Titel: Straker's Methode, getriebene Arbeit auf Holz zu verfertigen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1825, Band 16, Nr. CXII./Miszelle 13 (S. 527–528)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj016/mi016112_13
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Straker's Methode, getriebene Arbeit auf Holz zu verfertigen.

Hr. Straker in Redcross-square, Cripplegate, erhielt von der Society for the Encouragement die silberne Medaille und 10 Guineen für seine, im XLII. Bd. der Transactions dieser Gesellschaft, und auch in Gill's techn. Repository, Febr. 1825, S. 120, mitgetheilte Erfindung, erhabene Zierrathen auf Holz, wie Bildhauer-Arbeit, ohne alle besondere Bildhauer-Arbeit hervorzubringen. Sein Verfahren beruht auf folgendem Grundsaze. Wenn man mit irgend einem stumpfen Werkzeuge auf die Oberfläche eines Holzes einen Eindruk macht, so wird dieser dadurch eingedrükte Theil sich wieder zu seiner vorigen Höhe heben, sobald man denselben in Wasser eingetaucht hat. Nachdem das Holz, welches mit Zierrathen versehen werden soll, so zugerichtet worden ist, daß es die Patrone der Zeichnung, die es darstellen muß, aufnehmen kann, wird ein stumpfer Meißel, ein Polierstahl, ein Prägestämpel etc. nach und nach auf alle jene Theile der Patrone sorgfältig aufgedrükt, welche später erhoben sich zeigen sollen: sorgfältig, damit das Gefüge des Holzes nicht leidet; und dieser Druk wird so lang fortgeführt, bis die Tiefe des Eindrukes der Höhe der Erhabenheit gleicht, die man hervorbringen will. Dann wird der Grund auf gleiche Tiefe mit dem eingedrükten Theile abgehobelt oder abgefeilt, und das so zubereitete Stük Holz in warmes oder kaltes Wasser gelegt. Die eingedrükten Theile werden emporsteigen in ihre vorige Höhe, und auf diese Weise erhobene Figuren darstellen, die dann auf die gewöhnliche Bildhauer-Art vollendet werden können.

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