Titel: Mechanische Sägemühle der HHrn. Calla.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1825, Band 16, Nr. XXXVI./Miszelle 17 (S. 136–137)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj016/mi016036_17

Mechanische Sägemühle der HHrn. Calla.

Hr. Molard erstattet im Bulletin de la Société d'Encouragement pour l'Industrie nationale N. 243. S. 250 einen sehr vortheilhaften Bericht über die mechanische Sägemühle der HHrn. Calla, Vater und Sohn, welche die Werkzeuge zu der bekannten Säge des Hrn. Roguin verfertigten, und jezt eine für einen reichen Waldbesizer in Burgund vollendeten. Die Sägemühle der HHrn. Calla kann 10, Meter langes und 8 bis 9 Decimeter im Gevierte haltendes Holz schneiden, und faßt 6–8 Sägeblätter in ihrem Rahmen, soviel man nämlich braucht, um auf ein Mahl mit den nöthigen Schnitten fertig zu werden. Die Sägeblätter werden mit Hebeln, nicht wie gewöhnlich mit Kellen oder Schrauben, gespannt. Die Rollkugeln an den Schlitten sind weggelassen, und schieben sich in Falzen aus Gußeisen von der Gestalt eines abgestuzten Winkels, wodurch sie sehr sicher geleitet werden. Um das Sperren (Stekenbleiben) der Sägeblätter in dem Holze zu vermelden, wodurch das zu zersägende Holz öfters in die Höhe gerissen und Abweichung von der Richtung des Schnittes erzeugt wird, haben die HHrn. Calla eine Art von Knecht (servante á coulisse) angebracht, den man, nach der Dike des Holzes, mehr oder minder verlängern kann, so daß er sich immer nach rükwärts neigt gegen die Seite, wo der Schlitten läuft. Die ganze Maschine ist aus Gußeisen. Die HHrn. Calla bauen solche Sägemühlen |137| Sägemühlen von zweierlei Größe, die eine für Holz, das nicht über ein halbes Meter im Gevierte hält, die andere für Holz von 9 Decimeter in der Dike. Die Geschwindigkeit der ersteren geht bis auf 100 Züge in einer Minute; die der zweiten nur auf 70. Sie brauchen eine Kraft von 4 bis 6 Pferden. Jede dieser Maschinen wird in 12 Stunden leicht mit 100 Meter Sichenholz fertig, und braucht nur 2 Menschen zur Bedienung.

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