Titel: Drury's Erdäpfel-Pappe für Buchbinder, Kartenmacher, Papier-Tapeten-Fabrikanten, Weber, Calico Druker etc.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1824, Band 13, Nr. LXXXIII./Miszelle 11 (S. 408)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj013/mi013083_11

Drury's Erdäpfel-Pappe für Buchbinder, Kartenmacher, Papier-Tapeten-Fabrikanten, Weber, Calico Druker etc.

Hr. Drury erhielt von der Society for the Encouragement of Art, in deren Transactions Vol. 31. diese Pappe beschrieben ist (deren Verfertigung nun auch Hr. Gill in seinem technical Repository, Dezember 1823 S. 394 angegeben hat), für diese Erfindung 10 Guineen. Man bereitet diese Pappe auf folgende Weise. Gin Pfund rohe Erdäpfel werden gut gewaschen, und von allem Schmuze gereinigt, dann auf einem gut verzinnten Reibeisen in 2 1/2, Tinte (beiläufig fünf Pfund) ungeschält abgerieben. Das ganze Gemenge bringt man alsogleich zum Feuer und rührt es während des Siedens, das nur zwei Minuten lang wahren darf, gut um. Wenn man es hierauf vom Feuer nimmt, sezt man dem Breie durch langsames Einstreuen Ein halb Loth fein gepulverten Alaun zu, rührt die Mischung mit einem Löffel gehörig unter einander, und so ist die Pappe zum Gebrauche fertig.

Sie ist ungemein schön und ganz durchscheinend, frei von allen Klümpchen, läßt nicht so leicht Luft zwischen die Papierblätter, und verdirbt nicht die Farbe desselben, hat keinen unangenehmen Geruch, und kommt um ein Drittel wohlfeiler, als Weizenmehl-Pappe. Aus 2 1/2 Wiener Maßel (Pek) Erdäpfel erhält man 38 Pfund solche Pappe.

Hr. Drury führt noch überdieß die schönsten Zeugnisse an, aus welchen zugleich erhellt, daß diese Pappe 10 bis 12 Tage lang der Luft ausgesezt, sich sehr gut hält.

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