Titel: Ueber Aufbewahrung der Erdäpfel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1825, Band 16, Nr. XXXVI./Miszelle 13 (S. 135)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj016/mi016036_13

Ueber Aufbewahrung der Erdäpfel.

Charles Whitlaw, Esqu., erzählt in einem Schreiben an Hrn. Gill, (in dessen technical Repository, October. 1824. S. 236.) seine Weise die Erdäpfel aufzubewahren. Er bemerkt, daß die Erdäpfel durch das Troknen an der Luft und an der Sonne einen bitteren rauhen Geschmack bekommen, und daß sie anfangen, in eine Art von Gährung zu gerathen, wenn man sie in großen Haufen über einander aufschüttet, oder in tiefe Erdgruben eingrabt. Um diese Nachtheile zu vermeiden, pakt er seine Erdäpfel, so wie sie aus der Erde kommen, in kleine Fässer, und füllt die Zwischenräume der Erdapfel in denselben so schnell als möglich mit Sand und Erde aus. Auf diese Weise gehen eben so viele Erdapfel in das Faß, als wenn keine Erde in dasselbe käme. Er schlägt vor, Erdäpfel, auf diese Art gepakt, nach den westindischen Colonien auszuführen, (wo er selbst das Bushel um vier Dollars verkauft) und dadurch den Nord-Amerikanern einen Handel mit diesen Colonien zu entziehen, der ihnen jährlich an 10 Millionen Dollars trägt. Fässer sind eine höchst brauchbare Waare in den Colonien, und da die englischen Schiffe häufig nur 1/3 Fracht und 2/3 Ballast nach America fahren, so gäbe dieß Waare, als Ballast, und gesunde Nahrung für die armen, mißhandelten, hungernden Neger in America.

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