Titel: Verfertigung italiänischer Draht-Zieheisen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1825, Band 17, Nr. LIII./Miszelle 10 (S. 255)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj017/mi017053_10

Verfertigung italiänischer Draht-Zieheisen.

Eine Eisenplatte wird in eine Art flachen Troges gebogen, und an den Kanten überall aufgebogen, dann mit Bruchstüken von Gußeisen gefüllt, bis zur Schweißhitze geglüht, und gehörig unter dem Hammer zusammengeschmiedet. Hierauf werden die Löcher von rükwärts durchgeschlagen, so daß die Vorderseite aus Gußeisen besteht. (Mechanic's Magaz. N. 81. S. 392.) Diese Notiz wird durch eine Mittheilung des Hrn. H. W. Reveley in Gill's techn. Repos., März, S. 160 bestätigt. Die berühmten Lyoner-Drahtzug-Eisen sind nichts anderes, als Becken von geschlagenem Eisen mit Gußeisen gefüllt, das mit jenem zusammengeschweißt wird. Dies soll auch der wilde Stahl der Italiäner, acciajo selvatico, seyn. Auch in Nord-England verstand man schon seit langer Zeit die Kunst, Gußeisen mit Hammereisen zusammen zu schweißen; Man bessert dort die Hufeisen mit Gußeisen aus, d.h., man schweißt Stollen aus Gußeisen auf Hufeisen auf, und stählt sie dann, wie Stahl, wo sie eben so lange dauern, und wohlfeiler zu stehen kommen.

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