Titel: Preise, welche an dem I. R. Instituto di Scienze, Lettere ed Arti di Milano am 4. Oktober 1824 vertheilt wurden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1825, Band 16, Nr. CXII./Miszelle 5 (S. 522–523)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj016/mi016112_5

Preise, welche an dem I. R. Instituto di Scienze, Lettere ed Arti di Milano am 4. Oktober 1824 vertheilt wurden.

Die goldene Medaille erhielten: Hr. Bernard Bellini und Ludw. Demicheli für eine neue Stereotypen-Drukerei; Hr. Capt. Cairo, für ein Instrument zur Bemessung der Flächen auf Landkarten; Hr. Claudius Cernuschi und Comp., für eine Zuker-Raffinerie; HHr. Jaquet, Roux und Comp. für ihre Seidenzeug-Fabriken und Einführung ihres sogenannten Lissage; Hr. Ign. Pizzagalli, für Wachsschwämme.

Die silberne Medaille: Hr. Karl Fayolle, für einen Weberstuhl zur schnelleren Verfertigung der sogenannten Tull von bedeutender Breite. Hr. Ambros Seregni, für Verfertigung einer neuen Art von Gewebe aus Seide, welche wie Tuch aussieht; (über beide schwankte man zwischen der goldenen und silbernen Medaille (Guidizio sospeso per la madaglia d'oro! „Guidizio sospeso, fa d'ogni lana un piso!“ |523| seufzte einmahl ein armer Italiener.) Hr. Peter Gos, für Bettdeken aus Seiden-Abfällen; Hr. Dürback, für Gespinnste aus Seiden-Abfällen, und daraus verfertigte Stoffe; Hr. Ducros, für Handschuhe nach Art der Grenobler; Hr. Dominik Briano für einen neuen Weberstuhl zur Verfertigung der Tischzeuge mit beliebigen Figuren; Hr. Paul Uboldi, für einen Spizenstuhl auf englische Art; Hr. Franz Ferrario, für einen verbesserten Spizen und Tull-Stuhl; Hr. Wilh. Heinr. Charansonney, auf gefirnißte Hüte; Hr. Paul Andr. Molina, für mit Paste gefärbtes Zeichenpapier; Hr. Angelo Osio, für Papier- und Pappendekel aus Stroh, und Setang; Hr. Dominik Ubrio, für Siegellak, von verschiedenen Farben; Fr. Therese Rossi, für Spizen gialdolino minerale; Hr. Jos. Maderna, für schwarzes Tuch, ohne Gall-Aepfel und schwefelsaures Eisen; Hr. Ludw. Decristoforis, für eine Maschine zum Stöpseln der Bouteillen; Hr. Ign. Lomeni, M. D., für eine Weinpresse; Hr. Jos Leonardi, für Maschinen zum Ueberfüllen des Weines etc.; Hr. Pfarrer Don Carlo Raja, für Eisendrahtgewebe zur Stüzung der Reben; Hr. Joh. Mondellini, für eine neue Dreschmaschine; Hr. Jak. Dei, für Verbesserung des Rinder Stammes in der Gegend von Feltre; HH. Geiser, Gebrüder, für Uhrmacher-Arbeiten; Hr. Heinr. Spring, für Beißschrauben; Hr. Jak. Fioroni, für eine orthopadische Maschine; Hr. Joh. B. Rasario, für kugelförmige und parabolische Reverbere; Hr. Ludw. Brenta, für große Glasglocken aus gebogenen Scheiben; Hr. Claud. Wibnant, für metallne Concordanzen; Hr. And. Citerio, für eine eiserne Kiste mit einer neuen Art von Vorhängschloß; Hr. Joh. Bernasconi, für zwei Schlösser; Hr. Ludw. Rosa, für eine Presse zu verschiedenem Gebrauche; Hr. Jak. Anghilere, für ein Modell des Tempels der Sibylle aus Zuker; Hr. Peter Cherubini, für Arbeiten in Alabaster; Hr. Franz Donesana, für Blumen, die auf eine neue Weise aus Wachs verfertigt wurden; Fr. Louise Remondino, vermählte Volpi, für erhabene Stikerei; Hr. Benedict Bergonzi, für Anwendung von Klappen auf das Waldhorn; Hr. Gerhard Solari, für einen wirthschaftlichen Bakofen; die HHn. Joh. u. Jos. Prina, Gebrüder, für verbesserte Kaffe-Seiher.

Von den vielen ehrenvollen Erwähnungen (menzione onorevole) wollen wir nun zwei hier anführen, bei welchen giudizio saspeso für die silberne Medaille war: nämlich jene des Hrn. Carlo Bernardi und Jak. de Luigi, für Klappen an dem Jagdhorne, und des Hrn. Joh. Ponzini, wegen Zurichtung des Tull. (Vgl. Giornale di Fisica Decad. II. T. VII. p. 464.)

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