Titel: Preise der Society of Arts für die Sizung 1823–24. (Fortsezung).
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 12, Nr. LXIV./Miszelle 2 (S. 369–373)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj012/mi012064_2

Preise der Society of Arts für die Sizung 1823–24.
(Fortsezung).

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Akerbau.

Die goldene Ceres-Medaille oder 30 Guineen: für die beßte Methode, junge Pflanzungen gegen die Verheerungen der Hasen, Kaninchen, Schaafe, des Hornviehes und der Forstdiebe zu schüzen.

Die goldene Medaille für die größte Menge Wallnuß-Bäume, die seit Junius 1821 gepflanzt wurden. Die silberne Medaille für die nächst größte Zahl.

Die goldene Medaille: für eine verbesserte Methode, die besseren Sotten der Wallnüsse zu vermehren. Dieselbe oder 20 Guineen für Denjenigen, der die größte Streke Landes mit Erdäpfeln bestellte, die schon im April, Mai und Junius 1825 auf den Tisch gebracht werden können.

Die silberne (sic!) Medaille oder 20 Guineen: für Denjenigen, der die größte Menge Samen einer Art von Poa in England gesammelt haben wird, deren Halme man in den vereinigten Staaten zu feinem Flechtwerke verwendet. Die silberne Ceres-Medaille oder 10 Guineen für die nächst größte Menge143)

Die silberne Medaille: für Cultur der Schminkbohnen, die, im Frühjahre gelegt, vor dem 21. August reifen. Dieselbe für Denjenigen, der den größten Strich Landes mit Pastinak, als Viehfutter, bepflanzt haben wird.

Die goldene Ceres-Medaille: für Sicherung des Klees vor Fäulniß.

Die goldene Ceres-Medaille: für Denjenigen, der den größten Strich Landes mit Hanf bestellt haben wird. Die silberne Medaille für den nächst größten Strich.

Die goldene Medaille: für Gewinnung der größten Menge Opiums aus dem weißen Mohne (Papaver somniferum). Die goldene Ceres-Medaille oder 30 Guineen für die nächst größte Menge.

Die goldene Medaille: für Vertilgung der Raupe, die man in England cock-chafer nennt, und der Fliege auf den Turnips144), oder für ein Mittel gegen die Verheerungen derselben; dann für ein Mittel gegen den Mehlthau an Obstbäumen und Küchengewächsen.

Die goldene Medaille: für die beßten Versuche über Stallfütterung des Hornviehes während zwölf Monate; für die beßte Art, die Schaafe gegen die Nachtheile schlechter Witterung zu schüzen; für die größte Menge in den Jahren 1821–23 gehaltener Kaschemir-Shawl-Ziegen.

Die goldene Medaille oder 50 Guineen: für die beßte Methode, die Lungenfäule (rherot) an den Schaafen zu heilen.

Die goldene Medaille oder 10 Guineen: für Schüzung der Schaafe gegen die Nachtheile von Fliegen.

Chemie, Färberei, Mineralogie.

Die goldene Vulcan-Medaille oder 30 Guineen: für einen irdenen Schmelztiegel, der eine größere Hize, als die jezt gebräuchlichen, auszuhalten vermag, und für eine Methode, Kronen- oder Fenster-Glas so durchsichtig und frei von aller grünen oder blauen Farbe zu machen, wie das deutsche Tafelglas.

Die goldene Medaille oder 50 Guineen: für die beßte Methode, die Lungenfäule (rherot) an den Schaafen zu heilen.

Die silberne Medaille oder 50 Guineen: für eine Methode, den Wallfisch-Thran oder Seehund-Thran von jener schleimigen Materie zu reinigen, die die Dochte der Lampen überzieht, und für eine Methode, das Oehl für Chronometer und Taschenuhren tauglicher zu machen.

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Die goldene Medaille oder 30 Guineen: für eine Methode Flintglas frei von allen Adern und so dicht und durchscheinend, als das beßte jezt gebräuchliche, zu verfertigen; und für die beßte Methode, Samen in einem zum Keimen tauglichen Zustande zu erhalten.

Die goldene Medaille oder 100 Guineen: für das beßte Surrogat der Basis der jezt gebräuchlichen weißen Anstreicher-Farbe, das aber eben so gut seyn muß, als das jezt gebräuchliche Blei. Für das beßte Surrogat des jezigen beßten Stokholmer Theeres aus England, oder aus seinen Colonien. Für Entdekung eines weißen Marmorbruches in England oder Irland, der für Bildhauerei eben so brauchbar ist, als der aus Italien eingeführte.

Die goldene Medaille oder 50 Guineen: für eine schwarze Farbe auf Seide oder Wolle, die besser ist, als die gegenwärtig gebräuchliche. Für die beßte Art, Baumwollenzeugen eine rothe Farbe durch unmittelbare Anwendung des Färbestoffes zu geben, die den durch Krappbrühen gegenwärtig erzeugten rothen Farben gleich kommt. Dieselbe für eine grüne Farbe, die dem gegenwärtig aus Wau-Brühen und Indigo erzeugten Grün gleich kommt. Für eine Methode eine rothe Farbe zu bereiten, die man sowohl mit Wasser als mit Oehl abreiben kann, und die in Hinsicht auf Stärke und Glanz dem beßten Lak und Carmine gleich kommt. Für die beßte herausgegebene geologische und mineralogische Karte irgend einer Grafschaft in den vereinigten Königreichen, nach einem Maßstabe von Einem Zoll auf die Meile. Für eine ähnliche genaue Karte von Irland, in einem Maßstabe von nicht weniger als 5 Meilen auf den Zoll.

Die goldene Medaille oder 30 Guineen: für eine Methode Fleischfarben oder Rosenfarben ohne Saflor auf Seide zu färben, mittelst eines in England oder in den Colonien wachsenden Farbe-Materiales, das um zwei Drittel wohlfeiler zu stehen kommen muß. Für eine verbesserte Methode Seide, Wolle und Baumwolle mit Lak-Lak (Milch-Lak, Lak-Lak) zu färben. Für eine weiße Oehlfarbe zum Anstreichen, die weder durch das Licht, welchem sie ausgesezt wird, noch durch geschwefeltes Wasserstoffgas leidet. Für ein künstliches Ultramarin, das dem beßten aus Lapis-Lazuli bereiteten Ultramarin gleich kommt, und wohlfeiler ist. Für einen farbenlosen Firniß aus aus Schnell- oder Körner-Lak.

Feine Künste.

Die silberne und die silberne Isis-Medaille: für Herren unter 21, und für Damen unter 18 Jahren für die beßte und nächst beßte Zeichnung mit Kreide, Bleistift oder Tusche von irgend einer Statüe oder ganzen Figur; für eine Copie eines historischen Gegenstandes; für ein Gemählde desselben in Wasserfarbe; für die Copie eines Gemähldes in Wasserfarbe; für die Copie eines Blumen- oder Fruchtstükes in Wasserfarbe; und für jede der vorhergehenden in Oehlfarbe. Für die beßte Copie eines Porträtes mit Bleistift, Tusch oder Kreide die silberne Isis-Medaille; für die nächst beßte, die silberde Platte. Eben diese für die beßte Copie eines Landschaft-Gemähldes.

Die goldene Isis-Medaille und die silberne Medaille: für Herren und Damen unter 25 Jahren für das beßte und nächst beßte Original-Gemählde eines historischen Gegenstandes in Wasserfarbe; eines Porträtes in Miniatür; eines Landschaft-Gemähldes; eines Blumen- oder Fruchtstükes, und eines Porträtes, einer Landschaft, eines Blumen- oder Fruchtstükes oder eines Stükes aus dem häuslichen Leben in Oehl; für lezteres auch in Wasser die silberne und die silberne Isis-Medaille, und für ein historisches Gemählde in Oehl von nicht weniger als drei Figuren die goldene Medaille und die goldene Isis-Medaille.

Für Künstler und andere: eine menschliche Figur. Für die beßte Copie in Kreide, Bleistift oder Tusche, für Individuen unter 16 Jahren: die silberne Isis-Medaille, und für das nächst beßte: die silberne Platte.

Die silberne Medaille und silberne Isis Medaille: für die beßte und nächst beßte Contour-Zeichnung einer ganzen Figur, die nicht weniger |372| als 24 Zoll hoch und mit der Zeichnung einer Hand und eines Fußes in Lebensgröße begleitet seyn muß: für Individuen unter 18 Jahren. Für eine Zeichnung derselben: für Individuen unter 19 Jahren. Für eine Contour-Zeichnung einer ganzen anatomischen Figur in demselben Maßstabe und mit derselben Begleitung: für Personen unter 19 Jahren. Für eine Zeichnung von derselben Größe nach einer lebenden Figur: für Individuen unter 21 Jahren. Für eine Copie in Wasserfarben von irgend einem Gemählde, das nicht weniger als zwei Figuren enthält, wovon die Hauptfigur wenigstens 9 Zoll hoch seyn muß: für Personen unter 21 Jahren. Für dasselbe in Oehl: die Hauptfigur nicht weniger als 24 Zoll. Die goldene Isis-Medaille für die beßte, und die silberne Medaille für die zweite beßte Original-Zeichnung einer Composition von zwei oder mehreren Figuren: die Hauptfigur nicht kleiner als 9 Zoll; für Individuen unter 25 Jahren. Für dieselbe in Oehl, die Hauptfigur nicht kleiner als 24 Zoll.

Die goldene Medaille: für das beßte historische Oehl-Gemählde, mit 3 oder mehreren Figuren, die Hauptfigur nicht kleiner als 24 Zoll, in gewöhnlicher halber Länge. Der Stoff muß aus der englischen Geschichte vor Karl I. hergenommen seyn: für Individuen unter 25 Jahren. Für das nächst beßte die goldene Isis-Medaille.

Die goldene Medaillon: für die beßte Original-Zeichnung einer Brüke für London, nebst Plan etc. in einem Maßstabe von 1/16 Zoll auf den Fuß. Für Personen unter 30 Jahren. Die goldene Isis-Medaille für die nächst beßte.

Die goldene Medaillon: für die beßte Zeichnung einer Kirche in rein dorischem Style; in einem Maßstabe von 1/8 Zoll auf den Fuß. Für die nächst beßte: die silberne Medaille.

Die silberne Medaille für die beßte Original-Zeichnung aus der Anatomie des menschlichen Körpers oder eines Theiles desselben: für Personen unter 22 Jahren. Die silberne Isis-Medaille für die nächst beßte.

Manufacturen.

Die goldene Medaille oder 40 Guineen: für eine Methode, die Felle zu Handschuhen eben so fein, wie die Franzosen, zuzubereiten: es muß wenigstens ein Duzend Handschuhe aus diesen Fellen der Abhandlung beiliegen.

Die goldene Medaille oder 30 Guineen: für die beßte Methode, die Därme der Schafe und anderer Thiere so zuzubereiten, daß man daraus Saiten erhält, die den beßten italienischen gleich kommen.

Die goldene Isis-Medaille oder 50 Guineen: für eine Methode, Schläuche für Feuersprizen, Brauhäuser etc. aus Hanf, Flachs oder aus einem biegsamen Materials, das wohlfeiler als Leder kommt, zu bereiten.

Die goldene Medaille oder 30 Guineen: für eine Methode, die Seide so gut, wie die italienische, aber um ein Drittel wohlfeiler, zu organisiren; dieselbe für eine Maschine zum Weben figurirter Seidenzeuge, die aber eben so reiche Muster haben müssen, wie die französischen, dabei aber wohlfeiler und leichter arbeiten muß.

Mechanik.

Die goldene Medaille oder 50 Guineen: für eine Maschine zur Förderung der Kohlen, Erze etc. aus den Bergwerken, die besser ist als irgend eine andere bisher gebräuchliche.

Die goldene Medaille oder 30 Guineen: für ein verbessertes Tretrad, oder einen verbesserten Krahn, an welchem man die Kraft abändern kann; für eine Maschine, auf eine bessere Weise als bisher. Wasser aus Brunnen zu heben, die nicht weniger als 50 Fuß tief sind; für eine verbesserte Methode Felsen in Bergwerken anzubohren und zu sprengen; für eine bessere Methode, als die bisher gewöhnlichen, Zimmer zu heizen; für ein Mittel den Unfällen vorzubeugen, die durch den Sturz eines Pferdes an einem zweiräderigen Karren entstehen; für Verbesserung der Gehwege und anderer Wege, durch Verbindung gewöhnlich dazu benüzter Materialien, so daß sie dadurch eben, fest und dauerhaft, auch für Kutschen, werden, für eine Methode |373| den verderblichen Wirkungen des Spizens der Radeln und anderer Arten des Troken-Schleifens vorzubeugen; für ein Mittel dem Zerspringen der Dampf-Maschinen und anderer geschlossener Kessel vorzubeugen.

Die goldene Vulcan-Medaille oder 30 Guineen: für die beßte Darstellung einer verdichtenden Dampf-Maschine im höchst verbesserten Zustande, nebst Beschreibungen etc.

Handel.

Die goldene Vulkan-Medaille oder 50 Guineen: für Ausfuhr der größten Menge in England zubereiteten Häringe (nicht weniger als 500 Fäßchen) nach dem festen Lande vor dem Hornunge 1824. Die goldene Isis-Medaille, oder 50 Guineen: für die nächst größte Menge, nicht weniger als 300 Fäßchen.

Die goldene Medaille oder 50 Guineen: für die beßte Methode die Stöke oder Wurzeln gefällter Bäume aus der Erde zu bringen. (Aus dem London Journal of Arts. Oktober 1823. S. 209.)

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Die Gesellschaft hätte doch sagen sollen, was diese Art von Poa, für eine Poa ist, denn wir kennen jezt über 100 Arten derselben. Vergl. Linn. Syst. Veg. ed. Römer et Schultes. II. B. A. d. Ueb.

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Die Gesellschaft hätte hier den naturhistorischen Namen dieser Insekten angeben sollen. Wer kennt diese Cautterms im Auslande, da sie in keinem der beßten Wörterbücher vorkommen. A. d. Ueb.

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