Titel: Ueber den Bau des Leindotters. (Camelina satirv. Myegrum sativum. L.)
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1824, Band 13, Nr. LVII./Miszelle 23 (S. 278–279)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj013/mi013057_23

Ueber den Bau des Leindotters. (Camelina satirv. Myegrum sativum. L.)

Diese Pflanze, die häufig in Frankreich gebaut wird, indem sie ein Oehl liefert, das dem Reps ziemlich gleich kommt, und als Lampen-Oehl, zu schwarzer Seife und zu Oehlfarben verwendet werden kann, gedeiht auf sehr mittelmäßigem Boden, und reift, wenn sie anfangs Befeuchtung genug erhält, in 3 Monaten, wodurch auch der Bau derselben so vortheilhaft wird. Der Same behält nur ein Jahr lang Keimkraft; er ist so klein, daß er mit Sand gemengt werden muß, um ihn im Wurfe säen zu können: 1 Kilogramm, oder beiläufig 2 Pf. Same, reichen auf ein Acre hin. Der Aker wird zweimahl umgesturzt und geeggt. Wenn die Pflänzchen zu dicht aufgehen, werden sie ausgejätet und verdünnt, so daß beinahe 6 Zoll um jeden Stok leer bleiben. Wenn die Pflanze gelb wird, sammelt man den Samen und läßt nur soviel Stöke vollkommen ausreifen, als zur Erzielung des Samens nothwendig ist. Der Same wird mit Flegeln ausgeschlagen, und einen Monat lang getroknet, |279| ehe er in die Oehlpresse kommt. Der Stängel dient als Brenn-Material. (Aus Gills's technical Repository. January 1824. S. 50.)

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