Titel: Methode, umgeschlagene Weine wieder gut zu machen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1825, Band 16, Nr. CXII./Miszelle 11 (S. 526–527)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj016/mi016112_11

Methode, umgeschlagene Weine wieder gut zu machen.

Wenn diese umgeschlagenen Weine noch nicht zu lang verdorben sind, werden sie violett oder beinahe schwarz, und bekommen einen üblen Geruch |527| und Geschmak; sie verlieren ihre Durchsichtigkeit, und ihr Schaum wird, wenn man sie schüttelt, weiß und bleibt auf dem Weine stehen. In diesem Zustande hat sich basisch kohlensaure Pottasche auf Kosten des Weinsteines und des Färbestoffes gebildet. Wenn man etwas Weinsteinsäure in den verdorbenen Wein gießt, so bemächtigt sich die Säure der Pottasche; es sezt sich Weinstein auf dem Boden des Gefäßes ab, und der Wein erhält dem vorigen Geruch und Geschmak. Nach vielfältiger Erfahrung, die Hr. Prof. Breton zu Paris mit umgeschlagenen Wein (der aber nicht länger als ein Jahr lang verdorben seyn durfte) zu machen Gelegenheit hatte, reicht Ein Loth Weinsteinsäure auf ein Hektoliter Wein hin. Wenn der Wein sehr verdorben ist, nimmt man etwas mehr.210) (Journ. d. Phys. 1823. Enc. 1823. S. 458. Biblioteca italian. N. C. S. 101, Giornale di Fisica Dec. II. T. VII. p. 75.)

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Ein ähnliches Verfahren umgeschlagenen Weine wieder trinkbar zu machen, ist im Bd. V. S. 100, in dem polyt. Journale angegeben; das Vorstehende verdient aber den Vorzug. D.

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