Titel: Zersezung des Steinkohlen-Theeres zur Gasbeleuchtung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 12, Nr. XLVI./Miszelle 6 (S. 251–252)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj012/mi012046_6
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Zersezung des Steinkohlen-Theeres zur Gasbeleuchtung.

Endlich haben die HHrn. Vere und Crane in Essex ein Verfahren erfunden, durch welches der Steinkohlen-Theer leicht und gänzlich zersezt, und in brennbares Gas verwandelt werden kann, was bisher wegen des kohligen Rükstandes, der sich während der Destillation an die Röhren anlegte, und dieselben verstopfte, nicht möglich war. Diese Herren haben auf ihre Erfindung ein Patent genommen; man weiß bisher nur soviel von ihrem Verfahren, daß sie aus Einem Gallon Theer 75 Cubicfuß reines Gas erhalten, und daß in ihrem einfachen Apparat der Theer tropfenweise in eine erhizte Kammer fällt, aus welcher Theerdampf aufsteigt, der in eine rothglühende Retorte übergeht. Während der Theerdampf aus dieser Retorte austritt, läßt man einen kleinen Strom Wasserdampfes auf denselben wirken, der den noch übrigen kohligen Stoff niederschlägt, und nur den flüchtigen Theil des Theerdampfes, reines gekohlstofftes Wasserstoffgas, das zum Brennen vollkommen taugt, übergehen läßt. Bisher kostete das Gallon Steinkohlen-Theer, das man beinahe zu nichts brauchen kann, nur Einen Pfennig (penny), und die Herren Vere und Crane gewinnen daraus Gas, das für eine gewöhnliche argand'sche Lampe 24 Stunden lang herrliches Licht gibt. (Journal of Arts. Sept. 1823. S. 150).

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