Titel: Verbesserung an Fensterstöken und Rahmen etc.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 12, Nr. LXIV./Miszelle 23 (S. 380)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj012/mi012064_23

Verbesserung an Fensterstöken und Rahmen etc.

In England und in mehreren Gegenden des nördlichen Deutschlandes, hat man die Fenster nicht in Flügeln, die sich aus- oder einwärts öffnen, wie bei uns, sondern man schiebt sie im Fensterstoke auf und nieder. Bei dem Puzen derselben und bei dem neuen Anstreichen der Nahmen etc., welches von Aussen geschehen muß, verunglüken jährlich viele Menschen. Die Society of Arts hat bereits vor mehreren Jahren einem Hrn. Marschall eine Belohnung von 15 Guineen für eine Vorrichtung gegeben, durch welche die Aussen-Seite der auf diese Art eingerichteten Fenster nach innen gekehrt und so mit Sicherheit gepuzt werden kann. Diese Vorrichtung ist im 28. Bande ihrer Transactions beschrieben. Eine ähnliche Vorrichtung kommt im 41. B. des Repertory of Arts vor, aus welchem wir dieselbe im politechnischen Journal. B. 9. S. 420. mittheilten. Und auf eine dritte ähnliche ließ Hr. Karl Tuely, d. ält., sich am 1. Novemb. 1821 ein Patent geben, welches im London Journal of Arts, October 1823. S. 183. beschrieben ist. Wenn unsere Schreiner nur halb so gut arbeiteten, wie die englischen Zimmerleute, und unsere Fenster nur so gut schlössen, wie der Fallladen an einem Schußloche auf einem Schiffe, so wären unsere deutschen Fenster, so wie die deutschen Oefen, weit besser als die englischen. Aus Hrn. Tuely's Patente ersieht der geneigte Leser zugleich, daß die sternförmigen Jalousien, die man in Deutschland schon seit undenklichen Zeiten kennt, in England eine Neuigkeit (a very novel appearance) sind.

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