Dieses Projekt wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und präsentiert von der Sächsischen Landesbibliothek — Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Humboldt-Universität zu Berlin.
Ueber Befestigung des Pfropf-Reises auf dem Stamme.Hr. Dav. Powell theilt im V. B. 3. Theil der Transactions of the London Horticultural Society folgendes Verfahren mit. Man bereitet Pfropf Wachs nach Miller's Vorschrift aus 1 Pf. Pech, 1 Pf. Harz, 1/2. Pf. Bienen-Wachs, 1/4 Pf. Schweinfett und 1/4 Pf. Terpenthin, schmilzt und mengt alles gehörig. Bei dem Gebrauche macht man es dadurch flüssig, daß man es in einem irdenen Gefäße über siedendes Wasser stellt, uns dann mit einem Pinsel auf dünnes braunes Papier gleichförmig uns gehörig dik aufstreicht. Das hiermit bestrichene Papier schneidet man, nach dem Erkalten, in ungefähr 3/4 Zoll breite Streifen. Ehe man den Streifen anlegt, wärmt man ihn mit dem Athem, und bindet ihn um Stamm und Reis: er wird so fest ankleben, daß er Luft und Feuchtigkeit vollkommen ausschließt. Mehr ist nicht nöthig. Wenn man gelegentlich bei den Reisern nachsieht, kann man das Papier mit der Hand ausdrüken, wenn es nicht fest genug anliegen sollte, nachdem es aber einige Tage über der Sonne ausgesezt war, klebt es so fest, daß alles weitere Nachsehen überflüsig ist. Hr. Powell band anfangs das Reis mit Bast, fand aber, daß meistens das Papier selbst schon stark genug ist, um das Reis an seiner Stelle zu halten. Durch dieses Verfahren |410| |
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