Titel: Trüffel-Bau.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1825, Band 16, Nr. LVII./Miszelle 40 (S. 269–270)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj016/mi016057_40

Trüffel-Bau.

Wir haben bereits den Wunsch geäußert, daß man versuchen möchte, auch die Trüffel, wie die Champignons, zu bauen. Mit Vergnügen ersehen wir aus dem Giornale di Fisica (T. VII. p. 475. Decad. II.), daß einige Mitarbeiter des Journal des propriétaires rurales du midi de la |270| France, Fevrier 1824, des unsterblichen Parmentier Versuche und Beobachtungen über die Trüffel in dem neuen Cours complet d'Agriculture wieder aufgegriffen, und sich von der Möglichkeit überzeugt haben, die gewöhnliche schwarze Trüffel-Art, und die weiße Abart derselben durch Cultur vermehren zu können. Wenn man Trüffel entweder noch in ihrer Mutter, oder in Stüke zerschnitten, in eine ocherige Kalterde bringt, und diese mit altem verfaulten, mit Erde vermengten Miste, und mit Eichen- und Hainbuchen-Blättern mischt, dann mit kleinen Hainbuchen beschattet, so kann man sie auf diese Weise vermehren. In zwei Jahren erhält man vier Mahl so viel, als man angebaut hat. Anfangs sind sie so groß, wie eine Nuß, gelblich und sehr weich; in der zweiten Generation aber werden sie größer, fester, und erhalten auch eine andere Farbe. Man thut sehr gut, wenn man sie zwei Jahre nach einander anbaut; in der Folge vermehren sie sich von selbst. Man muß aber wohl bemerken, daß der zarte Saame der Trüfel kaum einige Augenblike dem Eindruke der freien Luft zu widerstehen, und die Einwirkung der Sonnenstrahlen durchaus nicht zu ertragen vermag.

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