Titel: Ueber die Anwendung des Färbestoffes, des blauen Kohles, als Prüfungs-Mittel auf Alkali und Säure.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1825, Band 16, Nr. LVII./Miszelle 35 (S. 268)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj016/mi016057_35

Ueber die Anwendung des Färbestoffes, des blauen Kohles, als Prüfungs-Mittel auf Alkali und Säure.

hat Hr. Thom. Griffiths, in den Transactions for the Encouragement of Arts (Repertory of Arts, Februar 1825, S. 143) einen Aufsaz mitgetheilt, in welchem er dieselbe als seine Erfindung in Anspruch nimmt: wir kennen dieselbe indessen auf dem festen Lande schon seit vielen Jahren. Auch weicht sein Verfahren nicht von dem unsrigen ab. Er nimmt 1 ℔ von den seinen Blättern des blauen Kohles, und kocht es in einer Pinte destillirten Wassers bis zum gänzlichen Ausziehen des Färbestoffes. Die Abkochung seiht er durch ein Sieb oder Tuch, raucht sie auf die Hälfte ab, gießt sie in ein flaches Gefäß, und weicht in diesem Filtrir-Papier, welches ungefähr 4 Loth davon im Bogen einsaugt. Er bemerkt, daß, während neutrale Metall- und andere Salze auf Kurkum-Papier wie Alkalien wirken, sie dieses blaue Papier nicht färben. Eisen-, Per, und Protomuriat, Eisen-, Per- und Protonitrat, Eisen-, Per- und Protosulphat, schwefelsaurer Zink, koche salzsaures Zinn und kochsalzsaurer Zink und Boraxsäure wirken auf Kurkum-Papier wie Alkalien, obschon sie keine Alkalien sind. Queksilber-Sublimat röthet dieses Papier, wie Lakmuß-Papier. Essigsaures Blei färbt es aber grün: es gibt überhaupt kein Probe-Papier, aus welches dieses Salz nicht wie Alkali wirkte. Uebrigens braucht man bei diesem Probe-Papiere aus blauem Kohle höchstens nur einen Tropfen. (Vergl. polyt. Journ. Bd. XV. S. 377.)

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