Titel: Ueber das Schweißen des Stahles, Eisens und Eisenbleches
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1823, Band 12, Nr. LXIV./Miszelle 5 (S. 374)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj012/mi012064_5

Ueber das Schweißen des Stahles, Eisens und Eisenbleches

theilt Hr. August Siebe im London Journal of Arts etc., an dessen Redacteur er Muster von zusammen geschweißtem Guß-Stahle, Eisen und Guß-Stahle, und Eisen-Blech sandte, als Beitrag zu den Aufsäzen über diesen Gegenstand im Junius- und September-Hefte desselben Journales folgende Notiz mit der Versicherung mit, daß er von dem geheim gehaltenen Verfahren zu Birmingham nichts weiß, und seit mehreren Jahren sich folgender Methode bedient.

„Ich schmelze,“ sagt er, „Borax in einem irdenen, nicht in einem metallischen, am wenigsten in einem messingenen oder kupfernen Gefäße. Nach dem Schmelzen wird ein Zehntel Salmiak gestossen, und mit demselben gemengt. Nachdem die beiden Substanzen sich im Feuer gehörig durchdrungen haben, werden sie auf eine Eisenplatte gegossen, wo sie dann nach dem Erkalten, eine glasartige Substanz bilden. Diese Masse wird hierauf gepülvert, mit einer gleichen Menge ungelöschten Kalkes gemengt und ist dann zum Gebrauche fertig.“

„Bei dem Schweißen selbst wird das Eisen oder der Stahl zuerst roth geglüht, und der gestossene Fluß auf die Oberfläche desselben gestreut, wo er dann, wie Siegelwachs, schmelzen und herabrinnen wird. Hierauf wird der Stahl oder das Eisen wieder in das Feuer gebracht und selbst beim Guß-Stahle, bis zu einem Grade erhizt, der bedeutend unter der gewöhnlichen Schweißhize bleibt, worauf das zu schweißende Stük herausgenommen und alsogleich solang gehämmert wird, bis die Flächen vollkommen zusammen geschweißt sind.“

Diese Composition ist meine Erfindung, und ich habe mich derselben seit mehreren Jahren stets mit dem beßten Erfolge bedient.“

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