Titel: Chica, ein neues Färbe-Material.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1825, Band 16, Nr. XXXVI./Miszelle 25 (S. 139)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj016/mi016036_25

Chica, ein neues Färbe-Material.

Die HHrn. Bouslingault, Rivero und Roulin bereisten den Rio Meta, der sich in den Orinoco ergießt, und lernten dort die Chica, eine rothgelbe Farbe, mit welcher sich die Amerikaner bemahlen, genauer kennen, als Hr. v. Humboldt dieselbe in seiner Voyage aux Régions équinox T. II. p. 259 beschrieben hat. Man erhält diesen Farbestoff, der einige Aehnlichkeit mit dem Indigo besizt, aus den Blättern der Bigonia Chica welche Hr. v. Humboldt und Bonpland ihren Plantt. acquinoct. T. I. abbildeten. Diese beiden Herren brachten einige Chica-Kuchen von ihrer Reise nach Europa zurük, und Hr. Mérimér fand die Anwendung derselben im der Färberei, nach mehreren von ihm angestellten Versuchen, vorteilhaft. Hr. Bousingault stellte zu Bogota im Mayen des verflossenen Jahres mehrere Versuche mit der Chica an, und empfiehlt sie gleichfalls zum Orangefärben der Baumwolle. Seine Analyse dieses neuen Farbestoffes (die in den Annales de Chimie, November 1824. S. 315–323 mitgetheilt ist), wird wahrscheinlich in Europa bald wiederholt werden, wenn dieses Färbe-Mittel in unseren europäischen Färbereien eingeführt werden sollte.

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