Titel: Fussel's Patent-Appretur des Tuches.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1825, Band 16, Nr. CXII./Miszelle 21 (S. 531)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj016/mi016112_21

Fussel's Patent-Appretur des Tuches.

Hr. Joh. Fussel, Meißel-Fabrikant zu Mells, Sommersetshire, ließ sich am 11. August 1824 ein Patent ertheilen, um dem Tuche bei der Appretur Glanz zu geben. Nach dem London Journal of Arts. Februar, S. 77 besteht, zu Folge seiner Patent-Erklärung, sein Verfahren hierbei darin, daß er auf folgende Weise Dampf dazu anwendet. Nachdem das Tuch aus der Rauhstube gerauht gekommen ist, wird es fest auf einer Walze aufgerollt, welche zu beiden Seiten vertieft ist, damit die Sahlleisten sich in diese Vertiefung einlegen können, und das Tuch vollkommen eben aufliegt. Nachdem hierauf die Walze auf ihr Ende gestellt wurde, damit das Wasser ablaufen kann, wird das Tuch der Einwirkung des Dampfes ausgesezt, und in dieser Hinsicht Stunden lang in einem offenen Gefäße über einen Kessel oder in ein geschlossenes Gefäß, in welches Dampf aus einem Erzeuger gelassen wird, gebracht, oder die Walze kann auch hohl seyn, und der Dampf durch dieselbe durchgelassen werden, so daß das Tuch hinlänglich erhizt wird. um den verlangten Glanz zu erhalten; diese Hize darf aber dann nicht so groß seyn, als die des siedenden Wassers, und in diesem Falle muß die Walze sich immer drehen. Ueber die Temperatur des Dampfes läßt sich aber, wie der Patentträger sagt, keine bestimmte Regel angeben; sie muß der Beurtheilung des Arbeiters überlassen bleiben, und hängt auch sehr von der Farbe und von dem Glanze ab, welchen das Tuch erhalten soll.

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