Titel: Ueber Hrn. Pradier's Barbiermesser- und Bijouterie-Fabrik.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1824, Band 13, Nr. LVII./Miszelle 20 (S. 276)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj013/mi013057_20

Ueber Hrn. Pradier's Barbiermesser- und Bijouterie-Fabrik.

Wir haben über diese merkwürdige, zu Paris rue Bourg l'Abbe, Nro. 22. befindliche Fabrik bereits im polytechn. Journ. Bd. 9. S. 400 Notiz gegeben. Dieser geistreiche Fabrikant hat es, durch Benüzung des in Deutschland zu wenig gekannten und zu wenig befolgten Grundsazes: Vertheilung der Arbeit in soviel Hände als möglich,“ so weit gebracht, daß er das Duzend guter Barbiermesser um 9 bis 12 Franken zu liefern vermag. Ehevor, als er das Duzend nur für 12 bis 15 Franken zu liefern vermochte, war die Arbeit in sieben Hände (unter sieben Arbeiter) vertheilt; gegenwärtig hat er sie unter 11 vertheilt: drei schmieden, zwei feilen und calibriren; zwei schleifen; einer polirt; einer zieht die Messer auf, und einer zieht sie ab. Die Härtung behält Hr. Pradier sich selbst vor. Selbst der ungeschikteste Arbeiter, lernt den eilften Theil der gesammten mit einem Barbiermesser vorzunehmenden Arbeit bald mit solcher Leichtigkeit und Präcision vollenden, wie nur wenige alle die II mit einem Barbiermesser vorzunehmenden Operationen sich eigen machen können. Die leidige Noth, Mangel an geschikten Arbeitern, führte Hrn. Pradier auf diese Art des Verfahrens in seiner Werkstätte. Die Commission, welche die Société de l'Encouragement zur Besichtigung der Fabrik des Hrn. Pradier abordnete, gibt demselben, sowohl in Hinsicht seiner Barbiermesser als seiner sogenannten Necessaires, das vortheilhafteste Zeugniß. Im Bulletin de la Société d'Encouragement pour l'Industrie nationale Nro. 231. S. 233.

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