Titel: Somes's Verbesserung im Baue der Anker.
Autor: Somes, Samuel Franz
Fundstelle: 1823, Band 12, Nr. LII. (S. 319–320)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj012/ar012052

LII. Verbesserung im Baue der Anker114), worauf Samuel Franz Somes, Schiffs-Eigenthümer in Broad Street, Ratcliff, Middlesex, sich ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of Arts Nro. 32. S. 76.

Mit Abbildungen auf Tab. VII.

Diese Verbesserungen im Baue der Anker bestehen darin, daß diese nur eine einzelne Schaufel bekommen, die sich um einen Bolzen, Stift, oder um eine Achse dreht, so daß sie, sie mögen fallen, wie sie wollen, Grund fassen können. Die Form des eisernen Gestelles, in welchem diese einzelne Schaufel arbeitet, kann irgend eine der in Tab. VII., Fig. 18. 19., 20, 21, dargestellten seyn. Fig. 18. zeigt ein dreiekiges Gestell, in welchem die Schaufel an dem unteren Winkel arbeitet. Fig. 19. stellt dasselbe von der Seite dar. aa, oder die Seiten, b und c, Strekstüke, |320| können zusammen genietet oder geschweißt seyn. Bei d, geht der Bolzen, Stift oder die Achse der Schaufel durch die Seiten; e, ist die Schaufel, und f ein hervorstehendes Stük, welches die Schaufel in den Grund führt. g, g, sind Augen zur Aufnahme der Ketten, welche in dem Ringe h zusammen laufen, wo das Ankerseil befestigt wird. Das hervorstehende Stük f wird durch den Streker c aufgehalten, und bringt dadurch die Schaufel unter den gehörigen Winkel, um im Grunde fest zu halten.

Fig. 19. und 21. sind noch andere Formen von Gestellen zur Aufnahme der Schaufel, und diese können nach Geschiklichkeit und Ermessen des Arbeiters abgeändert werden. Der Bau dieser Anker ist durch die Figur selbst so klar, daß alle weitere Beschreibung überflüßig ist. Nur muß der Winkel, unter welchem die Schaufel in Fig. 20. zu halten hat, durch vierekige Vorsprünge an den Zapfen der Achse dd, die an correspondirende Vorsprünge an den Seitenstangen anschlagen, bestimmt werden; die Weise, wie die Schaufel in Fig. 21. gestellt wird, ist dieselbe, wie in Fig. 18. und 19, nähmlich durch das hervorstehende Stük f, welches gegen das Endstük e anschlägt.

Der Patentträger erklärt, daß er sich auf keine besondere Form des Gestelles beschränkt; er zieht aber die Form Fig. 18. vor, indem er sich überzeugte, daß sie zur Aufnahme der Schaufel, die fester in dem Grunde halten soll, als die der gewöhnlichen Anker, ohne das Seil oder den Boden des Schiffes bei seichtem Wasser beschädigen zu können, vorzüglich tauglich ist. Er nimmt bloß die einzelne Schaufel, die von einem Bolzen oder Stifte oder von einer Achse gehalten wird, als seine Erfindung in Anspruch.

Mehrere Verbesserungen der Anker findet man beschrieben und abgebildet: Bd. 9. S. 308, Bd. 10. S. 119, 407. Bd. 11. S. 304. D.

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