Titel: [Verbesserungen in Verfertigung metallner Fenster-Rahmen und anderer metallner Fassungen zur Verzierung der Möbeln.]
Autor: Bailey, William
Horne, Thomas
Fundstelle: 1824, Band 13, Nr. XXXIII. (S. 181–182)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj013/ar013033

XXXIII. Verbesserungen in Verfertigung metallner Fenster-Rahmen und anderer metallner Fassungen zur Verzierung der Möbeln, worauf sich Wilh. Bailey, Eisenhändler zu High-Holborn, Middlesex, und Thom. Horn d. jung., Messing-Giesser in Belmont Row, Birmingham, Warwickshire, am 18. März 1823 ein Patent geben ließ.

Aus dem London Journal of Arts and Sciences, November 1823. S. 240.

Mit Abbildungen auf Tab. V.

Diese Verbesserungen beziehen sich auf eine frühere, auf welche Wilh. Bailey im Jäner 1819. (Siehe London Journal 1. B. S. 9.) sich ein Patent geben ließ, und welche darin bestand, daß man Stangen aus Eisen oder irgend einem anderen Metall von gehöriger Breite und Dike für die zu verfertigenden Fensterrahmen durch gefurchte Strekwalzen laufen läßt, wodurch an diesen Stangen Umschlage und Vertiefungen entstehen, die zur Fassung der Scheiden taugen.

Die gegenwärtigen Verbesserungen bestehen darin, daß diese Rahmen und Fassungen, nachdem sie zwischen den Walzen gestrekt wurden, noch gezogen werden, vorzüglich, wenn sie von Messing oder Kupfer sind. Der Zug-Apparat kann mit einer gewöhnlichen Ziehplatte versehen werden, die nach der Gestalt, die man der Stange geben will, vorgerichtet seyn muß.

Die besondere Art von Ziehplatte, die man hier vorschlägt, ist auf Tab. V. Fig. 12, vorgestellt. Sie besteht aus einem Paare Patronen, die oben mittelst einer Schraube befestigt werden, wie die Figur zeigt. Die obere Patrone enthält den Ausschnitt, der den Rüken der Metall-Stange bildet; die untere |182| denjenigen, welcher das Bett oder die Vertiefung vorne an der Stange erzeugt: vorausgesezt, daß die Hauptform bereits vorher durch das Walzen hervorgebracht wurde.

Fig. 13, 14, 15 sind Durchschnitte anderer Formen von Stangen nach dem verschiedenen Baue der Fenster-Rahmen. Diese lassen sich dadurch bilden, daß man die bereits geformte Stange zwischen einem Paare Walzen mit den gehörigen Furchen, wie in Fig. 16, durchzieht, deren gekrümmte Flächen die Stangen weit besser glätten und poliren, als die vierekige der oben beschriebenen Ziehscheibe66).

Die Patent-Träger nehmen „bloß das Ziehen der Stangen, nachdem sie bereits auf obige Weise gestrekt wurden, als ihre Erfindung in Anspruch.“

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Man hat bereits in Preussen gegossene eiserne Fensterrahmen in den Gefängnissen angebracht, eine Anwendung von Eisen die eine Vervielfältigung, sowohl bei Privat- als öffentlichen Bauten verdient Wir können nicht oft genug sagen: daß man bei Bauten alles das von Eisen machen lasse, was man daraus fertigen kann. D.

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