Titel: Kohlen und Kalk als Dünger.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1825, Band 17, Nr. XXIX./Miszelle 30 (S. 132)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj017/mi017029_30

Kohlen und Kalk als Dünger.

Ein Besizer eines Kalkofens in der Gegend von Beaujeu ließ, bei der Räumung desselben, die Kohlenbrände sammt den Kalkresten auf einen Theil seines in der Nahe befindlichen Weinberges werfen. Er bemerkte, daß die damit bedekte Stelle seines Weinberges vom Reise verschont blieb, während die übrigen von demselben litten, und daß diese Stelle mehr und bessere Trauben trug, indem die Erde immer etwas feucht blieb. Er erklärt sich diese Phänomene durch die schwarze Farbe der Kohle, die mehr Sonnenstrahlen und dadurch auch mehr Wärme verschlang, und diese länger behielt; durch die, der Kohle beigemengte Asche, die, zugleich mit dem Kalke, den Humus auflösen hilft; durch die Eigenschaft der Kohle, das Regenwasser leicht zu verschlingen und länger zu behalten. Wir erinnern uns auch in Deutschland in einem Garten das Beet, in welchem die Obstbäume, an einer schwarz übertünchten Wand aufgezogen, gepflanzt waren, mit Kohlenpulver überstreut gesehen zu haben, um die Blüthen vor Reisen zu bewahren. (Mercure technologique. März. S. 325.)

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