Titel: Ueber Juften-Bereitung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1825, Band 16, Nr. XXXVI./Miszelle 10 (S. 134)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj016/mi016036_10

Ueber Juften-Bereitung.

Bekanntlich erhielt Hr. Duval-Duval von der Société d'Encouragement de l'Industrie nationale mit Hrn. Grouvelle den Preis für die beste Bereitung des Juftens. Es zeigte sich aber, daß die Anwendung der Eydotter, deren er sich zur leichteren Verbreitung, des Oehles und zur Vermeidung der Fleken bediente, nichts taugte. Es ging dabei der beliebte Geruch, und auch manche andere Eigenschaft verloren. Hr. Duval-Duval bedient sich nun folgenden Verfahrens. Er läßt das Leder soviel Wasser einsaugen, als nöthig ist, sezt dasselbe dann der Luft aus, um die überflüßige Feuchtigkeit zu verflüchtigen, und verarbeitet hierauf das Oehl auf die gewöhnliche Weise in dasselbe. Wie das Wasser allmählich verdünstet, dringt das Oehl dafür desto tiefer ein, und der Geruch des Leders wird stärker, und bleibender. Bei Bereitung des Birkenöhles sondert sich ein mehr gefärbter und dikerer Theil desselben ab, den man ehevor wegwarf, und welchen Hr. Duval-Duval jezt anwendet. Er löst denselben in dem Oehle auf, und bearbeitet damit das Leder auf die gewöhnliche Weise, welches dadurch wasserdicht wird. Die Bereitung des Leders mit Birkenöhl macht dasselbe nicht theurer, als das gewöhnliche Leder. (Die Bereitung des Juften findet man im polyt. Journal Bd. VII. S. 179. beschrieben.)

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