Titel: Einige Bemerkungen über Bierbrauerei,
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1824, Band 13, Nr. XIX./Miszelle 6 (S. 132–133)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj013/mi013019_6

Einige Bemerkungen über Bierbrauerei,

finden sich in dem London Journal of Arts, November 1823. S. 256. Hr. Barleycorn übergeht daselbst die ausführliche Beleuchtung des Nachtheiles |133| welcher dadurch entsteht, daß man die Würze so lang in freier Luft kocht, wodurch der stärkste und beßte Theil des Bieres verloren geht, und beschränkt sich bloß auf Betrachtung der Nachtheile, welche aus der gegenwärtigen Weise das Bier zu Hopfen hervorgehen. Er zeigt, wie eine große Menge der Gelatine und des Zukerstoffes der Würze von den Hopfenblättern verschlungen wird und dadurch verloren geht, und dafür die Würze der ekelhaften und schädlichen Theile der Blätter und Ranken erhalt. Er empfiehlt daher nach Dr. Ives's Rathe bloß das Hopfenmehl anzuwenden. (Vergl. Polyt. Journ. Bd. XI. S. 92). Er braute zwei Fässer Bier, zu welchem er statt 5 Pf. Hopfen 18 Loth Hopfenmehl genommen hat, und der Erfolg war über alle Erwartung sowohl in Hinsicht auf Wohlgeschmak und Starte, als auf Haltbarkeit des Bieres. Leztere gewinnt dadurch ungemein, wie aus folgendem Versuche erhellt. Zwei Flaschen wurden mit demselben Biere gefüllt, und in die eine derselben wurden 20 Gran Hopfenmehl (Lupulin) geschüttet: das Bier in dieser Flasche war nach 14 Tagen noch sehr gut, während jenes in der anderen Flasche schon nach 10 Tagen sauer war. Er räth daher mit weniger Wasser als gewöhnlich, zu maischen, und mit dieser abgebrochenen Menge Wassers den Hopfen, unter dem Siedepuncte, zu übergießen, und diesen Hopfen-Aufguß dann der Würze in der Pfanne während des Sudes zuzusezen. Auf diese Weise, meint er, geht nichts von den kräftigen und nährenden Bestandtheilen des Bieres verloren, und kommt nichts Schädliches von dem Hopfen zu dem Biere.

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