Titel: Ward's Verbesserungen im Baue der Schlösser.
Autor: Ward, John
Fundstelle: 1825, Band 16, Nr. XCIII. (S. 441–442)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj016/ar016093

XCIII. Gewisse Verbesserungen im Baue der Schlösser, worauf John Ward, Eisengießer in Grove-Road, Mile-End-Road, Middlesex, am 13. November 1823 sich ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of Arts and Sciences. N. 84 S. 303.

Mit Abbildungen auf Tab. VIII.

Diese Verbesserungen bestehen vorzüglich in gewissen Vorrichtungen, wodurch ein an dem gewöhnlichen Orte an einer Thüre, oder an dem Dekel einer Kiste angebrachtes Schloß oben und unten an den Enden derselben Riegel austreibt. Fig. 21, stellt das Hauptschloß und die Hülfsschlösser an den beiden Enden dar: die Dekel an diesen Schlössern sind abgenommen, um den inneren Bau derselben zu zeigen. Das Hauptschloß ist mit den gewöhnlichen Tummlern versehen, damit es nicht gestohlen werden kann, fordert aber, um die Riegel abzulassen, zwei Schlüssel. Auf dem Vordertheile des Riegels befinden sich zwei Zapfen, aa, die, so wie der Riegel, vorwärts geschoben wird, gegen die schiefen Flächen der Hebel, bb, schlagen, und dadurch diese Hebel heben.

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Auf dem Rüken der Hebel, bb, sind die Enden der Stangen, cc, die sich bis zu den Hülfsschlössern erstreken die oben und unten an den Eken der Thüre angebracht sind. Jedes Hülfsschloß besteht aus einem einfachen Riegel, der von einer Feder zurükgedrükt, und von einem gekrümmten Hebel vorwärts geschoben wird, gegen welchen das Ende der Stange, o, wirkt. Man sieht hieraus, daß das Ablassen des Riegels in dem Hauptschloße die Hebel, bb aufsteigen, und die Stange, c, sich nach auswärts bewegen macht, wodurch die Küken-Hebel der Hülfeschlösser ihre Riegel gleichfalls nach außen treiben, so daß die Thüre in der Mitte, und oben wie unten geschlossen bleibt.

Die auf diese Weise abgelassenen Riegel der Hülfsschlösser können durch kleine geheime Schieber an der Seite in dieser tage befestigt werden, die in Einschnitte in den Riegeln einfallen, und, wenn dieses geschehen ist, wird die Thüre bei dem Aufsperren des Schlosses in der Mitte noch immer geschlossen bleiben. Wenn jedoch diese kleinen Riegel nicht durch die Schieber gesichert wurden, wird der Hauptriegel, wenn er zurükgeschoben wird die Hebel, bb, und die Stangen, cc, einwärts fallen lassen, wodurch die Federn wirken, und die Riegel zurüktreiben können.

Die besondere Form und Stellung der Tummler fordert auch notwendig einen besonders geformten Schlüssel, der einen besonderen fallenden Wächter hat, welcher, obschon als neue Erfindung in Anspruch genommen, hier nicht beschrieben wird. Auch die kleine Schnalle, Fig. 22, wird als neue Erfindung in Anspruch genommen Sie besteht aus einem Riegel, a, welcher oben zwei Einschnitte besizt, in deren einen der Hebel, b, durch eine Feder getrieben wird. Wenn der Riegel schließt, wie in der Figur, fällt der Hebel in den Hinteren Einschnitt, und der Riegel kann nicht zurükgeschoben und die Thüre nicht geöffnet werden, bis man nicht den Hebel gehoben hat. Dieß geschieht jedoch durch einen kleinen Knopf an der Aussenseite.

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