Titel: Surrogat für Cochenille.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1825, Band 16, Nr. XXXVI./Miszelle 26 (S. 139)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj016/mi016036_26

Surrogat für Cochenille.

Man sammelt in der Ukraine das dort in den Ebenen häufig wildwachsende Polygonum minus Ende Julius, und reißt es sammt der Wurzel aus, auf welcher sich ovale Insecten befinden, die an der Luft erhärten. ( Coccus polonicus). Man wirkt diese in Wasser, dem man etwas Alaun zusezt, und dieses wird davon in kurzer Zeit schön scharlachroth. Die Weiber der Cosaken verkaufen diese Insecten den rußischen Kaufleuten als Schminke und als rothes Farbe-Material. Biblioteca italiana. N. 101. S. 202. (Man sieht hieraus, daß die americanischen Wilden, die die americanische Cochenille mit großer Sorgfalt warten und pflegen, und dadurch einen Handelsartikel liefern, der jährlich mehrere Millionen in Umlauf sezt, weit mehr Cultur besizen, als die europäischen, oder vielmehr die rußischen Wilden, die die Pflanze, welche die sogenannte polnische Cochenille liefert, mit Stiel und Stumpf ausrotten.)

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