Titel: Viney's, Verbesserungen und Zusätze an Abtritten.
Autor: Viney, James
Fundstelle: 1826, Band 19, Nr. XLIII. (S. 173–174)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj019/ar019043

XLIII. Verbesserungen und Zusäze an Abtritten, worauf sich Jak. Viney, Oberst der Artillerie auf der Insel Wight, am 6. Mai 1824 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of Arts. N. 58. S. 140.

Mit Abbildungen auf Tab. III.

Der Zweck dieser Verbesserung ist, den Unrath aus den Abtritten auf eine einfachere und bequemere Weise, als bisher, wegzuschaffen. Der Hr. Oberst schlägt vor, den Abtritt und seine Röhren auf die hier Tab. III. Fig. 2, dargestellte Weise zu bauen. aa, ist der Durchschnitt der Mauer des Hauses, an welcher der Abtritt sich befindet. b, ist der Abtritt oder das Becken, in welches der Unrath entleert wird. c, ist die Ableitungsröhre, die |174| sich mittelst einer Fallthüre in eine außen an der Wand senkrecht hinabsteigende Röhre, dd, öffnet. Diese Röhre, d, steht oben nach der Luft zu offen, und führt unten in den Canal oder in die Kloake. e, ist eine Röhre, die aus einem Wasserbehälter über, b, Wasser herabführt, und sich unten in zwei Arme theilt, f. In der Röhre, d, befindet sich eine Klappe, um den Zufluß des Wassers zu reguliren. Wenn diese Klappe geöffnet wird, fließt das Wasser durch den Arm der Röhre, f, in die Röhre, g, die an dem oberen Rande des Bekens herumläuft. Diese Röhre, g, ist entweder unten mit einem Längenspalte oder mit mehreren Löchern versehen, durch welche das Wasser ausfließt, und die Wände des Bekens abwäscht.

Wenn der Abtritt nicht gebraucht wird, läßt man das Fallbrettchen, h, herab, so daß es die Mündung der Röhre, c, schließt, und das Wasser in dem Beken bis zur punctirten Linie hinauf stehen läßt, so daß kein übler Geruch durch diese Röhre heraufdringen kann: das überflüßige Wasser wird durch die punctirte Röhre nach, d, abgeführt.

Nachdem der Abtritt gebraucht wurde, wird die Schnur, i, gezogen, die an dem Fallbrettchen, h, befestigt ist, und oben über Rollen läuft; dadurch wird das Fallbrettchen gehoben, und was in dem Beken enthalten ist, fließt aus, indem es die Fallthüre am Ende der Röhre öffnet; diese schließt sich hierauf sogleich wieder, so daß kein Geruch durch die Röhre, c, heraufdringt. Der Geruch aus, d, entweicht in die Luft60).

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Wir haben im polyt. Journ. B. XV. S. 436. einen bequemeren Abtritt angegeben. Bei uns würden diese Fallthüren im Winter einfrieren. Auch ist die obere Oeffnung bei, d, ganz überflüßig. A. d. Ueb.

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