Titel: Ueber Statüen aus Erz, und über Kanonen, Gloken etc.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1824, Band 13, Nr. XI. (S. 45–76)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj013/ar013011

XI. Ueber Statüen und Bildnisse aus Erz (Bronze) und über Kanonen, Gloken etc.

Aus Gill's techn. Repository. Sept. 1823. S. 166. Oct. S. 236.

(Fortsezung von Band 12. S. 104, und S. 188.)

Es ist offenbar, daß wenn Model und Guß nach den oben beschriebenen Grundsäzen gehörig vollendet wurden, die Präge-Stöke nicht mehr leiden, als bei den Medaillen aus reinem Kupfer; wirklich wurden auch die meisten der ersten Versuche des Hrn. de Puy-Maurin mit alten Prägestöken angestellt, die bei dem Ausprägen der Kupfer-Medaillen bereits Sprünge bekommen hatten, und keiner derselben brach, obschon die angewendete Legirung 17 Hunderttheile Zinn enthielt7).

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Aus den vorhergehenden Bemerkungen erhellt demnach, daß die Verfertigung der Medaillen aus Bronze keinem wirklichen Hindernisse fortan mehr unterliegen wird, und daß Hr. de Puymaurin diese wichtige Aufgabe der numismatischen Kunst gelöset hat. Seine Abhandlung wird dem Institute bald übers reicht und ein Ausschuß ernannt werden, der die wahrscheinlichen Resultate seiner Versuche prüfen, bestätigen und die praktische Anwendbarkeit derselben würdigen soll: der Bericht desselben wird die Benüzung dieses neuen Verfahrens bestimmen.

Erz zu Gloken. Das Erz, welches unter dem Namen Gloken-Speise bekannt ist, besteht aus Kupfer, Zinn, Zink und Blei in verschiedenem Verhältnisse, und zufällig auch aus Eisen, Wißmuth, und Silber. Man hat behauptet, daß dieses leztere Metall den Gloken, und vorzüglich den größeren, nothwendig beigesezt werden müsse, und viele Personen glauben, daß ohne dasselbe der Klang weder so hell noch so rein würde, und daher kam wahrscheinlich der Ausdruk „Silber-Klang.“ Die Umstände, auf welchen dieser Irrthum beruht, sind sonderbar genug, um hier angeführt werden zu können; sie beweisen deutlich, daß diese Meinung ungegründet ist.

Die alte8) Weise die Gloken zu taufen, und denselben einen Herrn Gevatter zu geben, ist allgemein bekannt. Ausser dem, daß man die Ehre dieser Gevatterschaft, als eine wichtige Cäremonie, irgend einem Fürsten oder Grafen etc. übertrug, erlaubte man auch diesem Hrn. Gevatter eigenhändig das Silber in den Ofen zu werfen, welches den Klang der Gloke verbessern sollte: auch die Damen durften von ihrem Silberzeuge etwas in den Ofen schmeißen und zu dem klingenden Resultate beitragen. Wer sollte aber glauben, daß man, bei all der Oeffentlichkeit, die dieser Cäremonie gegeben wurde, doch niemahls, wenn die Gloke gegossen war, einen Gran Silber in derselben mehr fand, als der Glokengießer dem Metalle vorher |47| allenfalls selbst zugesezt hatte? Und doch war dieß wirklich der Fall, und erklärt sich auf folgende Weise. Das Loch oben an dem Ofen, welches zur Aufnahme des dargebrachten Silbers bestimmt war, war unmittelbar über dem Roste angebracht; nun ist aber, wie wir wissen, in einem Reverberir-Ofen der Rost von der Sohle des Ofens, auf welcher die Metalle in Fluß gebracht werden, mittelst der sogenannten Brüke getrennt, und folglich mußte das geopferte Silber durch dieses Loch (durch welches zugleich die Kohlen hineingeworfen wurden) statt wirklich in den Ofen in das geschmolzene Erz zu kommen, gerade auf den Rost auffallen, wo es allerdings schmolz, aber von dem Roste in die Aschengrube hinabfloß, aus welcher der Glokengießer dasselbe nach dem Guße hervorsuchte, und auf eine fruchtbringendere Weise, als zur Hellung des Glokenklanges, zu verwenden wußte.

Bei der Glokengießerei sind die einzigen, zur Composition der Glokenspeise wahrhaft nüzlichen, Metalle, Kupfer und Zinn in folgendem Verhältnisse:

Kupfer 78
Feines Zinn 22
–––––
100.

Diese Composition ist feinkörnig und gedrängt, ist sehr leicht schmelzbar, und außerordentlich klingend; die übrigen, gewöhnlich zugesezten, Metalle haben keinen anderen begreiflichen Nuzen, als daß sie die Composition wohlfeiler machen, und folglich den Glokengießern mehr Gewinn verschaffen. Was die Reinheit des Klanges betrifft, so ist dieser eben nicht das Wichtigste; wo man denselben aber durchaus verlangt, kann man nichts besseres thun, als obige Verhältnisse genau befolgen, welche, wie wir gleich zeigen werden, auch von denjenigen in anderen klingenden Instrumenten aus Erz nicht sehr abweichen. Die Gloken erhalten dadurch einen ganz vortrefflichen Ton, vorausgesezt, daß alle übrigen hiezu nöthigen Bedingungen gehörig beachtet wurden. Unter lezteren ist die Form der Gloke9) eine der wichtigsten, und die vollkommenste Gleichförmigkeit des Erzes in allen Theilen derselben, so daß weder |48| Schlaken noch Blasen in denselben vorkommen: in dieser Hinsicht muß das Metall vollkommen flüssig in alle Theile des Models gelangen, damit dieser sich vollkommen füllt, und die Oberfläche so gleichförmig als möglich wird. (Vergl. hierüber die allgemeinen Regeln in Hinsicht auf das Erz am Ende dieses Aufsazes). Die englischen Gloken bestehen, nach Dr. Thomson, aus 80 Kupfer; 10, 1 Zinn 15, 6 Zink, und 4, 3 Blei. Diese Composition steht jener für die Cymbeln nach, indem sie zuviel Blei enthält, in welchem Falle sich immer einzelne isolirte Puncte bilden, welche die Homogeneität der Erzmasse stören und die Schwingungen derselben hindern.

Als während der Revolution Statüen, Inschriften, und Gloken in Kanonen und Münzen verwandelt wurden, schied man diejenigen Metalle aus, die sowohl der Menge als dem Werthe nach die geringsten in denselben waren, damit man das Kupfer und Zinn daraus erhielt, und behandelte zulezt die Schlaken vorzüglich bei den Gloken, auf eine Weise, die besonders bekannt gemacht zu werden verdient. Da dieses Verfahren auf die Behandlung des Erzes überhaupt anwendbar ist, so versparen wir uns die Angabe desselben bis zum Ende dieses Artikels.

Gongs, Tam-tams und Cymbals. Die Chineser bedienen sich gewisser Instrumente aus Erz, die mit dem Hammer sehr dünn in Form von Scheiben geschlagen werden, und in der Mitte mit einer rundlichen Erhabenheit versehen sind. Diese Instrumente nennen sie Tam-tams, Gong-Gongs (von Tschung, was im Chinesischen Gloke bedeutet). Barrow in seiner Reise durch China erzählt, daß man in weiter Entfernung einen sehr gällenden Ton hört, wenn diese Instrumente mit einem Stoke, der mit einem Lederballe bedekt ist, geschlagen werden; und daß sie aus einer Composition von Kupfer, Zinn, und Wißmuth bestehen. Klaproth hat gezeigt, daß sie bloß Kupfer und Zinn enthalten; er gibt das Kupfer zu 78, und das Zinn zu 22 an: ihre specifische Schwere ist 8,815. Diese Composition ist ausserordentlich spröde, und wir wissen nicht, wie die Chineser dieselbe so zähe machen können, daß sie mit dem Hammer geschmiedet werden kann. Nach den Versuchen, welche Hr. Darcet an diesen Instrumenten anstellte, |49| wird das Erz, aus welchem diese Instrumente gebildet und in dünne Platten gegossen werden, die so gebrechlich wie Glas sind, dehnbar, wenn man sie hizt, und in kaltes Wasser taucht: diese sonderbare Wirkung, dieses Temperiren des Bronzes, ward unter Dariet's Hand die Basis einer Menge neuer Künste, und vorzüglich der Cymbel und Gongs Fabrikation. Um diese zu verfertigen wird das Erz in einen Model gegossen, die gegossenen Stüke werden bis zur Kirschröthe geglüht und dann in kaltes Wasser getaucht, wobei man sie zwischen zwei Eisenplatten fest hält, damit sie während der Temperirung nicht ihre Gestaltung verlieren, und zulezt mittelst einiger leichten Schläge vollkommen ausgebildet.

Der mittlere Durchschnitt der Analysen, die an 22 Cymbeln und 4 Gongs angestellt wurden, gab folgendes Resultat:

Cymbeln Kupfer
Zinn
80
20
Gongs Kupfer
Zinn
78
22
–––– ––––
100. 100.

Gefäße aus Bronze. Unter den alten Bronzen fand man, wie wir bemerkten, verschiedene Gefäße und Küchengeschirre, deren sich die Alten bedienten. Man braucht auch jezt noch mehrere Gefäße dieser Art; allein die Sprödigkeit und Gebrechlichkeit des Bronzes fordert, daß man denselben eine sehr starke Dike gibt, wodurch sie unbequem werden, weil sie zu schwer ausfallen. Hr. Darcet hat indessen durch Anwendung der Eigenschaft des Bronzes, weich zu werden, wenn man ihn glüht und in kaltes Wasser taucht, ziemlich leichte und leicht zu verzinnende Gefäße aus Bronze verfertigt. Diese noch so neue Anwendung einer Eigenschaft des Bronzes wird vielleicht eine neue Art von Fabriken erzeugen.

Mörser aus Bronze. Diese, wegen ihrer Härte so nüzlichen, Geräthe haben, wegen ihrer Sprödigkeit, den bedeutenden Nachtheil, an ihren Kanten sich abzustoßen. Da dieser Theil aber dünn ist, und nicht so hart seyn darf, wie der Boden, so kann man diesem Nachtheile leicht abhelfen, indem man den Mörser hizt, und nur diesen Theil desselben in kaltes Wasser taucht.

Werkzeuge und Waffen der Alten aus Bronze. Ueber die Mittel, welche die Alten anwendeten um diesen Instrumenten |50| die Härte zu ertheilen, welche man an denselben wahrnimmt, waren die Meinungen lange Zeit über getheilt. Einige schreiben sie dem Eisen zu, das man denselben absichtlich zugesezt haben soll; andere dem Silber, Bißmuthe etc. Wirklich ward auch die Gegenwart dieser Metalle in einigen alten Bronzen durch Analyse erwiesen; da sie aber weder immer in denselben vorkommen, noch in demselben Verhältnisse sich finden, und da man in mehreren der neuesten Analysen gar nichts von denselben angetroffen hat, so läßt sich mit allem Grunde schließen, daß sie nur zufällig in denselben vorkommen, und das Zinn, welches man bei jeder Analyse findet, das einzige Metall war, welches sie zur Härtung des Kupfers zusezten. Vergl. Dize Journ. de Physique. April 1790.

Plinius sagt im 34sten Buche, 9ten Kap., wo er von der Composition des alten Bronzes spricht, daß die Alten auf 100 Theile Kupfer 12 1/2 Theil Zinn zu feinen Arbeiten nahmen, und daß sie, bei weniger wichtigen Gegenständen, nur 3 bis 4 Theile Zinn auf 100 Theile Kupfer zusezten.

Joh. Christ. Nieglib legte der Academie zu Mainz im Jahre 1777 eine bedeutende Menge von Analysen vor, die er an alten, in einem drei Meilen von Langensalza gelegenen Dorfe gefundenen, Waffen vorgenommen hat. Das Resultat seiner Analysen wäre, daß dieselben aus 3 1/2, 5 1/2, 12 bis 14 Theilen Zinn auf 100 Theile Kupfer bestanden; und obschon er eine ziemlich bedeutende Menge Silbers10), und sogar etwas Gold in denselben fand, hält er es doch nicht für wahrscheinlich, daß diese Metalle absichtlich zugesezt wurden; er vermuthet, daß sie bloß zufällig in dem Erze blieben, weil die Scheidekunst damahls noch nicht jenen Grad von Vollkommenheit erreicht hat, auf welchem sie sich heute zu Tage befindet.

Der größte Theil der verschiedenen Werkzeuge und Waffen aus altem Bronze war hart und brüchig; einige waren indessen auch zähe, und scheinen durch Temperirung mild gemacht |51| worden zu seyn. Alles beweiset übrigens, daß sie, obschon in sehr verschiedenen Verhältnissen, im Allgemeinen aus Zinn und Kupfer bestehen. Folgende auf der Münze angestellten Analysen beweisen dieses:

Ein altes im Jahre 1799 in den Torfstechereien der Somme gefundenes Schwert hielt 87,47 Kupfer; 12,53 Zinn.

Federn aus Bronze an der Balista der Alten hielten, nach Philon von Byzanz, 97 Kupfer, 3 Zinn.

Harte, brüchige Nägel: 92 Kupfer; 8 Zinn.

Von drei in der Umgebung von Abbeville gefundenen Schwertern hielt das eine 85 Kupfer, 15 Zinn. Die Nägel am Griffe waren biegsam, und bestanden aus 95 Kupfer und 5 Zinn.

Das zweite: 90 Kupfer, 10 Zinn.

Das dritte: 96 Kupfer, 4 Zinn.

Ein Bruchstük einer alten Sichel: 92,61 Kupfer, 7,39 Zinn.

Ein großer biegsamer Ring: 91 Kupfer, 9 Zinn.

Unter den Werkzeugen der Alten fand man auch Messer und Barbiermesser aus Bronze; sie standen aber jenen aus Eisen und Stahl weit nach.

Die wichtigste Anwendung des Erzes, von welcher wir jezt handeln wollen, ist zur Stukgießerei.

Erz zu Kanonen. Seit Biringuccio, welcher im Jahre 157011) ein Werk über Pyrotechnik herausgegeben hat, in welchem er über das Schmelzen der Metalle sprach, haben die Schriftsteller über Artillerie eine Menge von Versuchen mit Metall-Gemischen von allen Verhältnissen zwischen 4 und 20 Zinn auf 100 Kupfer angestellt; sie suchten aber vergebens nach einem positiven Resultate bei allen diesen Versuchen, obschon sie manchen Widerspruch in denselben fanden. Diese Anomalien waren offenbar Folge von Unregelmäßigkeiten im Schmelzen, Mischen, Modelliren und Gießen des Erzes: denn die beßte Mischung kann zur schlechtesten werden, wenn sie nicht in allen Theilen gleichförmig ist; wenn sie auch noch so kleine Luftlöcher hat, welche von dem Gase herrühren, das, indem es während |52| des Gusses nicht vollkommen beseitiget wurde, auf das Erz, noch während dasselbe flüssig war, zurük wirkte, und sich in dasselbe einnistete, und es dadurch pords machte. Genauigkeit ist daher das Wichtigste bei allen Zweigen dieser Operation.

Eine Metall-Composition, die leicht in eine gleichförmige Masse zu verwandeln ist, die ohne viele Mühe gegossen werden kann, die zähe genug ist um nicht zu brechen, und doch hart genug, um der Reibung der Ladung zu widerstehen, die durch aus abgefeuert werden soll, die endlich so wenig schmelzbar ist, daß sie durch ein starkes Feuern mit glühenden Kugeln nicht leidet, besizt alle Eigenschaften, die man von dem sogenannten Stük- oder Kanonengut verlangen kann. Die verschiedenen vorgeschlagenen Compositionen vereinigen alle, mehr oder minder, den größten Theil dieser Bedingungen. Wir wollen versuchen dieselben hier zu beschreiben.

Unsere Regierung befahl im Jahre 1769 in einer Note zum 3ten Artikel der Instruction vom 31. October folgende Composition für alle Arten von Stükgut:

Kupfer 100
Zinn 11
oder ungefähr Kupfer 90,91
Zinn 9,09
–––––
100

Diese Composition vereinigt, wenn sie gehörig bereitet ist, alle oben angegebenen Bedingungen; sie ist von gelblicher Farbe, von größerer Dichtheit als das Mittel derjenigen beiden Metalle aus welchen sie besteht; sie ist zäher und flüssiger als Kupfer, und, wenn sie langsam abgekühlt wird, etwas hämmerbar, und außerordentlich hämmerbar, wenn sie temperirt wird. Wenn sie auch nicht alle Vortheile der möglich beßten Composition besizt, so ist sie doch wenigstens besser als diejenigen, die man an ihrer Stelle, in Folge der schlechten Ausführung des Gesezes, in unseren Gießereien anwendete12). Versuche die man mit spanischen Kanonen |53| anstellte, welche mehr als 6000 Mahl abgefeuert wurden, während andere nur 300 bis 1000 Abfeuerungen aushielten, beweisen diese Behauptung hinlänglich.

Nach Versuchen, die, wie General Papacino d'Antonio erzählt, zu Turin im Jahre 1770 angestellt wurden, ist die beßte Composition für Kanonen von schwerem Caliber: 12 bis 14 Theile Zinn auf 100 Theile Kupfer.

Nach den zu Donay im Jahre 1786 angestellten Versuchen, welche Graf Lamartilliere bekannt machte, und in welchen abwechselnd 5, 4; 7, 6; 8; 8, 5; und 11 Zinn auf 100 Kupfer genommen wurde, war das Resultat dieses, daß man nicht weniger als 8, und nicht mehr als 11 Theile Zinn auf 100 Theile Kupfer zum Stükgute nehmen soll.

Dessen ungeachtet hat Hr. Briche, welcher an dem Gußwerke zu Straßburg die Operationen des Gießens sehr genau beobachtete, im VI. Bd. des Journal des Mines p. 879, behauptet, daß das wahre Verhältniß der Composition zu guten Kanonen noch immer nicht ausgemittelt ist. Er betrachtete also weder die zu Turin noch die zu Donay angestellten Versuche als entscheidend.

Auf die Klagen des Ober-Generals der Rheinarmee wurde im Jahre 1797 eine Commission, bestehend aus den HHrn. Daboville, Darcet, Depommereul, D'Hennezel, Gilet und Baillet ernannt, welche diese Klagen prüfen sollte, und welche erklärte, daß neue Versuche über die Composition des Stükgutes unerläßlich nothwendig sind.

Eine andere Commission, bestehend aus den HHrn. Songis, Andreossy, Lariboissierre, Ruty, und Daboville, schrieb das Verderben der schweren Kanonen nicht der Composition, welche sie zu 8–10 Theilen Zinn auf 100 Theile Kupfer annahmen, sondern der unvollkommenen Mischung dieser Metalle in dem Ofen zu, und dem Umstande, daß das Metall zu langsam in den Modeln erkaltete.

Wir sind also seit 1418 in der Kenntniß der beßten Composition |54| des Stükgutes nicht sehr weit vorgerükt: indessen sind die Abweichungen in dem Verhältnisse der Metalle bei den ausländischen13) Kanonen noch weit größer als bei den unsrigen. Mehrere Schriftsteller sind nicht der Meinung, daß man zu schwerem Geschüze, z.B. 24–26 Pfündern, nothwendig eine bedeutende Menge Zinnes zusezen müsse, indem dasselbe während einer langwierigen Belagerung der Einwirkung der Kugeln auf seine Seele widerstehen muß. Nach Hrn. Shlié ist ungefähr 14 Theile Zinn auf 100 Theile Kupfer das schiklichste Verhältniß14). Die Engländer bedienen sich zu diesem Zweke des Gußeisens, und finden, daß es demselben vollkommen entspricht. Wir wissen auch wirklich, daß Gußeisen härter als Stükgut ist, und daß es, wo es gehörig bearbeitet wurde, Stärke genug besizt um den Explosionen des Pulvers, vorzüglich bei Kanonen von schwerem Kaliber, die langsam abgefeuert werden, zu widerstehen, und daß es endlich, in Folge seiner Härte, mehr im Stande ist der Reibung der Kugeln zu widerstehen, als das Stükgut.

Die HHrn. Feutry und Gassendi haben vorgeschlagen die Seele der Kanonen mit Eisen auszufüttern. Wir verdanken Hrn. Ducros die Entdekung der Methode Eisen und Erz zusammen zu löthen, indem man ersteres verzinnt. Es scheint uns indessen, daß die Verschiedenheit der Ausdehnung dieser Metalle die Verbindung derselben bald zerstören würde, und daß es besser ist das Eisen allein anzuwenden.

Hr. Darcet versuchte im Kleinen Eisen mit Stükgut zu verbinden, und zwar mit gutem Erfolge; er meint, daß drei- und vierfache Verbindungen (zu welchen nur ein Hundertel Blei kommt) mit Nuzen zur Verfertigung von Kanonen verwendet werden können.

Hr. Dussaussoy machte eine Menge von Versuchen um zu bestimmen, ob es vortheilhaft seyn würde dem gewöhnlichen |55| Stükgute zur Verfertigung von Kanonen Eisen und Zink zuzusezen. Das Resultat seiner Bemühungen beweiset, daß man 100 Theilen desselben höchstens 1 oder 1,5 Eisen, oder 3 Theile Zink zusezen kann, und daß es viel besser ist bereits mit Zinn Verbundenes Eisen (verzinntes Eisen), als reines Eisen zuzusezen, weil dieses sich leichter damit verbinden läßt. Diese Legierungen haben immer den Nachtheil, daß sie sich beim Umgießen zersezen, entweder weil das Eisen, oder weil das Zink sich trennt; die Verbindung mit Eisen erfordert überdieß die größte Sorgfalt, und der kleinste Zufall kann sie verderben, (man vergleiche die allgemeinen Regeln am Ende dieses Artikels) während die durch das Gesez bestimmte Composition immer günstige Resultate und dieselben Producte liefert, wenn anders die Arbeiten gehörig geleitet wurden. Wir wiederhohlen es noch ein Mahl, daß die gehörige Leitung der Arbeiten in den Gußwerken von der höchsten Wichtigkeit ist.

Vergoldeter Bronze, Or-molu oder Bronze-Verzierungen. Hr. Dariet hat in einem sehr interessanten Aufsaze über die Mittel die Feuer-Vergolder gegen die Queksilber-Dämpfe zu schüzen (welchem der von dem sel. Ravrio, einem unserer ersten Bronze-Arbeiter, gestiftete Preis zuerkannt wurde, vergl. Polytechn. Journ. Bd. XI. S. 156) einige sehr nüzliche Anweisungen für die Bronze-Arbeiter (Gürtler, Or-molu-Fabrikanten) gegeben, von welchen wir hier einen Auszug liefern wollen.

Die Bronze-Arbeiter senden dem Gießer Modelle von den Stüken zu, die sie gegossen zu erhalten wünschten. Lezterer nimmt, alten Erfahrungen und der Routine folgend, gewöhnlich altes Erz, von welchem er das Gold herabgeschafft hat: dieses alte Erz oder alte Metall kommt auch unter dem Nahmen mitraille pendante vor. Wenn er glaubt, daß es von guter Qualität ist, so braucht er es für sich allein: er nimmt aber auch häufig verschiedene alte Waare von anderem Metalle, z.B. alte Leuchter etc. zu demselben Zweke, und kauft in dieser Hinsicht auch altes Messing, wie es im Handel vorkommt.

Wenn das alte Erz, das er sich verschaffte, nicht von guter Qualität ist, so sezt er demselben, je nachdem er es härter |56| oder weicher machen will, Kupfer, Zink oder Zinn zu Wenn er bloß altes Messing oder verzinntes Kupfer von altem Kupfergeschirre hat, so gießt er seine Stüke aus demselben in Verhältnissen, die ihn so eben recht dünken, und beurtheilt seine Composition nach dem Korne, indem er ein kleines Muster davon gießt und dasselbe erkalten läßt, damit er es, nach dem Zerschlagen, untersuchen kann. Findet er, daß das Korn fein und in allen Theilen gleichförmig ist, daß es die, gehörige Farbe, Zähigkeit und Härte hat, so schließt er, daß das gehörige Verhältniß getroffen ist. Es läßt sich aber leicht begreifen, daß auf diese Weise höchst unvollkommene Resultate zum Vorscheine kommen müssen, und daß es unter diesen Umständen unmöglich ist, immer einen gleichförmigen Erfolg zu erhalten. Und doch ist es eine wesentliche Bedingung, daß der Bronze immer folgende Eigenschaften besizen soll.

Bronze, der vergoldet werden soll, muß leicht schmelzbar seyn; er muß die Eindrüke des Models, in welchem er gegossen wird, vollkommen aufnehmen. Der Guß darf keine Unebenheiten, keine Luftblasen, keine Sprünge besizen: er muß sich leicht abdrehen, meisseln und poliren lassen; muß eine schöne Farbe besizen und das antike Grün (patine antique) leicht annehmen15); er muß sich leicht vergolden lassen, ohne daß er eine zu große Menge von Amalgam verschlingt, das Gold muß gehörig an demselben ankleben, und eine gute Or-molu oder Or-rouge-Farbe annehmen, es mag übrigens matt gelassen oder geglättet werden.

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Es gibt kein reines Metall, welches alle diese Eigenschaften in sich vereinigte: Eisen kann beinahe durchaus nicht zu diesem Zweke gebraucht werden, wie man aus obigen angegebenen Bedingungen ersieht; und Zinn, Blei und Zink sind zu weich und zu sehr der Veränderung unterworfen. Kupfer allein hat einige, in dieser Hinsicht schäzbare, Eigenschaften; es ist aber zu schwer zu gießen, und ist im Flusse zu teigig für den Gießer, und zu zähe für den Meissel und für die Drehebank; es würde zu viel Gold fressen etc. Vergl. die unten folgende Tabelle.

Eine Composition aus Kupfer und Zink würde allen übrigen vorzuziehen seyn: allein die unter Nro. 2. in der oben angezogenen Tabelle ausgeführten Resultate zeigen, daß diese zweifache Composition noch teigig ist, und die Eindrüke des Models nicht gehörig annimmt; daß sie zuviel Amalgam verschlukt, bei dem Erkalten Kerben und Sprünge bekommt, und für den Meissel und für die Drehebank zu zähe ist, und daß endlich, wenn man, um sie härter zu machen, die Menge Zinkes vermehrt, die gelbe Farbe, welche der Vergolder wünscht, dadurch verloren geht.

Die unter Nro. 3. und 4. dieser Tabelle angeführten Proben beweisen, daß ein Gemenge aus 20 Theilen Zinn und 80 Theilen Kupfer leicht schmilzt, flüssig läuft, und die Eindrüke des Models vollkommen annimmt; allein es läßt sich, es mag temperirt worden seyn oder nicht, nicht leicht durch Säuren reinigen; es ist zu hart um sich drehen oder meisseln zu lassen; es ist zu grau; es nimmt das Gold nur mit Mühe an, und kann nur durch lange Anwendung des Polir-Stahles polirt werden: diese Composition taugt also zum Or-molu oder vergoldeten Bronze nicht.

Die Mischung Nro. 10. in derselben Tabelle aus 10 Theilen Zinn und 90 Theilen Kupfer ist das Stükgut. Sie ist leicht schmelzbar und wird hinlänglich flüssig, dringt aber nicht leicht in die feineren Theile des Models. Sie läßt sich leichter drehen, meisseln und poliren als irgend eine der vorigen Mischungen; ist aber nicht gelb genug und fordert |58| eine größere Menge Goldes um die beliebte Farbe zu erhalten16).

Keine von diesen Mischungen ist demnach zum vergoldeten Bronze, Or-molu, brauchbar; und da man das reine Metall gleichfalls nicht anwenden kann, so muß man zu anderen, als zu zweifachen Mischungen seine Zuflucht nehmen; man muß eine Composition zu erhalten suchen, die die Gießer jeder anderen vorziehen, die sie aber nie mit Sicherheit zu erhalten im Stande sind. Wir haben gezeigt, daß sie gewöhnlich 25 Theile Messing nehmen. Nach den Bestandtheilen des Messinges; des verzinnten Kupfers, welches wahrscheinlich auch noch einiges Loch enthält, auf 75 Theile Messing nehmen. Nach den Bestandtheilen des Messinges, des verzinnten Kupfers und des Lothes17) muß der daraus erhaltene Bronze bestehen aus ungefähr:

72 Theilen Kupfer,
25,2 Theilen Zink,
2,5 Theilen Zinn,
0,3 Theilen Blei.
––––
100.
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Hr. Darcet fand auch wirklich nach einer Menge über das Or-molu angestellten Versuchen, daß dasselbe eine vierfache Composition darstellt; einige Stüke enthielten, vielleicht zufällig, Eisen, Spießglanz, Gold und Silber, aber in geringer Menge. Die Tabelle enthält die Resultate dieser Analysen, und wir haben gezeigt, daß die Gebrüder Keller, die berühmten Gießer unter Ludwig XIV., die vierfache Composition jeder anderen vorgezogen, wie die Analyse ihrer schönen Statüen erweiset.

Es scheint demnach, daß die vierfache Composition aus Kupfer, Zinn, Zink, Blei die beßte zum Gusse für Bildhauer und anderen Verzierungs-Bronze18) ist. Es ist nun nothwendig, die Verhältnisse zu bestimmen, welche der Gießer zu beachten hat, und einen sicheren Plan für die Gießer zu entwerfen.

Hr. Dussausoy hat klar gezeigt19), daß eine Mischung von 80 Theilen Kupfer, 17 Theilen Zink und 3 Theilen Zinn jeder anderen Mischung zur Verfertigung der Fassung von Feuergewehren vorzuziehen ist, indem diese die größte Zähigkeit, Hämmerbarkeit, Härte und Dichtheit besizt: da aber die leztere dieser Eigenschaften die wichtigste ist, die ein zur Vergoldung bestimmter Bronze besizen muß20), so glaubt Hr. Darcet, daß man die beßte Composition zu Bronze aus dem interessanten Werke des Hrn. Dussaussoy entlehnen, und unter jenen vierfachen Verbindungen solche finden kann, die er in Hinsicht auf andere Zweke, verwarf, und welche aus

82 Kupfer,
18 Zink,
|60|
3 oder 1 Zinn,
1,5 oder 3 Blei

besteht. Eine Mischung, welche mehr Blei als Zinn enthält, vermindert die Zähheit, und vermehrt die Dichtheit, welche bei Stüken von kleinerem Umfange vorgezogen werden muß21).

In einer Anmerkung des I. Bandes der Déscription des Brevets d'invention theilt Hr. Leonhard Tournu eine Composition mit, welche bloß zwei Drittel des zur Vergoldung der gewöhnlichen Compositionen nöthigen Goldes verlangt. Diese Composition besteht ans 8 Theilen Kupfer, 1, 5 Zink und 1 Messing, folglich in hundert Theilen

82,257 Kupfer,
17,481 Zink,
0,238 Zinn,
0,024 Blei

enthält. Hieraus erhellt, daß die vierfache Mischung für alle Stüke, welche vergoldet werden sollen, vorzuziehen ist, und hiedurch werden die Vortheile der oben angeführten Mischungen erwiesen, unter welchen wir nur nach dem Zweke, zu welchem der Bronze bestimmt ist, zu wählen haben.

Der Gießer zieht denjenigen vor, dessen Theile alle eine gleichförmige Masse bilden. Sie suchen den verlangten Zwek dadurch zu erreichen, daß sie, zur Vergleichung, eine aus allen Stüken verfertigte Composition aufbewahren: besser Unterrichtete |61| erreichen diesen Zwek mit mehr Sicherheit, indem sie, wie bei der Waffen-Fabrik zu Versailles, ihre Compositionen aus reinem Metalle verfertigen. Wenn man ja, um bei dem geringeren Preise des alten Erzes etwas zu ersparen, dasselbe zu der Bronze-Composition zusezen will, so sollte man sich vorher von der Qualität desselben überzeugen, damit man vorläufig die vorzunehmende Mischung berechnen, und die oben angegebenen Verhältnisse in demselben herstellen kann: man muß dann noch eine Probe-Stange gießen, um sich von der Beschaffenheit des Bronzes überzeugen zu können.

Folgende Tabelle enthält die Resultate vergleichender Versuche mit reinem Kupfer und mit Kupfer, welchem Zink, Zinn und Blei in verschiedenem Verhältnisse zugesezt wurde.

N. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12.
Kupfer 100. 70. 80. 80. 90. 63,70. 82. 64,45. 70,90.
72,43.
70,19.
69,87.
91,40. 82,25.
Zink 30. 35,55. 18. 32,44. 24,05.
22,75.
26,21.
26,95.
5,53. 17,48.
Zinn 20. 20. 10. 2,50. 3. 0,25. 2,004.
2,87.
1,41.
1,53.
1,70. 0,24.
Blei 0,25. 1,50. 2,86. 3,05.
2,56.
2,16.
1,65.
1,87. 0,24.
––– ––– ––– ––– ––– ––– ––– ––– ––– ––– ––– –––
100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 10022)

specifische Schwere:

8,700. 8,443. 8,940. 8,920. 8,780. 8,395. 8,215. 8,542. 8,392
8,275
8,249 – –
8,262 – –

Das Kupfer N. 1, und die Compositionen aller übrigen Nummern wurden von Gießern, Graveurs, Drechslern und Vergoldern versucht.

N. 1. War, nach Versicherung des Gießers, schwer zu schmelzen, und goß sich dik; dem Graveur und dem Drechsler war es zu weich und folgte unter dem Meißel nach. Der Vergolder fand, daß es zuviel Gold frißt.

N. 2. War dem Gießer im Flusse zu teigig; dem Graveur und Drechsler gut, nur etwas zu weich; dem Vergolder gut.

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N. 3. In Hinsicht auf die obigen vier Arbeiter: sehr leicht zu gießen und hinlänglich flüssig; – sehr schlecht; – troken und brüchig und zu hart um sich schneiden zu lassen; – schlechte Farbe, schwer zu reinigen, zu schwierig zu behandeln während der Amalgamation.

N. 4. – Etwas besser als N. 3. – Ebenso. – Ebenso. – Ebenso. Diese Composition ist dieselbe, wie N. 3; nur wurde sie temperirt.

N. 5. Gießt sich etwas hart; – ziemlich gut; – ebenso; schlechte Farbe, übrigens ziemlich gut.

N. 6. Gut; ebenso; ebenso; sehr gut und schöne Farbe.

N. 7. Eine sehr gute Composition; ebenso; ebenso; sehr gut und schöne Farbe.

N. 8. Eine sehr gute Composition in jeder der vier obigen Rüksichten.

N. 9. Hr. Darcet sandte diese beiden Compositionen Hrn. Dussausoy als Bronze, welcher Hr. Thomire als sehr gut befunden hat.

N. 10. Diese beiden Compositionen wurden als sehr schlecht angegeben.

N. 11. Analyse des Bronzes der Gebrüder Keller.

N. 12. Vorgeschlagene oder erfundene Composition des Hrn. Tournu.

Die Stüke N. 1, 4 u. 5 verschlangen am meisten Amalgam. Hinsichtlich der Menge des anzuwendenden Amalgames kann der Vergolder ohne Unterschied entweder reines Kupfer, oder irgend eine Verbindung desselben mit Zinn, Zink oder Blei anwenden. Man ersieht aus obigen Versuchen, daß diejenige Composition, welche dem Gießer taugt, nicht immer für den Graveur und Drechsler gut ist. Auch der Polirer verlangt noch, so wie die übrigen Arbeiter, gewisse Eigenschaften an dem Bronze. Man muß also eine Composition wählen, welche die meisten nöthigen Erfordernisse besizt, und sich der oben angezeigten Mittel bedienen, um dieselbe immer gleichförmig zu erhalten.

Bronze-Farbe erhalten die Figuren und andere Bronze-Arbeiten auf folgende Weise:

Man löse 2 Quentchen (76 Centigramme) Salmiak (kochsalzsaures Ammonium) und ein halbes Quentchen (oder 19 Centigramme) |63| Sauerkleesalz (Sauerkleesäure) in einer halben Pinte (ungefähr 400 Grammen) zweimahl destillirten Essiges (verdünnter Essigsäure) auf. Mit dieser Auflösung befeuchte man einen Haar-Pinsel, den man ausdrüken muß, nachdem man ihn eingetaucht hat, so daß so wenig als möglich von der Flüssigkeit in demselben zurükbleibt, und reibe dann mit demselben das wohl gereinigte Bronze-Stük in der Sonne oder über einem Ofen schnell und so lang, bis der Pinsel troken wird. Diese Operation wiederholt man so lang, bis die Farbe des Metalles die verlangte Nüance angenommen hat. Der erste Ueberzug gibt eine grünlich gelbbraune Farbe, der zweite einen grün braunen Bronze, und durch oftmahliges Wiederholen dieser Dekung kann man so dunkle Schattirungen erhalten, daß die Stüke beinahe ganz schwarz erscheinen.

Wir wollen diesen Aufsaz mit einigen allgemeinen Regeln über Verfertigung der Bronze und die sicherste Verfahrungs-Weise bei dem Mischen der Metalle, aus welchen man denselben bildet, damit weder durch Oxidation noch durch Verflüchtigung das gehörige Verhältniß derselben gestört wird, und Verlust für den Arbeiter entsteht, hier beschließen, dann noch die Behandlung der Schlaken und Abfälle beifügen, und endlich die Methode beschreiben, nach welcher man mit Beihülfe der Chemie auf mehr oder minder leichte Weise das Erz analysiren kann, um zu sehen, ob die Metalle, aus welchen man dasselbe zusammensezte, sich in gehörigem Verhältnisse in demselben befinden. Dieser Theil chemischer Kenntnisse ist sowohl für Bronze-Arbeiter im Großen, als für jeden Erz-Gießer, der nicht unter Leitung eines praktischen Chemikers arbeitet, unentbehrlich.

Wir haben die Vortheile und Nachtheile der verschiedenen Bronze-Compositionen hinsichtlich auf die daraus zu verfertigenden Statüen, Medaillen, Gloken, Cymbeln, Gongs, und andere Gegenstände, wie Kanonen, Pumpröhren, Hähne und Verzierungen aus Or-molu hinlänglich erklärt, und dort, wo wir von den Bronze-Medaillen sprachen, auf einige merkwürdige Umstände aufmerksam gemacht, welche bei dem Schmelzen des Erzes im Tiegel Statt haben: wir müssen hier noch bemerken, daß so oft immer Zink mit anderen Metallen gemengt wird, man die Mischung schnell umrühren, und so |64| schnell als möglich gießen muß, um der Oxidation des Metalles vorzubeugen. Dieselben Grundsäze, die wir bei dem Gusse des Bronzes im Kleinen aufstellten, gelten auch im Allgemeinen von dieser Operation im Großen, nur müssen wir hier noch auf einige Umstände besonders aufmerksam machen.

Der Bronze-Gießer muß suchen so schnell als möglich, seine Erze in Fluß zu bringen, um die Ursachen zu beseitigen, welche den oben erwähnten Verlust herbeiführen, und in dieser Hinsicht auf die Form des Ofens, auf die Art des Brennmateriales und auf die Verfahrungs-Weise bei der Operation selbst, als den unerläßlichen Bedingungen des Gelingens derselben, Rüksicht nehmen.

Man hat schon seit langer Zeit Reverberir-Oefen zu dieser Operation gewählt, und unter diesen verdienen die elliptischen den Vorzug. Die Glokengießer bedienen sich solcher Oefen mit einem kugelförmigen Gewölbe, indem ihre Composition leicht flüssig ist, und keiner sehr hohen Temperatur zum Flusse bedarf. Da aber schneller Gang der Operation eine unerläßliche Bedingung ist, so würde es ihnen sehr zum Vortheile gereichen, wenn auch sie elliptische Oefen anwenden würden.

Holz war ehevor das einzige Brennmaterial, dessen man sich bediente: seit einigen Jahren braucht man aber statt desselben mit vielem Vortheile die Steinkohlen.

Das Verfahren bei der Operation im Großen hängt von den Metallen ab, welche zur Composition des Bronzes genommen werden: man muß hier vor allem die Oxidation zu verhüten suchen. Das erste und vorzüglichste Mittel gegen dieselbe ist schneller Fluß: man wirft in dieser Hinsicht öfters einige zerkleinte Holzkohlen auf die Oberfläche der fließenden Metalle, und mengt sie mit den Schlaken derselben: die Holzkohlen dürfen jedoch nicht so klein seyn; daß sie von der Gewalt der Flamme weggeführt werden könnten. Es ist ferner höchst nöthig, den Zink, wenn man denselben in größerer Menge zusezen muß, in dünne Platten vorzurichten, und unter die Schichten der brennenden Holzkohlen hineinzuschieben, wo man dann diese Kohlen, ohne dieselben mit dem Metalle zu mengen, wegnimmt, lezteres gehörig umrührt, und so schnell als möglich gießt. Dieselbe Vorsicht ist auch nöthig, wo man Zink zusezt. |65| Ueberhaupt müssen diese Metalle, die durch das Feuer am leichtesten verändert werden, zulezt zugesezt werden, damit sie der Einwirkung desselben nur eine kurze Zeit über bloß gestellt bleiben. Die Metalle müssen sehr schnell und kräftig umgerührt werden, damit sie sich desto inniger verbinden; was öfters, bei dem höchst verschiedenen Grade der Dichtigkeit derselben sehr schwer hält. Dieser verschiedene Grad voll Dichtigkeit erzeugt nämlich in den Metallen eine Kraft, welche der Verwandtschaft derselben entgegen strebt, und sie von einander entfernt; sie ist so beträchtlich, daß sie selbst im Model noch auf den flüssigen Bronze wirkt, und ist eine der Ursachen, warum man nothwendiger Weise sorgen muß, daß er so schnell als möglich in den Modeln erkaltet. Unter gewissen Umständen bedient man sich dieser, von der verschiedenen specifischen Schwere der Metalle abhängenden, Kraft um gewisse Metalle von anderen zu scheiden, wie bei dem Ausschmelzen.

Der Zusaz von etwas Eisen zum Bronze ist, wie wir oben bemerkten, zuweilen nüzlich; es ist aber sehr schwer, dasselbe geradezu damit in Verbindung zu bringen. Wenn man dasselbe jedoch vorläufig verzinnte, so hat keine Schwierigkeit mehr bei dieser Verbindung Statt, und nur als verzinntes Eisen darf es also dem Bronze zugesezt werden. Indessen bleibt diese Composition bei dem Gusse immer einer Gefahr von Veränderung unterworfen: das Eisen scheidet sich aus derselben aus, und geht als Oxid in die Schlaken über.

Bei Teleskop-Spiegeln, welche aus einem Gemenge von Kupfer, Zinn, Platinna und Arsenik bestehen, verbinde man den Arsenik geradezu mit dem Bronze. Man muß sehr dafür sorgen, daß diese Mischung während des Gusses sich nicht oxidirt, was am Beßten mittelst eines Flusses aus gepülvertem Glase geschieht, welcher eine der Luft undurchdringbare Schichte bildet, und die ganze Oberfläche des fließenden Metall-Gemenges gegen die Einwirkung der Luft schüzt.

Hinsichtlich der Bronze-Compositionen, zu welchen Gold oder Silber kommt, ist es nicht nöthig, die Verfahrungs-Weise anzugeben, nach welcher diese Metalle der Composition beigesezt |66| werden, indem leztere in den Künsten nicht angewendet wird23).

Wir wollen nun die Mittel angeben, durch welche man die Metalle, aus welchen der Bronze besteht, aus demselben wieder erhalten kann: vorzüglich Kupfer und Zinn, welches immer in den größten Mengen in denselben enthalten ist. Wir verdanken die Kenntniß derselben dem sel. Fourcroy und der Revolution, während welcher sie fleißig benüzt wurden. Man erhielt dabei aber eine Menge Schlaken, die man, weil man sie zu nichts benüzen konnte, auf die Strasse warf, um diese damit auszubessern: zu Romilly, bei Rouen, hat man einen ganzen Damm davon aufgeführt. Die HHrn. Anfrye und Lecour versuchten diese Schlaken zu benüzen, und ihre Bemühungen hatten einen so glüklichen Erfolg, daß sie eine Anstalt hierzu im Großen gründeten, und in wenigen Jahren mehrere Hunderttausend Kilogramme Kupfer und Zinn aus ihrer Fabrike zu Markte brachten24).

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Fourcroy's Verfahren gründet sich auf die Eigenschaft des Zinnes leichter schmelzbar und oxidirbar zu seyn, als Kupfer. Man fangt, nach demselben, damit an, daß man

1tens, eine gewisse Menge Gloken-Metall vollkommen oxidirt, indem man dasselbe in einem Reverberir-Ofen calcinirt, dann das Oxid herausnimmt und pülvert.

2tens bringt man eine neue Menge Metalles in denselben Ofen, schmilzt sie, und sezt derselben die Hälfte ihres Gewichtes von dem Oxide der vorigen Operation zu. Man erhöht hierauf die Temperatur, und rührt das Gemenge sorgfältig um. Nach einigen Stunden sondert sich eine Menge, beinahe reinen, Kupfers in flüssiger Form ab, und verbreitet sich auf der Sohle des Ofens: was übrig bleibt; besteht aus den Zinn- und Kupfer-Oxiden, und etwas weniger Erde von dem Ofen. Dieß wird auf der Oberfläche des geschmolzenen Metalles gesammelt, in der teigigen Form, in welcher er als Schlake vorkommt, und mittelst eines Rechens oder einer Harke weggeschafft. Wenn auf diese Weise die Oberfläche des geschmolzenen Kupfers davon entblößt wurde, wird dieses in Blöke gegossen. Die Schlaken werden wieder gepülvert, und die metallischen Theile, welche noch in denselben enthalten sind, durch Abreiben oder auf Waschwerken aus denselben herausgefördert. Auf diese Weise erhält man aus 100 Kilogrammen Gloken-Metall ungefähr 50 Kilogramme Kupfer, welches kaum ein Hundertel fremdartiger Theile enthält.

3tens, mengt man die bereits gewaschenen Schlaken mit einem Achtel ihres Gewichtes gepülverter Holzkohle, und reibt oder mahlt die Mischung sorgfältig zusammen, damit man soviel möglich die innigste Vereinigung derselben bewirkt. Hierauf wird das Gemenge in den Reverberir-Ofen gebracht, und daselbst bei erhöhter Temperatur, eine zweite Wiederherstellung des Metalles bewirkt, woraus man eine Composition im flüssigen |68| Zustande erhält, die aus ungefähr 60 Theilen Kupfer und 40 Theilen Zinn besteht. Die Oberfläche des Metalles wird mit neuen Schlaken bedekt, die mehr Zinn, als bei der ersten Operation, enthalten.

4tens, diese Composition (aus 60 Theilen Kupfer und 40 Theilen Zinn) wird in demselben Reverberir-Ofen, aber ohne Umrühren, calcinirt. Die Luft, welche auf die Oberfläche des geschmolzenen Metalles wirkt, oxidirt das Zinn in weit stärkerem Verhältnisse, als das Kupfer, wodurch Schichten von Oxid gebildet werden, die eine gewisse Festigkeit erlangen, und die man von Zeit zu Zeit abnimmt. Diese Operation wird solang wiederhohlt, bis die Metall-Composition, welche zurükbleibt, Gloken-Metall ist, das dann in Blöke gegossen wird, welche demselben Verfahren unterzogen wurden, wornach das Gloken-Metall oben unter Nro. 1. behandelt wurde. Die Schichten von Oxid, welche nach und nach während dieser Operation abgenommen wurden, werden zusammen gemengt, mit Holzkohle vermischt, und in einem für die Reduction des Zinnes geeigneten Ofen in Metall verwandelt.

5tens, auf eine ähnliche Weise und in einem ähnlichen Ofen werden alle zinnreichen Schlaken reducirt, die man aus denjenigen erhielt, welche mit Holzkohle in dem Reverberir-Ofen, Nro. 3., behandelt wurden. Aus diesen erhält man eine Composition, welche aus 28 Theilen Kupfer und 72 Theilen Zinn besteht.

6tens, diese leztere Composition wird in einem Reverberir-Ofen auf dieselbe Weise, wie die Composition Nro. 4., behandelt, bis das flüssige Metall aus gleichen Theilen Kupfer und Zinn besteht: bis dahin hat es bloß Oxide von beinahe reinem Zinne gebildet. Die auf der Oberfläche gebildeten Lagen von oxidirtem Zinne werden nach und nach abgenommen, und die Operation so lang fortgesezt, bis die in flüssiger Form abgesonderte Composition auf Gloken-Metall reducirt ist, wo man dasselbe dann in Blöke gießt, welche zu den übrigen gethan, und wie Nro. 1. und 5. behandelt werden. Aus der Farbe der Schichten der Oxide, die sich auf der Oberfläche des Metalles bilden, erkennt man die Zeit, wo man dieselben abnehmen, und die Arbeit unterbrochen werden muß. Solang sie weiß sind, enthalten sie beinahe bloß reines Zinn-Oxid; wenn sie aber anfangen |69| grau zu werden, ist es ein sicheres Zeichen, daß sie Kupfer-Oxid halten, und wenn sie am Ende dunkelbraun werden, fassen sie eine große Menge Kupfer und die flüssige Composition, welche sie bedeken, ist Gloken-Metall geworden.

7tens, mischt man endlich das Zinn-Oxid mit dem zehnten Theile seines Gewichtes gepülverter Holzkohle, mahlt diese Mischung mit Wasser zusammen, und behandelt sie in dem Reducir-Ofen für Zinn. Auf diese Weise wird das Zinn in seinen metallischen Zustand zurükgeführt, und gewöhnlich hinlänglich rein erhalten. Wenn dasselbe jedoch noch zuviel Kupfer in sich fassen sollte, so ist es genug, wenn man dasselbe in einem Topfe von Gußeisen schmilzt und langsam bis auf jenen Grad erkalten läßt, wo es das Papier nicht mehr zu verkohlen vermag. Das Kupfer sezt sich in diesem Augenblike auf den Boden des Gefäßes (in Verbindung mit noch etwas Zinn) in Gestalt einer teigigen Masse. Die obersten Lagen des Metalles enthalten bloß Zinn, die man Lage um Lage abnehmen und in besondere Blöke gießen muß.

Auf diese Weise25) werden jezt die Schlaken benüzt, die man ehevor auf die Straßen warf. Einige Schlaken waren jedoch so sehr mit Erde verunreinigt, daß man sie für vollkommen unbrauchbar hielt. Es gelang indessen Hrn. Bréant, der erst seit kurzem anfing, sich mit Reduction der Schlaken des Gloken-Metalles zu befassen, dieselbe auf einen sehr hohen Grad von Vollkommenheit zu bringen, so daß er selbst noch einen bedeutenden Theil derjenigen Schlaken benüzen kann, welche die beßten Arbeiter wegwerfen zu müssen glaubten. Er hat zwar diese Methode noch nicht bekannt gemacht, verspricht aber dieses nächstens zu thun, und hat uns sehr bereitwillig die Basis seines Verfahrens mitgetheilt, das uns, in der That, ganz vorzüglich zu seyn scheint, wie aus folgendem Umrisse erhellt.

Um die zinnreichen Schlaken zu reduciren, wendet Hr. Bréant mehr Holzkohle an, als man gewöhnlich dazu brauchte und vermehrt die Schmelzbarkeit derselben durch zugesezte Auster-Schalen, Glas-Scherben, und selbst durch verglaste Schlaken, und bearbeitet dieselben in einem Reverberir-Ofen.

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Wenn das erhaltene Metall viel Zinn enthält, sezt er dasselbe auf der Sohle eines Reverberir-Ofens dem Feuer aus, wo er, durch eine dem verschiedenen Verhältnisse der in der Composition vorkommenden Metalle angemessene Hize, eine wahre Schmelzung bewirkt, wodurch das Zinn gänzlich abgeschieden wird. Metall-Tropfen bilden sich rings um die Kanten der Masse und laufen in Kugeln nach der schiefen Fläche der Sohle des Ofens hin: das flüssige Metall sammelt sich in einer Vertiefung, aus welcher es entfernt und in Blöke gegossen wird.

Wenn die auf diese Weise behandelte Composition Blei enthält, so findet sich dasselbe in demjenigen Theile, der zuerst ausschmilzt; hierauf schmilzt das Zinn aus, und der zulezt ausschmelzende Theil enthält mehr oder weniger Kupfer. Man kann also die erhaltenen Producte so abtheilen: zuerst bleihältiges Zinn; dann bedeutend reineres Zinn; endlich Zinn in Verbindung mit Kupfer.

Eine schwammige, sehr schöne Kristallisationen bildende Masse bleibt zurük, und enthält gewöhnlich zuviel Kupfer, um das Zinn durch Ausschmelzung fahren zu lassen: dieses muß hier durch Oxidation geschieden werden.

Es erhellt aus diesem Verfahren, daß Hr. Bréant durch dasselbe die Zahl der Reduktionen und Oxidationen bedeutend vermindert, und folglich dabei nicht den ungeheueren Verlust an Zinn erleidet, welcher dadurch entsteht, daß dasselbe durch die Stärke der Flamme, welcher es bei einer so hohen Temperatur so lange Zeit über ausgesezt ist, verflüchtigt wird. Er braucht weniger Brenn-Material; er erspart bedeutend an Auslagen bei der Arbeit; seine Operationen sind nicht so zahlreich, und er erhält theils reinere Resultate, theils bloß zweifache, wohlbekannte Verbindungen, die zu den verschiedenen Zweken, zu welchen sie dienen, leichter unmittelbar verwendet werden können.

Hr. Bréant hat auf diese Weise mehr denn eine Million Kilogrammen Schlaken auf eine sehr vortheilhafte Weise behandelt, und 40 Centimen an 100 Kilogrammen reinen Gewinn gemacht. Ehe er dieselben auf diese Weise benüzte, wurden mehrere Millionen derselben (und noch viel reichere, als diejenigen |71| waren, die er behandelte) um 5 Centime das Hundert Kilogramme verkauft.

Analyse des Bronzes. Man erkennt die Metalle, aus welchen der Bronze zusammengesezt ist, indem man ein Stükchen desselben entweder in Körner oder in Plättchen verwandelt, und einen Theil davon in Salpeter-Säure auflöst. Nachdem alle Metalle, aus welchen der Bronze besteht, wie Kupfer, Zink, Blei und Eisen, aufgelöst sind, schlägt das Zinn sich von selbst in Gestalt eines weißen Pulvers nieder, und die übrige Auflösung wird durch die gehörigen Reagentien auf ihre Bestandtheile geprüft. Hierauf verfährt man auf folgende Weise.

Wenn der zu analysirende Bronze nur Kupfer und Zinn enthält (wie es bei Medaillen, Cymbeln, Gongs, Kanonen und anderen Artikeln gewöhnlich der Fall ist), wiegt man genau eine bestimmte Menge dieses, vorläufig in Körner oder Plättchen zerkleinten Bronzes, z.B. 10 Gramme ab, und gibt sie in ein kleines Kolben-Glas. Nachdem man 60 Gramme reine, ungefähr 30grädige Salpetersäure auf diese 10 Gramme Bronze gegossen hat, bringt man das Glas auf einen kleinen Ofen, und erhöht mittelst Holzkohlen allmählig die Temperatur desselben. Die Salpetersäure wird durch ihre Einwirkung auf den Bronze zersezt: ein Theil ihres Sauerstoffes wirkt zugleich auf das Kupfer und das Zinn, und bildet Zinn-Peroxid, welches unauflösbar ist, und als weißes Pulver in der Flüssigkeit zu Boden fällt, während das salpetersaure Kupfer aufgelöst bleibt, und das Ammonium und Stikstoff-Deuteroxid, wo es in Berührung mit der atmosphärischen Luft geräth, in Form rother Dämpfe entwikelt wird. Sobald man wahrnimmt, daß die Metall-Theilchen keine Veränderung mehr erleiden, und kein Gas mehr entwikelt wird, selbst wenn die Auflösung siedet, so ist die Zersezung vollendet26). Die Auflösung wird sodann beinahe bis zur Trokenheit abgeraucht, um die überschüssige Säure wegzutreiben, hierauf mit Wasser verdünnt und auf ein Filtrum gegossen, und |72| alle Theilchen des an den Wänden des Glases anhängenden Zinn-Oxides müssen aus das sorgfältigste durch Auswaschen mit Wasser gesammelt werden.

Das Filtrum hierzu muß aus gutem ungeleimten Papiere bereitet werden, welches vorläufig mit schwacher Salpetersäure ausgewaschen und gut getroknet wurde. Man muß entweder das Filtrum vor dem Gebrauche genau abwiegen, oder man kann zwei Filtra zugleich zusammen legen, und diese dadurch gleich schwer machen, daß man von dem schwereren so lang etwas wegstuzt, bis es dem anderen gleich wiegt, worauf man dann das eine in das andere stekt. Wenn die Filtra während der Operation gleich schwer bleiben, so kann man annehmen, daß sie vollkommen gleich vorgerichtet waren, und es ist dann überflüssig, eines derselben zu wägen, indem das äußere immer als Tara für das innere dient27).

Der auf dem Filtrum zurükbleibende Rükstand wird mit reinem Wasser so lang ausgewaschen, bis das durchlaufende Wasser die Lackmuß-Tinctur nicht mehr röthet. Beide Filtra werden hierauf getroknet, auseinander gehoben, und gegen einander, in jeder Wagschale nämlich eines derselben, abgewogen: der Unterschied zwischen dem Gewichte beider zeigt genau das Gewicht des erhaltenen trokenen Niederschlages. Da aber dieser Niederschlag immer etwas Wasser enthält, so muß man einen Theil desselben in einem Platinna-Tiegel bis zum Rothglühen erhizen, und den Verlust, den dieser Theil erlitt, in gehörigem Verhältnisse bei der ganzen Menge des Niederschlages in Anschlag bringen, wodurch man das reine Gewicht des Zinn-Peroxides erhält. Da dieses Zinn-Peroxid aber aus

21,39 Sauerstoff,
78,61 Zinn,
–––––
100

besteht, so erhält man das Gewicht des Zinnes in jenem Niederschlage, wenn man das Gewicht desselben mit 78,61 multiplizirt |73| und das Product durch 100 theilt. Aus dem Gewichte des Zinnes erhält man dann auch das Gewicht des in dem untersuchten Bronze enthaltenen Kupfers, wenn die Analyse gehörig durchgeführt wurde.

Wenn man indessen auch die Menge Kupfers darstellen wollte, müßte man alle Auflösungen und Absüß-Wasser sammeln, und das salpetersaure Kupfer, welches sie enthalten, durch überschüssiges Pottasche- oder Soda-Hydrat (Auflösung von kaustischer Pottasche oder Soda) zersezen, und die gebildeten Kupferhydrat- und Kupferdeuteroxid-Niederschlage so lange abwaschen, bis die Absüß-Wasser weder die Malven-Blumen mehr blau oder roth färben, oder das Lakmuß-Papier röthen. Der Niederschlag muß sodann gesammelt und roth geglüht werden, damit er Kupfer-Deuteroxid bildet, worauf man ihn wiegt, und aus seinem Gewichte die Menge reinen Kupfers nach der Bestimmung findet, daß Kupfer-Deuteroxid aus

80 Theilen Kupfer,
20 Theilen Sauerstoff
––––
100

besteht.

Wenn der zu untersuchende Bronze aber Kupfer, Zinn, Zink, Blei, und zufällig etwas Eisen enthält (wie jener an den Statüen der Gebrüder Kellermann, an mehreren vergoldeten Bronze-Waaren und vielen alten Geräthen von Bronze) so muß man denselben auf folgende Weise untersuchen.

Man scheidet zuerst nach der vorher angegebenen Weise das Zinn aus. Die übrigen Metalle befinden sich in der Auflösung und in dem zusammen geschütteten und abgedampften Absüß-Wassern.

Nachdem man sie mit Wasser verdünnt hat, sezt man so lang eine Auflösung von schwefelsaurer Pottasche oder Soda zu, bis aller Niederschlag aufhört. Auf diese Weise wird alles Blei als schwefelsaures Blei ausgeschieden, und in Form eines weißen Pulvers niederfallen. Dieser Niederschlag wird unter der oben angegebenen Vorsicht mittelst des Filtrirens und Absüßens erhalten, und aus dem Gewichte des schwefelsauren |74| Bleies findet man die Menge des in demselben enthaltenen Bleies, indem man weiß, daß schwefelsaures Blei aus

68,252 Blei
5,362 Sauerstoff
Blei-Oxid
26,386 Schwefelsäure

besteht. Nachdem man nun alle Auflösungen und Absüß-Wasser gesammelt hat, gießt man Ammonium im Ueberschusse zu, wodurch das Eisen-Oxid in röthlichbraunen Fleken niedergeschlagen wird: die Zink- und Kupfer-Oxide bleiben aufgelöst. Man scheidet den Eisenniederschlag durch Filtriren ab, und wäscht ihn mit destillirtem Wasser aus. Man sammelt noch ein Mahl die Auflösung und die Aussüß-Wasser, und sezt Pottasche im Ueberschusse zu; raucht die Mischung ab um das Ammonium zu verjagen, und bringt, nachdem man dem Rükstande Wasser zugesezt hat, das Ganze zum Sieden, wodurch das Zink-Oxid wieder aufgelöst wird, das Kupfer-Oxid aber unaufgelöst bleibt. Nachdem man dasselbe auf dem Filtrum gesammelt hat, bestimmt man nach der oben angegebenen Weise die Menge darin enthaltenen Kupfers. Auf ähnliche Weise schließt man auch aus dem Eisen-Tritoxide auf die Menge reinen Eisens28). Um die Menge Zinkes zu bestimmen, sezt man Hydrochlor- oder Schwefelsäure in geringem Ueberschusse zu, wodurch die Pottasche und das Zinkoxid in Hydrochlor- oder schwefelsaure Salze verwandelt werden. Wenn man hierauf wieder basische kohlensaure Pottasche oder Soda zusezt, so wird alles Zinkoxid in Verbindung mit der Kohlensäure niedergeschlagen. Wenn man nun diesen Riederschlag sammelt, wäscht, troknet, und bis zur Rothglühhize calcinirt, so wird er zersezt, und es bleibt nichts, als Zinkoxid, zurük, aus welchem man die Menge des darin enthaltenen Zinkes nach dem Grundsaze findet, daß Zinkoxid aus 100 Theilen Zink und 24,797 Sauerstoff enthält.

Da dieser lezte Theil der Analyse, durch welche man den Zink erhält, etwas complicirt ist, und folglich leicht unzuverläßig werden kann, so bedient Hr. d'Arcet sich einer anderen Methode.

|75|

Er wiegt Ein Gramm des zu analysirenden Bronzes ab, wo möglich, dasselbe in einem ganzen Stüke zu erhalten, welches er, um dasselbe nach der Operation desto leichter zu finden, in ein Stük Papier einwikelt, und in einen kleinen Tiegel, umringt mit fein gepülverten Holzkohlen, bringt. Er schließt den Tiegel mit einem irdenen Dekel, lutirt ihn29), und hizt ihn in der Muffel eines Kuppel-Ofens. Das Blei und der Zink sondern sich ab, und das Gewicht des Stükes Bronze wird folglich vermindert. Er nimmt es aus dem Feuer, ehe der Gewichts-Verlust sein Maximum erreicht hat, und wiegt es; bringt es dann wieder in das Feuer, nimmt es heraus und wiegt es, und wiederhohlt diese Operation so lang, bis das Gewicht, nachdem es bei zwei bis drei Wägungen eine fortschreitende Abnahme gezeigt hat, um ein oder zwei Tausendtheile (Milliemes) zunimmt. Diese Vermehrung des Gewichtes rührt von einer Verbindung zwischen der Holzkohle und dem Kupfer her, nachdem alles Blei und aller Zink entfernt ist, und dieß ist der entscheidende Augenblik, den man ergreifen muß um den Gewichts-Verlust zu bestimmen, der durch Verflüchtigung des Zinkes Statt hat. Wenn man das Maximum des Gewichts-Verlustes genau berechnet hat, so erhält man das Gewicht des Zinkes, indem das Gewicht des Kupfers und des Zinnes durch die auf nassem Wege angestellte Analyse bekannt ist.

Wenn der Bronze auch Blei enthält, so verschwindet dieses zugleich mit dem Zinke: das Gewicht des Bleies ist aber vorher durch die Analyse auf nassem Wege bekannt, und man darf das Gewicht desselben von jenem des Verlustes abziehen, um das Gewicht des Zinkes zu erhalten.

So schwierig dieses Verfahren, wegen der vielen Versuche, die hierbei nöthig sind, auch immer scheinen mag, so ist es für diejenigen, die dasselbe öfters vorgenommen haben, doch |76| sehr leicht. Die Analysen des Bronze werden auf der Münze immer auf diese Weise angestellt, und man ist daselbst in diese Methode sehr eingeübt, daß niemahls ein Unterschied von einem halben Tausendtheile dabei zum Vorscheine kommt.

|45|

Hr. de Puymaurin bekam den Auftrag, 1000 Medaillen von 22 Linien im Durchmesser aus einem Bronze zu verfertigen, der 10 Hunderttheile Zinn enthielt. Sie waren als Präsent der Herzoginn von Berry für die Hökerweiber der Halle zu Paris bestimmt. Der stählerne Prägestok, den er hierzu erhielt, bekam nach dem Ausprägen von 50 Medaillen, für welche der Braveur gut stehen mußte, einen Sprung, und es war keine Wahrscheinlichkeit vorhanden, daß er die Prägung von 1000 Stüken in Bronze würde aushalten können. Der Augenblik war indessen zu dringend, und man suchte denselben noch weiter fort brauchen zu können. Die 1000 Medaillen wurden geprägt, |46| ohne daß der Sprung sich im Mindesten weiter ausgedehnt hätte. A. d. D.

|46|

Diese alte katholische Weise ward erst im vorigen Jahre in Deutschland in einer evangelischen Stadt neu aufgeführt. A. d. Ueb.

|47|

Und auch die Dike und die Fassung. A. d. Ueb.

|50|

46 Loth im Zentner; also mehr als 0,015 des Gewichtes. Diese Menge Silbers scheint wirklich außerordentlich. Hr. Darcet hat nie eine bedeutende Menge gefunden, obschon er eine Menge antiken römischen Bronzes analysirte. A. d. O.

|51|

Im Originale heißt es 1750. Wir haben hiervon Notiz gegeben, Polyt. Journ. Bd. XII. S. 105.

|52|

Wir wissen, daß die Werkmeister, die die Oberaufsicht über die Gußwerke haben, nicht immer an denselben gegenwärtig seyn können; und da sie nie eine eigene Bildung für Mechanik genossen haben, kann man sich nie auf dieselben verlassen, und auch nicht erwarten, daß sie eine Kunst vervollkommnen werden, die sie alsogleich aus dem Auge verlieren müssen, sobald die Regierung ihnen eine andere Bestimmung gibt. Wär es nicht gut ein eigenes Departement für Mechaniker zu |53| errichten? A. d. O. In so fern alles Departemental-Wesen gewöhnlich schlecht ist, würde es dann mit der Mechanik noch schlechter werden. A. d. Ueb.

|54|

Das Verhältnis des Zinnes spielt an denselben zwischen 8 bis 12 Zinn auf 100 Kupfer. A. d. O.

|54|

Wir wissen, daß die Härte der Kanonen im geraden Verhältnisse zu der Menge des beigesezten Zinnes, die Zähheit aber im umgekehrten Verhältnisse zu derselben steht. A. d. Ueb.

|56|

Die grüne Farbe, die man patine nennt, und die die Römer ärugo nannten, ist das Werk der Zeit. Das Korinthische Erz besaß eine schöne hellgrüne Farbe, das dem grünen Moose auf Bäumen (mucor furfuraceus? Ueb.) ähnlich ist. Es scheint, daß die Metalle, aus welchen der Bronze besteht, eine Aenderung bei der Bildung dieses farbigen Ueberzuges erleiden, und zwar im Verhältnisse der relativen Mengen, in welchen sie in demselben vorkommen. Diese, durch die Einwirkung des in der atmosphärischen Luft enthaltenen kohlensauren Gases und Sauerstoffes hervorgebrachte Patine, zu deren Erzeugung auch noch Nässe und Winde beitragen, enthält Sauerstoff, Kohlensäure, Kupfer, Zinn, Zink, Thonerde, Kieselerde, Kalk und einige Spuren von Blei. A. d. O.

|58|

Man weiß, daß mehr Gold nöthig ist, um die Oberfläche des Bronzes zu deken, wenn die Farbe desselben weniger gelb ist. Compositionen, welche allein aus Kupfer und Zinn bestehen, lassen sich auf die gewöhnliche Weise nicht leicht reinigen; die Salpetersäure oxidirt das Zinn; die Oberfläche des Bronzes nimmt dadurch eine grauliche Farbe an, die mit Kochsalzsäure weggeschafft werden muß, und das Temperiren, wodurch diese Composition mehr dehnbar wird, kann in diesem Falle nicht mit Vortheile angewendet werden, indem es die Mischung für das Amalgam zu leicht durchdringlich machen würde. A. d. O.

|58|

Der im Handel vorkommende Messing, und das verzinnte, zugleich mit Loth versehene, Kupfer hält im Durchschnitte im Zentner

Messing:Verzinntem Kupfer:
Kupfer 63,70.– – – 97
Zink 33,50.– – –
Zinn 2,55.– – – 2,5
Blei 0,25.– – – 0,5
––––––––––
100.100.

Vergl. Annales de Chemie T. V. Chaudet, et Annales des Mines. T. III. Berthier. A. d. O.

|59|

Die Analyse eines Stükes vergoldeten Kupfers oder Bronzes aus China, und eines anderen aus Berlin überzeugten Hrn. Darcet, daß Ersteres nur Kupfer, Zink und Blei enthielt, und Lezteres Kupfer und Zink: diese Ausnahmen sind öfters nothwendig, je nachdem die Art des Werkes verschieden ist. A. d. O.

|59|

Annales de Chimie. T. V. p. 113. 225. A. d. O.

|59|

Die erstere dieser zwei Verbindungen ist N. 7. in der folgenden Tabelle. Die dort erklärten Resultate beweisen auf eine positive Art, daß man einem Bronze von einer solchen Mischung jede verlangte Form zu geben im Stande ist. A. d. O.

|60|

Wir haben oben, unter dem Artikel: Bronze-Medaillen, erwiesen, daß die Dichtheit des Bronzes um ein Siebzehntel vermehrt wird, wenn man die Menge des angewendeten Zinnes von 5 auf 20 Hunderttheile vermehrt. Die Harte und Undurchdringlichkeit dieser Composition, ausser der oben angeführten wichtigen Anwendung, die man von derselben machen kann, läßt sich gleichfalls bei Verfertigung von Pumpen und Hähnen sehr gut benüzen. Es gelang Hrn. Perkins, mittelst sehr genau gebohrter Cylinder, welche in einen massiven Bronze-Blok eingebohrt wurden, einen Druk von 2000 Atmosphären hervorzubringen. Er hat, mittelst dieses ungeheueren Drukes, erwiesen, daß das Wasser sich zusammen drüken läßt und elastisch ist: eine That-Sache, die man vor ihm nicht kannte. Es ist erwiesen, daß, bei einem geringeren Druke, Wasser durch sehr dikes Sußeisen durchgeht, wie in der hydraulischen Presse, und daß auch Queksilber unter dem Druke mehrerer Atmosphären durch Guß-Eisen durchgedrükt werden kann. A. d. O.

|61|

Es ist hier nicht überall richtig addirt, oder die Zahlen sind unrichtig. A. d. Ueb.

|66|

Im Handel kommen eine Menge von Waaren aus sogenanntem Weiß-Metall (White Metall) vor, welches ein Gemenge von Kupfer, Zinn, Blei, Zink, Eisen etc., ohne bestimmtes Verhältniß, ist. Man nennt es auch Knopf-Metall (Button-Metall) und erhält es durch Zusammen-Schmelzen verschiedener alter Bruchstüke von Kupfer, Messing etc. A. d. O.

|66|

Nach einem vor dem Institute über diese Anstalt erstattenen Berichte war das an derselben erhaltene Zinn sehr gut; es enthielt jedoch, so wie das englische Zinn, etwas Kupfer; aber diese beiden Zinn-Arten sind etwas brüchiger und mehr matt, als Malacca-Zinn, was wahrscheinlich von dem Bleie herrührte, welches sie enthielten. Der Ausschuß, der diesen Bericht erstattete, und aus den HHrn. Vauquelin, Deyeux, Guyton und Sage bestand, fand, daß das englische Zinn, so wie jenes der HHrn. Aufrye und Lecour, in 100 Theilen

98,5reines Zinn,
1,0Blei,
0,5Kupfer,

enthielt. Malacca Zinn, als das reinste im Handel vorkommende Zinn, kann wohl zwanzig Mahl gebogen werden, ehe es bricht, zeigt beim Brechen bedeutende Stärke, und biethet ein eigenes Korn dar. Das englische Zinn, so wie jenes der HHrn. Aufrye und Lecour brach aber |67| schon bei dreimaligem Biegen, und zeigte ein grauliches Korn im Bruche. Hr. Bréant erhielt durch ein, alsogleich zu beschreibendes Verfahren so reines Zinn, daß man es zur Spiegel-Belegung brauchen konnte. A. d. O.

|69|

Gill's polytechn. Repos. Nro. 22. S. 236.

|71|

Sollten jedoch die Bronze-Theilchen nicht vollkommen zersezt worden seyn, und zeigt sich keine weitere Einwirkung mehr auf dieselben, so kann man noch etwas Salpetersäure zusezen, A. d. O.

|72|

Wenn man nicht das gehörige Papier hierzu genommen hat, so kann ein Theil des Präcipitates durch das erste Filtrum durchdringen und auf dem zweiten liegen bleiben, wodurch, wie man von selbst einsieht, das Resultat ganz unzuverlässig ausfällt. A. d. O.

|74|

Im Eisen-Tritoxide sind 100 Theile Eisen mit 42,31 Sauerstoff verbunden, nach Thénard; nach Berzelius aber mit 44,224 Sauerstoff. A. d. O.

|75|

Wenn die Lutirung troken wird, so bekommt sie Sprünge, welche sorgfältig verstrichen werden müssen, indem sonst die Luft Zugang in den Tiegel finden, die Holzkohle verbrannt und das Metall oxidirt werden könnte, wodurch die Operation gänzlich mißlingen würde. A. d. O.

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