Titel: Berg-Talg
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1825, Band 16, Nr. LVII./Miszelle 16 (S. 263)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj016/mi016057_16

Berg-Talg

wurde neulich in einem Sumpfe an den Ufern des Loth Fyne gefunden. Zuerst fanden ihn schwedische Bauern an der Küste von Finland im F. 1736; später fand man ihn in schwedischen Seen, und Hermann fand ihn in einer Quelle bei Strasburg. Der neulich von Hrn. Jameson gefundene Berg-Talg schmilzt bei 118° (F.) und kocht bei 290° (F.). Geschmolzen ist er farbenlos und durchscheinend; beim Abkühlen wird er undurchsichtig und weiß, doch nicht mehr so weiß, als er war. Er ist unauflösbar in Wasser, löst sich aber in Alkohol, Terpenthin-Oehl, Baumöhl und Naphtha auf, solang diese Flüßigkeiten heiß sind: bei ihrer Erkaltung fällt er zu Boden. Im natürlichen Zustande ist seine specifische Schwere 0,6078; da er aber voll Luftblasen ist, die, nach dem Schmelzen, die erst erhaltene Luft fahren lassen, so wird diese dann 0,983, also größer als am Talge. Er bildet keine Seife mit Alkalien, und verbindet sich nicht mit denselben. Er ist geruch- und geschmaklos, und unterscheidet sich dadurch von den flüchtigen Oehlen und Erdharzen, mit welchen er übrigens Flüchtigkeit und Verbrennlichkeit gemein hat. (The Edinburgs Philos. Journ. N. 21. S. 241. Annals of Philosophy. Aug. 1824. S. 155.)

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