Titel: Hughes's Methode die Leichname in Särgen zu befestigen.
Autor: Hughes, John
Fundstelle: 1824, Band 13, Nr. LXXI. (S. 341–342)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj013/ar013071

LXXI. Art, die Leichname der Todten in den Särgen zu befestigen, worauf Joh. Hughes, Hosenhändler zu Barking in der Grafschaft Essen, sich am 11. September 1823 ein Patent geben ließ.

Aus dem Repertory of Arts, Manufactures and Agriculture, Februar 1824. S. 129.

Mit Abbildungen auf Tab. VII. Fig. 23.

Diese Erfindung besteht in einem Extra-Boden des Sarges, auf welchem der Leichnam mittelst Platten, Ketten, Stangen, Federn, Bändern aus gegossenem oder geschlagenem Eisen, Stahle oder Metalle befestigt wird. Dieser Extra-Boden wird mit dem darauf befestigten Leichname an dem wirklichen Boden oder an den Seitenwänden des Sarges mittelst Schlössern, Federn, Schnallen, Bolzen, Nieten, Schrauben, Nägeln auf irgend eine beliebige Art fest gemacht. Er kann aus Holz, Stahl, Eisen oder aus irgend einem anderen Metalle verfertigt werden: wenn er bloß aus Holz ist, so muß er mit eisernen Bändern versehen werden, damit man ihn nicht ausschneiden kann.

Der Patent-Träger beschränkt sich übrigens nicht bloß auf diese hier angegebenen Befestigungsarten, und braucht auch nicht alle derselben auf ein Mahl, außer unter bestimmten Umständen.

129)

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A, ist der Zapfen, durch welchen, wenn er in dem Stiefel H, eingesezt wird, die beiden Böden an einander befestigt werden. H, wird an dem wahren Boden des Sarges angeschraubt oder angenietet. B, sind die Stifte, welche durch das Loch oben an dem Zapfen A, eingetrieben werden, und zwei oder mehrere Hälter in dem Stiefel heraus treiben und mittelst einer Schulter innerhalb dieses Stiefels festgehalten werden. K, ist ein anderer Zapfen mit einer Feder zum Heraustreiben der Hälter, wie oben angegeben wurde. C, ist ein Halsband um den Hals der Leiche. D, sind zwei andere Bänder: die zwei oberen Enden derselben gehen durch die Löcher in dem Halsbande, und werden mittelst Schrauben und Nieten unten auf dem Extra-Boden des Sarges angeschraubt; die anderen Enden dieser Bänder laufen unter die Arme des Leichnames und durch den Extra-Boden, und werden, so wie die oberen, unten an demselben angeschraubt. E, sind die Leibbänder, die auf dieselbe Weise befestigt werden, wie die Knie- und Knöchelbänder F, und G. L, eine unbestimmte Anzahl von zusammen genieteten oder geschweißten Bändern, welche ein Gitter oder einen Käfig über den ganzen Leichnam bilden, und auf obige Weise an dem Extra-Boden oder an den Wänden des Sarges befestigt sind. M, zeigt den Leichnam auf dem Extra-Boden befestigt.

[Anmerkungszeichen zu dieser Fußnote fehlt im Text.] |341|

Für uns Deutsche kann diese Vorrichtung nicht jenes Interesse haben, wie für den Britten, der die Leichen seiner Lieben oft aus allen fünf Welttheilen zusammen holen muß, und dabei in Gefahr ist, garstig betrogen zu werden. Wir können sie indessen als Beitrag zur Kunst des Pakens benüzen. A. d. Ueb.

Anmerkungszeichen zu dieser Fußnote fehlt im Text.
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