Titel: Barclay's Brauerei in London.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1825, Band 17, Nr. XXIX./Miszelle 22 (S. 129–130)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj017/mi017029_22

Barclay's Brauerei in London.

Die zu dieser Porter-Brauerei gehörigen Gebäude schließen eine Fläche von 3 Acres Landes (1 Acre = 1125 Wiener □ Klafter) ein. Die Brauerei braute im vorigen Jahre 351,474 Fässer Vier jedes zu 36 Gallon (1 Gallon = 3,264 wien. Maß). Eine Dampf-Maschine von der Kraft von 22 Pferden versteht, nebst 200 Arbeitern, die täglichen Dienste in der Braustätte: außer dem Brauhause besorgen über 3000 Individuen Transport und Verkauf des Biers. Innerhalb des Hauses und außer demselben sind noch 160 Pferde täglich im Dienste. Jede der 3 hier vorhandenen Pfannen faßt 150 Fässer. (Mercurè technologique. März 1825. S. 326.) So ungeheuer auch die Londoner Braustätten der Hrn. Barclay, Whitbread, Meux etc. sind, so ungenießbar ist ihr Porter und ihr Ale für einen Baier, dessen |130| Gaumen und Magen nie ohne Ekel au den stattlichen Porter („strout Porter“) und an das starke Ale („strang ale“) sich zurük erinnern kann, wenn er auch nur einmahl in seinem Leben zu dem martervollen Versuche aus Durst gezwungen war, davon zu kosten. Ein Baier wird eher das schlechteste Wasser, als Londoner Biere trinken, die höchstens besser sind, als die holländischen und norddeutschen Viere. Bier brauen können nur die Alt-Baiern: diese haben ihre Kunst von den Söhnen des h. Augustin, des h. Benedict, des h. Dominicus und Franciscus gelernt, die bekanntlich nicht bloß Meister im Brauen, sondern auch Virtuosen in der Kunst zu trinken waren.

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