Titel: Griffin, über die Behandlung der Trauben in den Reben-Häusern.
Autor: Griffin, William
Fundstelle: 1825, Band 16, Nr. CX. (S. 498–505)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj016/ar016110

CX. Ueber die Behandlung der Trauben in den Reben-Häusern198). Von Hrn. Wilh. Griffin, Gärtner bei Samuel Smith, Esquire, zu Woodhall in Hertfordshire.

Aus den Transactions of the London Horticultural Society im Repertory of Arts, Manufactures and Agriculture. Februar 1825. S. 165.

Im Garten zu Woodhall befinden sich mehrere Rebenhäuser, um die Familie des Gartenbesizers das ganze Jahr über mit dem nöthigen Bedarfe an Trauben zu versehen. Eines dieser Häuser, welches ich für das hierzu geeigneteste halte, ist auf folgende Weise gebaut. Es ist 15 Fuß weit. Die Hintere Wand ist, von der oberen Fläche der Vordermauer an gerechnet, 13 1/2 Fuß hoch. An der Vorderseite sind aufrechte Fenster, welche sich schieben lassen, auf der Vordermauer angebracht: sie sind beinahe 18 Zoll hoch. Die Länge der Dachsparren, auf welchen die schiefliegenden Fenster liegen, beträgt folglich etwas |499| mehr als 18 Fuß. Würde ich das Haus neu zu bauen haben, so würde ich den aufrechten Fenstern vielleicht um Einen Fuß mehr Höhe geben, wodurch das untere Ende der Dachspärren mehr gehoben, und diese weniger geneigt, und folglich kürzer würden. Das Haus ist 120 Fuß lang, und in zwei gleiche Theile getheilt, und beide haben in ihrer Länge 14 Sparren, ohne diejenigen, die sich an den beiden Enden derselben befinden. Jede Abtheilung hat ihren eigenen Zug, welcher von der Hinterseite des Hauses, wo die Heizung sich befindet, längs der Mitte desselben, 6 Fuß weit von der Hinterwand hin- und längs der Vorderwand zurük in den Schornstein bei der Heizung läuft. Die Seitenwände der Züge ragen über die Beete empor; der Boden des mittleren Theiles derselben, ist einige Zoll tiefer, als die obere Fläche der Vordermauer; der obere Theil ihrer vorderen Fläche aber ist gleich hoch mit derselben: die Vorderseite ist also niedriger als die Mittel-Linie. An der Vorderseite stehen sie von der Vordermauer ab, und bilden einen Mittelraum von 6 Zoll Weite. Ich lege auf diese Einrichtung der Züge keinen besondern Werth (andere Vorrichtungen mögen eben so gut seyn); nur halte ich die Trennung derselben von der Vordermauer für wesentlich. Der Gang, welcher 2 1/2 Fuß breit seyn muß, läuft hinter dem Zuge in der Mitte des Hauses hin, und zwischen demselben und der Mauer ist ein Beet angelegt, so hoch, als die obere Fläche der Vordermauer, und 3 1/2 Fuß breit, auf welchem man Winter-Salat und Früh-Gemüse baut. Die hintere Wand wird nicht benüzt; die Trauben gerathen nicht wohl an derselben, und andere Obstbäume vertragen sich nicht gut mit den Reben, die hier der Hauptzwek sind. Das Beet zwischen den beiden Zügen ist niedriger, als das hintere Beet, und senkt sich gegen die Vorderseite des Hauses nieder. Es ist mit Pfirsigbäumen bepflanzt, die an einem niedrigen Geländer aufgezogen werden: ihr Ertrag ist jedoch nur Nebensache, und es wäre vielleicht besser, wenn man sie gänzlich beseitigte, und das Beet nur mit niedrigen Gewächsen bepflanzte. Die Reben sind in einem Beete außen an der Vorderseite des Hauses gepflanzt, und werden dicht unter der Vorderwand des Hauses in dasselbe hineingezogen.

Die Vorderwand des Hauses, die ich beschrieben habe, und |500| die in jedem Falle so seyn sollte, erhebt sich vier Fuß über die Oberfläche des Gartengrundes. Der Garten zu Woodhall ist an einem gegen Süden gekehrten Abhange gelegen, und man braucht folglich weniger Stufen zu den Thüren des Rebenhauses, als wenn sich dasselbe auf ebenem Boden befände.

Die erste Anlage des Beetes, in welchem die Reben gepflanzt werden, ist von der höchsten Wichtigkeit; ist dasselbe nicht gehörig zubereitet, so können die Reben nicht gedeihen. Der dazu bestimmte Plaz muß wenigstens 20 Fuß vorne an dem Hause einnehmen, und nur in dieser Entfernung, und nicht näher, darf ein beschütteter Weg angebracht werden. Die Zurichtung des Beetes geschieht auf folgende Weise. Man gräbt Einen Fuß tief Erde über die ganze Fläche hinaus. Dann wird ein Abzug-Graben parallel mit dem Hause an dem Ende des Beetes gezogen, der Einen Fuß tiefer liegt, als der Grund des Beetes. In diesen Graben laufen kleinere diagonal von dem Hause her quer über das Beet. Alle diese Gräben werden mit Steinen ausgefüllt. Die Quergräben halten das Beet vollkommen troken; wenn aber der Untergrund Schutt, Kalk, oder Stein ist, so sind diese Gräben nicht nöthig. Wenn die Abzug-Gräben alle fertig sind, wird der Boden des Beetes mit Ziegeln, Steinen, oder mit Kalk-Schutt, ungefähr 6 Zoll hoch, belegt, und auf dieses die Erdmischung für die Reben aufgetragen.

Diese Erdmischung (Compost) besteht aus 2 Theilen gutem Lehmboden mit dem darauf wachsenden Rasen, 1 Theil reichem, festen, alten Dünger, und 1 Theil Ziegel und Kalkschutt. Der Rasen muß gehörig verfault, und die Erde und der Dünger müssen durch oft wiederholtes Umschlagen gehörig gemengt werden, ehe diese Erdmischung selbst auf obige Weise vorgenommen wird. Erst dann, wann die beiden ersteren Gemengtheile zubereitet, und gehörig verkörpert sind, dann erst, und nicht früher, darf der Ziegel- und Kalkschutt zugesezt werden. Dieses Gemenge (der Compost) wird nun in die ausgegrabene Vertiefung eingefüllt, und so hoch über dem Boden aufgefahren, daß es, zunächst an dem Hause, so hoch steht, als die obere Fläche der Vordermauer, deren Vorderseite es gänzlich bedeken muß. Es wird sich bedeutend sezen; man muß ihm daher, bis dieß gehörig geschehen ist, Zeit lassen, ehe man die Reben |501| in dasselbe einlegt, und so viel von der Erdmischung nachführen, als nothwendig ist, um die durch das Sezen entstandene Vertiefung wieder auszufüllen, und das Beet in der gehörigen Höhe und Stärke zu erhalten, welche an der Hinterseite 5, an der Vorderseite 4 Fuß beträgt: die Tiefe unter der Oberfläche mit gerechnet. Auf diesem so zubereiteten Beete darf, außer den Reben, nichts anderes gepflanzt werden.

Die beste Zeit, die jungen Reben zu pflanzen, ist der April. Bei dem Baue der Vordermauer müssen unter jedem Sparren Löcher belassen werden, durch welche die Reben in das Haus eingezogen werden können. Diese Löcher müssen außen 9 Zoll unter der oberen Fläche der Vordermauer stehen; und in einer schiefen Richtung durch die Mauer laufen, so daß sie sich innenwendig dicht an der oberen Fläche der Vordermauer öffnen. Einem jeden solchen Loche gegenüber wird die einstweilen im Topfe gezogene Rebe in das Beet gesezt, und der Stamm derselben durch das in das Haus führende Loch durchgezogen, und die Wurzeln werden mit etwas feinerer und besserer Erde umschüttet, als die Erdmischung in dem Beete selbst ist. Auf diese Weise wird die Rebe außen so tief in der Erde vergraben, daß kein Frost derselben zu schaden vermag.

Im ersten Jahre werden die jungen Reben auf folgende Weise behandelt. Nachdem der Stamm durch die Vordermauer in das Haus gezogen wurde, kürzt man denselben in der Nähe seines Eintrittes so, daß nur ein einziges gutes Auge übrig bleibt, aus welchem ein Leitungs-Schoß hervortreiben wird. Dieser Schoß muß dicht an dem nächsten Sparren, ohne Verkürzung, aufgezogen werden; nur die Seitentriebe können, wenn sie schwach sind, bis auf ein Auge, wenn sie stärker sind, bis auf zwei Augen abgeknikt werden; denn, wo nur ein Auge, wenn sie stark sind, übrig gelassen wird, könnten sie aufbrechen und wachsen. Um Weihnachten muß der im vorigen Jahre getriebene Schoß bis auf 2 oder 3 Fuß über der Erde niedergeschnitten werden: die Seiten-Schößlinge werden dicht an dem Stamme weggeschnitten bis zur Knospe an dem Gliede; wenn aber die Knospe ausblieb oder beschädigt wurde, was zuweilen der Fall ist, dann muß über den ersten Seiten-Auge eingekürzt werden. Da die Knospen, welche man läßt, die Basis der künftigen Triebe bilden, |502| aus welchen die Trauben kommen, so ist es offenbar, daß es nie gut seyn kann, die Seiten-Augen zu benüzen, außer wenn es durchaus nöthig wird; denn, wo man dieses Auge benüzt, wird der Trieb, aus welchem die Traube kommt, sich von dem Hauptstamme an dem ersten Gliede des Seiten-Schößlinges trennen. Wenn dieß jedoch nicht vermieden werden kann, so muß es geschehen, indem sonst so viele fruchttragende Theile verloren gehen würden. Wenn man die Seiten-Schößlinge bis auf die Augen niederschneidet, so muß in jedem Falle nicht bis dicht an die lezteren niedergeschnitten werden, sondern man muß ungefähr ein Drittel Zoll über dem Auge von dem Schößlinge übrig lassen.

Im zweiten Jahre wird der Leitungs-Schoß schon viel stärker seyn, als in dem vorigen; er muß seiner ganzen Länge nach an dem Sparren aufgezogen, und auf dieselbe Weise und zu derselben Zeit (um Weihnachten) so weit niedergeschnitten werden, bis man auf das gesunde Holz kommt, und man darf nur etwas Mark in der Mitte lassen.

Wenn die Rebe gesund ist und gehörig behandelt wurde, so wird der gesunde Theil von diesem Jahre zugleich mit dem Holze des vorigen, nach dem oben beschriebenen Einkürzen, zwischen 10 und 15 Fuß längs dem Sparren betragen. An den Trieben für die künftigen Trauben, welche sich an dem Schoße des zweiten Jahres bilden, werden die besten Trauben in den folgenden Jahren zum Vorscheine kommen, und die Aussicht des Gärtners hängt folglich von den zwei wesentlichen Bedingungen der Schoße ab, von gutem Holze nämlich, und von der Kürze der Glieder. Die Seiten-Schößlinge müssen an diesem Jahres-Schoße eingekürzt, und in der Folge bis auf die Augen niedergeschnitten werden, wie man es für das vorhergegangene Jahr empfohlen hat. Während der Leitungs-Schoß wächst, werden die an dem Holze des vorigen Jahres aufgesparten Augen aufbrechen, und Früchte zeigen; die Schößlinge, auf welchen die Früchte sich zeigen, müssen bis auf zwei oder drei Augen von der Frucht, eingekürzt werden, und wenn die Zeit zum Beschneiden kommt, müssen diese eingekürzten Schößlinge bis auf einzelne Augen an der Basis eines jeden derselben niedergeschnitten werden nach derselben Weise, deren man sich im vorigen Jahre |503| bediente. Nach zwei oder drei Jahren werden jedoch die Triebe, aus welchen die Trauben kommen, und die durch das Niederschneiden des jungen Holzes bis auf ein Auge entstanden sind, zwei oder mehrere Schößlinge treiben, welche Frucht tragen werden. Wenn man diese Schoße im Herbste niederschneidet, kann man jedem derselben ein Auge lassen, so daß mit der Zeit, wie die Tragtriebe älter werden, mehrere Augen übrig bleiben, und an jedem derselben selbst bis zu sechs und acht übrig bleiben.

Im dritten Jahre muß man den Leitungs-Schoß fortwachsen lassen, ohne ihn aufzuhalten, bis in den Winter, wo er an dem oberen Ende des Sparrens abgeschnitten werden muß, und die Seiten-Schößlinge auf die oben angebene Weise behandelt und eingekürzt werden müssen. Die Augen des ein- und zweijährigen Holzes werden in diesem Jahre tragen, und müssen so, wie die des vorigen Jahres, behandelt werden.

Der Sparren hat jezt einen einzelnen Stamm von Trag-Holz seiner ganzen Länge nach; die einzelnen Augen, die nach dem Beschneiden im Winter übrig bleiben, werden an jedem Gliede in jedem Jahre Trauben bringen, und mehrere Jahre lang fortfahren, dieses zu thun. Der Stamm behält seine Neigung, aus seinem Ende einen starken leidenden Schoß zu treiben, dem man aber nicht gestatten darf, in seiner ganzen Länge auszuwachsen; er muß, während des Sommers, in seinem Wachsthume aufgehalten werden, und man darf ihm nicht mehr, als höchstens 3 bis 4 Glieder lassen, und diese müssen zu seiner Zeit, bei dem Schneiden, bis auf das alte Holz, oder beinahe bis auf dasselbe, weggeschnitten werden. Zuweilen muß, damit das Obertheil des Hauses nicht zu sehr überladen wird, etwas von dem obersten alten Holze gleichfalls weggeschnitten, und dann durch die Schoße des nächsten Jahres ersezt werden.

Das wiederholte Schneiden wird, mit der Zeit, rauhe und runzelige Fruchttriebe an dem alten Stoke bilden; es ist daher wünschenswerth, daß, wenn der Stamm ungefähr 10 Jahre alt wird, er gänzlich weggeschnitten werde, nachdem man vorläufig in den zwei zunächst auf einander folgenden Jahren einen jungen Stamm an seiner Stelle aufgezogen hat.

Die obigen Bemerkungen beziehen sich auf die Behandlung |504| eines einzigen Schosses. Mit der Zeit wird jedoch die Pflanze stark genug, um, von dem Puncte aus, wo sie in das Haus trat, Holz genug für einen zweiten und dritten Schoß zu bilden, und in einigen Fällen, selbst für einen vierten. Diese Schoße müssen daher nach und nach gefördert, und an den benachbarten Sparren aufgezogen werden, so daß an jeden ein tragbarer Schoß kommt, und die übrigen Pflanzen, die die Sparren bekleideten, müssen gänzlich beseitigt werden.

Die Trauben, die ich auf obige Weise zog, sind vorzüglich folgende:

1. The Black Hamburgh,

2. The Black Prince,

3. The Black Damascus,

4. The Black Tripoli,

5. The Black Tartarian,

6. The Grisly Frontiniac,

7. The White Frontiniac,

8. The Sweet Water,

9. The White Muscadine,

10. The Ciotat or Parsley-leaved199).

Alle diese Sorten halten sehr gut aus, und vielleicht taugt meine Methode mehr für diese härteren Sorten, als für die zarteren, wie der Muscat of Alexandria etc.

Den Ertrag eines jeden Sparrens rechne ich im Durchschnitte auf ungefähr 40 Pfund Trauben, da gewöhnlich zwei Trauben an jedem Fruchttriebe zum Vorscheine kommen: ich breche im Durchschnitte zwischen 50 und 100 Trauben von jedem Sparren, und jede Traube wiegt ungefähr 1/2 Pfund. 100 Pfund Trauben von einem Sparren scheint mir ein ziemlich artiger Ertrag, und von echten Black-Hamburgh-Rebe hatte ich selbst zuweilen noch mehr.

Wenn das Haus im Treiben steht, hänge ich dies Schoße an Bindfaden von 2 bis 3 Fuß Länge auf, welche ich auf |505| Nägeln an Haken zu jeder Seite des Sparrens befestige. Auf diese Weise kann ich dieselben von den Fenstern herablassen, wann ich Nachtheil von dem Froste besorge, und dieselben, wo es die Witterung erlaubt, wieder in die Höhe ziehen. Ich habe auch eine Vorrichtung angebracht, um die Schößlinge, während sie tragen, auf jeder Seite der Sparren unter dem Glase auszubreiten, jedoch so, daß sie nicht mit ihren Blättern den ganzen Raum der Fenster einnehmen, denn ich halte es für sehr vortheilhaft für die Trauben, wenn die Sonne freien Zutritt zu denselben durch die Mitte einer jeden Glastafel hat.

Ich fange frühezeitig im Jäner an zu treiben, und trage dann die Fenster auf. In der ersten Woche wird nicht geheizt; in der zweiten Woche wird jeden zweiten Tag Feuer angeschürt; in der dritten wird die Hize auf 50 bis 52° Fahrenh. (+ 8 bis + 8,8° R.) unterhalten, ohne daß die Temperatur über 55° (F. + 12,78 R.) vermehrt wird, bis endlich die Knospen aufbrechen. Von dieser Zeit bis zur Blüthe halte ich die Temperatur zwischen 52 und 57° (F. + 8,8° R. bis + 13,89° R.), und während der Blüthezeit erhöhe ich die Temperatur bis zwischen 57 und 65° (F.; + 13,89 R. und + 18,33° R.). Während aller dieser Perioden wird, bis zur Erscheinung der Blüthe, reichlich Luft gegeben: bei der Blüthe hingegen wird das Haus geschlossen, außer wenn die Sonne sehr stark scheint. Nach der Blüthezeit müssen die Trauben ausgelichtet werden: hierauf wird die Hize regelmäßig unterhalten, und je nachdem die Witterung es gestattet, Luft gegeben; je mehr die Sonne scheint, desto mehr Luft muß gegeben, das Haus aber immer Nachmittags bei Zeiten geschlossen werden. Meine Haupt-Weinlese ist immer in der lezten Hälfte des Julius.

Die Stämme der Reben müssen, vorzüglich unten in der Nähe der Züge, sobald man anfängt das Haus zu heizen, bis zu der Zeit, wo die Trauben anfangen sich zu zeigen, mittelst einer Sprize immer etwas feucht erhalten werden, damit sie nicht austroknen und erhärten. Lezteres ist zur Erzeugung gesunder und guter Früchte wesentlich nothwendig.

Wir haben schon öfters von Rebenhäusern gesprochen, die man in Deutschland in denjenigen Gegenden, wo die Rebe nicht gedeiht, nicht einmahl dem Namen nach kennt. Wir ziehen in mehreren Gegenden an unseren Garten-Wänden Trauben, deren Saft höchstens als Verjüs zu saurem Senfe taugt, und zahlen die faulen Trauben, die uns die Tiroler, und die herben Schlehen-Beeren, die uns die Würzburger und Würtemberger, als Weintrauben verkaufen, mit schwerem Gelde. Für denselben Preis könnten wir, wenn unsere Gärtner soviel Betriebsamkeit besäßen, als die holländischen und englischen, die schmakhaftesten Muscate aus den Rebenhäusern bekommen, die Gärtner konnten wohlhabend, und das Publicum vergnügt bei diesem Genuße köstlicher Trauben werden. Wir übersezen diese Anleitung, Trauben in Rebenhäusern zu ziehen (aus der Feder eines Mannes, den die Horticultural-Society mit ihren Preis-Medaillen beehrte) einstweilen für wohlhabende Privatleute, die ihre Gärten zu wahrem Lebensgenusse zu benüzen verstehen. A. d. Ueb.

|504|

Eine wörtliche Uebersezung dieser englischen Namen würde ohne allen Ruzen seyn, indem, wenn man diese Sorten echt will, man dieselben, wäre es auch nur zur Vergleichung, sich wird aus England müssen kommen lassen. A. d. Ueb.

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