreht;

q, Regulator von Eisen, durch welchen die Weite der Oeffnung des Schiebers g bestimmt wird;

v, Zapfenlager, zur Aufnahme des Zapfens des Drehe-Baumes k.

|164|

Hr. Clément fand durch Erfahrung, daß man in der Praxis dreimal so viel Luft auf das Feuerungs-Materials auströmen lassen muß, wenn der Rauch vollkommen verbrannt werden soll, als die Theorie fodert. A. d. O.

|164|

Die Argand'schen Lampen zeigen eine eben so sinnreiche als nüzliche Anwendung dieses Grundsazes. A. d. O.

|166|

Alle hieher gehörige Verbesserungen, haben wir aus den neuesten englischen Journalen in diesem Journale mitgetheilt. Man vergl. hierüber Band VIII. S. 27. Bd. X. S. 411. Bd. XI. S. 267. D.

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