Titel: Verschönerung der Achate.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1825, Band 16, Nr. LVII./Miszelle 15 (S. 263)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj016/mi016057_15

Verschönerung der Achate.

Steinhändler, die mit Achaten etc. handeln, bringen zuweilen durch einen Kunstgriff einen Effect an Achaten hervor, der natürlich zu seyn scheint, und demjenigen, der ihn dafür hält, für seine Selbsttäuschung manches Stük Geld aus der Tasche lokt. Dieser Effect soll mittelst einiger auf einander folgenden Schlage bewirkt werden, die man dem Steine auf eine geschikte Weise vor der Politur desselben gibt. Dieser Kunstgriff ist, wenn er wirklich so angewendet wird, leicht zu entdeken. Jeder Schlag muß unter der Stelle, wo er auffiel, einen regelmäßigen Kegel bilden, dessen Basis zunächst an den Berührungspunkt kommt. Spuren hiervon steht man an dem polirten Steine zuweilen mit freiem Auge, mit dem Vergrößerungsglase entdekt man sie aber immer. Um sich noch mehr zu überzeugen, daß dieses Spiel Kunstproduct ist, darf man nur den Stein naß machen, und dann wird jede Spur von diesem Spiele verschwinden, indem die Flüßigkeit in die Spalten des Steines eintritt: wenn der Stein aber troken wird, kehrt sie wieder. (Mechanic's Magazine, N. 62. S. 93.)

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