Titel: Tylly's hydro-pneumatisches Löthrohr.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1824, Band 13, Nr. XX. (S. 137–145)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj013/ar013020

XX.  Tylley's hydro-pneumatisches Löthrohr zum Gebrauche für Chemiker, Emaillirer, Probirer, Glasblaser etc.47) Mit Anmerkungen von Hrn. Th. Gill.

Aus dem XXXI. Bande der Transactions of the Society for the Encouragement of Arts Manufactures and Commerce, in Gill's Technical Repository. November 1823. S. 332.

Mit Abbildungen auf Tab. IV. (Im Auszuge).

Hr. Tilley, ein reisender Glas-Blaser, überreichte der Society of Arts im Jahre 1812 sein Löthrohr, und erhielt von derselben 15 Guineen für seine Erfindung, welche in einem zinnernen oder kupfernen und verzinnten Gefäße besteht, das mit einer von dem oberen Theile bis auf Einen Zoll ungefähr von dem Boden hinabreichenden Scheidewand versehen, und bis auf zwei Drittel mit Wasser gefüllt ist. Mittelst einer Röhre, die ungefähr bis auf einen halben Zoll von dem Boden hinabreicht, bläst man an dem luftdichten Ende in das Wasser. Die Luft steigt in Blasen durch das Wasser hinauf, und drükt dieses unter der Scheidewand in die andere Abtheilung hinüber, wo dann endlich die Schwere des Wassers auf die eingeblasene Luft wirkt, und dieselbe durch ein Löthrohr in die Flamme einer |138| Lampe solang treibt, bis alle Luft verzehrt ist. Damit der Luftstrom immer gleich stark bleibt, bläst man von Zeit zu Zeit neue Luft in das Gefäß. Der ganze Apparat wiegt, mit Lampe und Futteral, nur 3 1/2 Pfund, und kostet, aus verzinntem Kupfer, nur 2 1/2 Guineen.

Die gewöhnliche Vorrichtung zum Blasen kleinerer Glas-Arbeiten besieht in ein paar Blasebälgen, die unter einem Tische angebracht sind, mit dem Fuße getreten werden, und von welchen eine Röhre auf dem Tische emporragt, die in die Flamme einer Lampe bläst. Hierdurch entsteht nothwendig eine Unregelmäßigkeit in dem Luftstrome, und ein Flattern der Flamme, wodurch die Hize ungleichförmig wird. Tilley's Gebläse beseitigt diese Nachtheile48) Fig. 1. stellt seine Maschine im Durchschnitte dar, und Fig. 2. im Perspektive und in voller Thätigkeit. AA, ist ein Gefäß aus verzinntem Eisen- oder Kupfer, ungefähr 17 Zoll hoch, 5 weit, und 9 breit: der Dekel öffnet sich in Angeln und trägt die Lampe, B, die mit Talg, statt mit Oehl, unterhalten wird. C, ist das Blaserohr, durch welches die Luft in das Gefäß geblasen wird, D, in Fig. 1, ist die schiefgeneigte Scheidewand, welche das Gefäß in zwei Kammern, E und F, theilt; da sie aber nicht ganz bis auf den Boden reicht, so stehen diese beiden Kammern unten mit einander in Verbindung. Die Kammer, F, ist oben luftdicht geschlossen; die andere, E, ist bloß mit dem Dekel des Gefäßes bedekt, und kann folglich gegen die äußere Luft als offen betrachtet werden. Die Röhre C, Fig. 1, ist oben bei ihrem Eintritte in die Kammer luftdicht eingelöthet, und steigt bis nahe an den Boden des Gefäßes, wenigstens tiefer als die Scheidewand, D, hinab, so daß ihre untere Oeffnung stets unter Wasser getaucht ist. Der metallne Theil des Löthrohres, G, der den Luftstrom in die Flamme der Lampe leitet, ist gleichfalls in der Deke der Kammer, F, eingelöthet, und hält eine gekrümmte Glasröhre, a, die sich in eine sehr kleine und zarte Oeffnung endet, und luftdicht in die zinnerne oder kupferne Röhre, g, einreibt. Wenn man nun in die Röhre, C, |139| bläst, so wird die Luft durch dieselbe in Bläschen durch das Wasser in dem oberen Theile der Kammer, F, aufgetrieben; hierdurch wird eine verhältnißmäßige Menge Wassers unter der Scheidewand, D, in die andere Kammer, E, hinübergedrükt, und die Höhe der Wassersäule in derselben in dem Maaße vermehrt, als sie in F vermindert wird; und da nun das Wasser sich wieder ins Gleichgewicht zu stellen bemüht, so entsteht ein stetiger Druk auf die Luft oben in F, welche dann durch die Röhre, a, in die Flamme der Lampe hinausfährt. Es ist daher nicht nöthig, ununterbrochen mit dem Munde zu blasen; denn der Druk des Wassers wirkt stetig fort, wenn auch die Luft in Zwischenräumen eingeblasen wird, was nur dann zu geschehen braucht, wenn die Gewalt des Luftstromes bedeutend nachläßt.

Der metallne Stiefel oder Einsaz, welcher die gläserne Röhre, a, mit dem Gefäße, A, verbindet, ist kegelförmig; man wikelt zuvörderst einen Streifen Papier um die Glasröhre, und windet dann Baumwollengarn kegelförmig auf dieselbe auf, so daß sie genau in den Stiefel paßt, und doch nach asten Seiten hin gedreht werden kann. Auf eine ähnliche Weise ist die andere gekrümmte metallne Röhre, C, in dem unteren Theile der Blaseröhre befestigt. HH, sind zwei Leisten eines zinnernen Rahmens, der vorne an diesem Apparate angebracht ist. Diese Leisten sind innenwendig mit Furchen versehen zur Aufnahme einer Zinnplatte, I, die auf- und abwärts geschoben werden kann, und als Schirm dient, welcher das Auge des Arbeiters vor dem Lichte der Lampe schüzt, während er über denselben weg auf seine Arbeit sieht. Dieser Schirm ist so befestigt, daß sein Fuß zwischen dem Dekel des Gehäuses und der oberen Wand der geschlossenen Kammer, F, zu stehen kommt. K, ist einer der beiden Griffe, auf welche der Arbeiter seine Arme stüzt, während er das Glas in die Flamme hält: der andere Griff befindet sich diesem gegenüber auf der anderen Seite. Diese beiden Griffe werden mit Tuch-Enden oder Leder umwunden, so daß sie eine Art von Kissen bilden, und das Gefäß selbst wird mittelst eines Riemens, der an den Henkeln an jeder Seite angeschnallt wird, und unter einer Bank oder unter einem Stuhle durchläuft, auf diesen befestigt.

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Die Lampe ist von Zinn, und elliptisch oder vielmehr bohnen- oder nierenförmig an einer Seite nämlich eingebogen; quer über den Mittelpunct derselben steht ein metallner Dochthälter, mit einem Ringe an einet Seite, und an dem Boden der Lampe angelöthet: siehe Fig. 3. Durch diesen Ring wird der Docht von Baumwollengarn gezogen, und wenn er abgeschnitten, und nach beiden Seiten hin geöffnet wurde, wie diese Figur und Figur 5 zeigt, so bildet er einen Durchgang durch die Mitte, durch welchen der Luftstrom von a aus durchfährt, (Fig. 1 und 5) und die lang zugespizte Flamme auf den zu erhizenden Gegenstand hinbläst. Die Lampe (Fig. 3 und 5) ist mit Talg gefüllt, der durch die Hize geschmolzen, flüssig wird und so gut wie Oehl brennt, weniger riecht, in der Kälte leichter erstarrt, und dadurch leichter tragbar wird. Die Lampe wird in ein anderes Gefäß, B, Fig. 1, 2, und 5, eingesezt, in welchem dieselbe auf der gehörigen Höhe gehalten wird: der Raum rings umher zwischen der Lampe und diesem Gefäße dient zur Aufnahme des Talges, wenn welcher abfällt.

Der lange, flache Baumwollen-Docht der Lampe dient besser als der gewöhnliche runde. Das Ende des gläsernen Löthrohres, a, muß gerade in die Flamme eintreten, wenn der ausfahrende Luftstrom einen Flammenkegel nach der entgegengesezten Seite hin bilden soll: wird der Luftstrom gehörig geleitet, so ist dieser Kegel deutlich und vollkommen umschrieben, und erstrekt sich auf eine beträchtliche Länge. Man muß wohl Acht geben, daß der Luftstrom nirgendwo auf den Docht aufschlägt, indem derselbe sonst in Unordnung gebracht, und der Kegel in mehrere Theile zerspalten werden würde. (Ein am Ende zugespizter, und, wie in Fig. 4. gebogener Draht taugt sehr wohl zum Ebenen des Durchganges des Luftstromes durch den Docht). Der Luftstrom muß etwas über dem Dochte auffallen, und da, wenn die Flamme nicht bedeutend stark ist, zu wenig Feuer für die Wirkung des Luftstromes übrig bliebe, muß der Docht, wie in Fig. 3., geöffnet werden, damit er eine größere Oberfläche, und die möglich größte Flamme darbiethet. Der Luftstrom muß aus dem Löth-Rohre durch den Canal oder durch die Oeffnung des getheilten Dochtes durchgeführt werden, wenn er den vollkommensten und glänzendsten Kegel bilden soll: der Theil des Kegels, der der |141| Lampe zunächst ist, ist gelblich weiß, der entferntere blau oder purpurfarben.

Der zu hizende Gegenstand wird in die Flamme gehalten, und zwar am Ende des gelblichweissen Theiles, wo die Hize am größten ist, und wo er nicht vom Ruße beschmuzt wird, der die weiße Flamme begleitet.

Wenn man Glasröhren in diesen Theil der Flamme bringt, so werden sie leicht biegsam und können gebogen, oder in Faden und Spizen gezogen und hermetisch geschlossen werden; sie können, wo man an dem anderen Ende einbläst, in Kugeln oder in verschiedene Formen, die der Operateur zu geben wünscht, geblasen werden.

Was die Anwendung dieses Löthrohres in chemischer, mineralogischer und technischer Hinsicht betrifft, so ist sie ohnedieß bekannt: nur muß man bemerken, daß die Kohle, auf welcher man den zu untersuchenden Gegenstand unter die Flamme bringt, feinkörnig, dicht und gehörig gebrannt ist; denn, wo sie zu wenig verkohlt wäre, würde sie wie ein Stük Holz trennen, und den Gegenstand verdunkeln, und zu stark gebrant, würde sie zu leicht eingeäschert werden, so daß der Gegenstand darin verloren gehen könnte. Die Holzkohle vermehrt durch die zurükschlagende Flamme die Hize gewaltig, und erhizt auch den Gegenstand auf der gegenüberstehenden Seite, verbreitet also eine ganze Atmosphäre von Hize und Flamme um den zu untersuchenden Körper, die die Hize nicht so schnell entweichen läßt, als wenn man denselben aus dem Flammenkegel herausnimmt, oder in freier Hand hält etc.

Um zu verhüthen, daß man nicht mehr Talg als nöthig braucht, ist es gut mehrere Lampen mit Dochten zu haben, z.B. eine mit 2 flachen Dochten (wie bei den Liverpool-Lampen) von ungefähr 4/5 Zoll Breite; eine mit 4, und eine dritte mit 6 Dochten, oder für soviel Garn, als diesen an Umfang gleich kommt.

Auch die gläsernen Löthröhrchen müssen verschiedenen Durchmesser in ihren Oeffnungen für die verschiedenen Dochte und Flamme besizen, damit sie verhältnißmäßig Luft ausströmen können, und wenn Glas geblasen werden soll, muß der Schnabel etwas nach aufwärts gerichtet seyn.

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Auch Schweinfett ist eben so gut zur Lampe, wie Talg, wo nicht besser.

Bemerkungen über diesen Apparat und Verbesserungen an demselben von Hrn. Gill.

Hr. Gill hat sowohl Hrn. Tilley, als den Secretär der Gesellschaft, Hrn. Taglyr sel. Andenkens, bei dem Gebrauche dieses Löthrohres öfters beobachtet, und sich daher zu folgenden Bemerkungen veranlaßt gefunden.

Die größte Unbequemlichkeit bei Anwendung dieses Apparates fand er in dem häufigen Verderben der gläsernen Löthröhren, deren Spize sehr oft zuschmolz, wenn sie nur einen Augenblik in der Flamme gelassen wurden, ohne daß Luft aus denselben ausströmte. Er entschloß sich daher zu einem bequemeren Verfahren bei Verfertigung dieser Röhren, als jenes des Hrn. Tilley war, welcher jedes solche Röhrchen aus einem Theile einer gebogenen Glasröhre verfertigte. Er bog eine Glasröhre unter einem bestimmten Winkel, die dann zur Aufnahme aller übrigen Löthröhrchen diente, die er leicht dadurch bilden konnte, daß er bloß bei starker Hize ein Stük einer anderen Glasröhre erweichte, und dann zu gehöriger Form und Stärke auszog; dann wieder einen anderen Theil derselben Röhre in gehöriger Entfernung erweichte und auszog, u.s.f., bis er eine hinlängliche Anzahl solcher Theile bearbeitet hatte. Dann schnitt er diese Röhre mittelst eines eigenen Messers in so viele Theile, als er Löthröhrchen daraus machen konnte, und erhielt auf diese Weise aus einem Stuf Röhre, aus welchem Hr. Tilley nur ein Löthröhrchen erhalten hätte, fünf bis sechs solche Röhrchen. Fig. 6. zeigt eine solche gebogene Glasröhre mit dem Röhrchen in derselben. Fig. 7. ist die Glasröhre, welche durch das Ausziehen bei LL, verengt wurde, und bei MM, und M durchschnitten wird. Fig. 3. und 9. stellt zwei solche Löthröhrchen einzeln dar; eines mit einer feineren Spize und Oeffnung, das andere mit einer gröberen. Diese Löthröhrchen lassen sich leicht in der gekrümmten Röhre luftdicht befestigen, wenn man ein Stükchen Silber- oder Seidenpapier um dasselbe windet. Fig. 10. zeigt das oben erwähnte Messer zum Schneiden der Glasröhren im Durchschnitte: |143| es ist ungefähr acht Zoll lang, verschmälert sich in eine Spize, und ist mit einem hölzernen Hefte versehen. Der Stahl an diesem Messer muß ganz hart gelassen werden, und es erhält nur dadurch seine Schneide, daß man es an beiden Seiten mit einem Schuster-Wezstein (shoe-maker's gritstone ) reibt; eben so wird es auch geschärft, wenn es stumpf geworden ist. Dieses Messer ist weit besser als die dreiekigen Sägefeilen, welche die Barometer-Macher gewöhnlich hierzu brauchen, und selbst besser als die Lancashirer glatten Feilen, die andere Glas-Bläser brauchen. Wenn die Spize des Löthröhrchens zu fein ist, so kann man sie leicht dadurch stärker machen, daß man etwas mehr von dem Ende wegschneidet, worauf man sie bloß auf einem Wezsteine, wie ihn die Zimmerleute brauchen, abreibt.

Fig. 11. zeigt eine messingene Zange von vorne, und Fig. 12. von der Seite. Sie ist aus steif gewalztem Messing, ungefähr ein Achtel Zoll dik und 7 Zoll lang; ihre kreisförmigen Enden haben ungefähr 2 Zoll im Durchmesser. Hr. Tilley brauchte sie zum Flachdrüken der Riechfläschchen und ihrer Stöpsel; auch zum Drüken der rothglühenden Glasenden, um dieselben zu verdiken, ehe man sie zu Kugeln ausbläst.

Figur 13. zeigt einen anderen Schirm von Zinn, den Hr. Tilley statt des unter Fig. 1. 2. als HI angezeigten Schirmes brauchte, der sein Auge vor dem Lichte der Lampe schüzte, und ihm doch ein deutlicheres Sehen seiner Gegenstände erlaubte. Er schiebt sich in einem, an der dem Arbeiter zugekehrten Seite befindlichen Stiefel auf und nieder.

Fig. 14. ist ein walzenförmiger Stab von Messing, ungefähr 5 Zoll lang, und 3/8 Zoll im Durchmesser: ein Ende läuft in eine dreiekige Spize zu. Hr. Tilley bediente sich desselben zur Erweiterung der Mündungen der Glasröhren, Fläschchen etc. und er ist hierzu sehr bequem.

Es ist der Mühe werth zu bemerken, wie Gr. Tilley den Docht zu seiner Lampe zubereitete. Er wikelte feines Baumwollengarn um die vier Finger der linken Hand, so daß sie einen flachen Wikel bildet, der stark genug wird das Auge des Dochthälters auszufüllen, der aber nicht zu fest seyn darf, damit er den Talg nicht hindert zwischen den Faden aufzusteigen. Ehe man den Wikel von den Fingern abnimmt, muß man einen |144| einen Zwirnsfaden durch denselben ziehen. Wenn hierauf die Lampe mit Talg, Schweinsfett etc. gefüllt ist, wird der Faden durch den Talg und durch das Auge des Dochthälters gezogen, und eben dieß geschieht auch mit dem Wikel selbst, den man sorgfältig in dem Auge ausbreitet. Das obere Ende des Dochtes wird dann angebrennt, und, wie er weiter brennt, mit der Lichtschere aufgeschnitten, und ein Durchgang durch die Mitte desselben, damit der Luftstrom durchziehen kann, vorgerichtet. Auf jeder Seite muß der Docht eben zugestuzt werden: er kann ungefähr einen halben Zoll über das Auge des Dochthälters emporragen.

Ein auf diese Weise vorgerichteter Docht dauert eine bedeutende Zeit über, ohne daß es nöthig wäre denselben zu puzen, wenn man anders bei dem Anzünden desselben, wo der Talg fest ist, die Vorsicht braucht, nur jenen Theil anzuzünden, der dem Löthrohre am nächsten ist, und ein Stük Talg oder Schweinfett auf einer Gabel in die Flamme zu halten, damit es schmilzt, und auf die Vorderseite des Dochtes herabträufelt um diesen zu speisen, bis der Talg in der Lampe genug geflossen ist, um aufsteigen und die Flamme unterhalten zu können: auf diese Weise wird der Docht vor dem Verkohlen gesichert. Wenn er jedoch erneuert werden muß, zieht man ihn, sobald der Talg geschmolzen ist, mit einem Zängelchen empor, und schneidet die verkohlten Theile mit einer Schere weg, indem man sie der Länge nach zwischen die Blätter derselben bringt, und nur dasjenige wegnimmt, was leicht weggeht. Da der Docht dadurch zum Theile geschlossen wird, so muß er wieder geöffnet und geebnet werden, was am bequemsten mit dem gebogenen Drahte, Fig. 4., geschieht. Die gewöhnlichen Glasblaser brauchen noch stärkere Dochte; diese fressen aber mehr Talg und sind ganz unnöthig.

Es ist gut einen Streifen geöhlten Tastet über das untere Ende des Blaserohres C zu binden, um das Aufsteigen von Wasser zu hindern, das sonst leicht Statt haben kann.

Wenn Juweliere diese Maschine zum Löthen brauchen, so ist noch ein Glasröhrchen, wie Fig. 6., nochwendig, dessen Spize aber abwärts, statt aufwärts gebogen seyn muß.

Das Wasser bleibt in dieser Maschine, wenn sie aus verzinntem |145| verzinntem Kupfer ist, Jahre lang frisch, und braucht nicht erneut zu werden. Es bildet sich jedoch ein schönes Zinn-Oxid in demselben, das man zum Poliren des Goldes, Silbers, Spiegelglases etc. sehr gut benüzen kann.

Tilley's hydropneumatisches Löthrohr haben wir schon früher in unserm neuen Journal für die Indiennen- und Baumwollendrukerei, Bd. 2. S. 332 in der Abhandlung Darstellung verschiedener Arten, das Glas und andere Gegenstände mit dem Löthrohre vor der Lampe zu bearbeiten u.s.w., von A. F. Prükner und dem Herausgeber, beschrieben und eine Abbildung davon gegeben. Die gegenwärtige Beschreibung so wie die Abbildungen davon sind aber weit vollständiger, und die beigefügten Bemerkungen und Verbesserungen des Hrn. Gill, machen nun dieses Löthrohr mehr interessant. D.

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Gerade das Gegentheil, wie wir a. a. O. S. 337. nachgewiesen haben. D.

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