Titel: Preise, welche die Société d'Encouragement etc. für die Jahre 1826, 1827, 1828 und 1830 ausgeschrieben hat.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 19, Nr. LII. (S. 195–209)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj019/ar019052

LII. Preise, welche die Société d'Encouragement pour l'Industrie nationale in ihrer General-Sizung am 26. October 1825 für die Jahre 1826, 1827, 1828 und 1830, ausgeschrieben hat.

Preise für das Jahr 1826.

Oekonomische Künste.

1) Preis von 2000 Franken auf die Entdeckung eines sehr wohlfeilen Verfahrens zur Aufbewahrung des Eises.

(Wie im polytechn. Journale. B. XVI. S. 100)

Preise, die für das Jahr 1826 verschoben wurden.

Mechanische Künste.

2) Preis für Verfertigung einfacher und wohlfeiler Werkzeuge und Geräthe zur Gewinnung des Runkelrüben-Zukers.

(Wie im polytechn. Journale. B. XIII. S. 128.)

3) Preis für eine Maschine zur Verfertigung von Gläsern für optische Instrumente.

(Wie im polytechn. Journale. B. VII. S. 91.)

4) Preis für eine Handmühle zum Aushülsen der Hülsenfrüchte.

(Wie im polytechn. Journale. B. VII. S. 108.)

5) Preis für Anwendung der sogenannten hydraulischen Presse, auf Oehl- und Wein-Pressen, und zum Auspressen der Pflanzensäfte überhaupt.

(Wie im polytechn. Journale. B. VII. S. 111.)

6) Preis für eine Maschine zum Abschaben der Haare an den Fellen für Hutmacher.

(Wie im polytechn. Journale. B. VII. S. 99.)

Chemische Künste.

7) Preis auf Entdekung eines künstlichen Ultramarins.

(Wie im polytechn. Journale. B. XVI. S. 95.)

8) Preis von 3000 Franken auf Vervollkommnung der Hut-Färberei.

(Vergl. polytechn. Journal. B. XVI. S. 97.)

Die Gesellschaft hat den Preis um 1000 Franken erhöht, und folgendes Programm beigefügt:

„Die Färbestoffe sind entweder einfach, oder zusammengesezt, d.h. sie sind bald Substanzen eigener Art, (sui generis), die man nur aus den Körpern ausziehen darf, die sie enthalten; |196| bald entstehen sie durch die Vereinigung mehrerer Elemente, die unter sich eine wahre, in gegebenen Verhältnissen unauflösbare Verbindung bilden, und eine so ausgesprochene Farbe erzeugen, daß man sie mit Vortheil in der Färberei anwenden kann. Die einfache Farbe wird durch eine Beize gebunden; die andere bildet sich in dem Färbebade, und schlägt sich auf das Gewebe nieder, oder man bestimmt die Bildung derselben auf dem Gewebe selbst, indem man dasselbe nach und nach mit den verschiedenen Substanzen durchdringt, die zu dieser Zusammensezung gehören. Wir werden hier nicht die häufigen und bekannten Beispiele dieser beiden Arten von Färberei anführen; wir werden uns hier nur mit jener Zusammensezung beschäftigen, die die schwarze Farbe erzeugt. Diese Farbe ist, wie man weiß, im Allgemeinen nichts anderes, als eine Vereinigung der Galläpfel-Säure mit Eisen-Oxid,76) und die Menge von Ingredienzen, die man diesen beiden Hauptstoffen beifügt, dient, allem Anscheine nach, zu nichts anderem, als die Farbe zu sättigen und ihr Glanz zu geben. Wenn man daher die Sache in ihrer größten Einfachheit betrachtet, so sieht man, daß es bei dem Schwarzfärben sich bloß um Erzeugung von galläpfelsaurem Eisen handelt, und um Verbindung desselben mit dem organischen Körper, welchen man mit dieser Farbe bekleiden will. Jede Verbindung, wenn sie innig seyn soll, fordert aber unmittelbare Berührung; es müssen daher die Flächen, welche vereinigt werden sollen, sehr rein seyn; und wirklich ist es auch allgemeiner Grundsaz in der Färberei, daß |197| eine Farbe desto schöner und reiner ausfällt, je mehr die Oberfläche der zu färbenden Fasern von allem fremden Stoffe rein ist, je mehr sie, wenn man so sagen darf, gescheuert ist. Eine andere Folge desselben Grundsazes ist, daß man sorgfältig jede Dazwischenkunft zwischen den zu färbenden Flächen und den färbenden Theilen vermeidet, und dieß ist höchst wahrscheinlich einer der schwereren Fehler, in welche unsere Hutfärber beständig fallen. Sie nehmen einen Haufen Ingredienzen zu ihrem Bade, die eine Menge unauflöslicher Stoffe enthalten: mitten unter diesem Breie oder Kothe soll also die Farbe sich bilden. Man sieht, daß die Farbe hier nothwendig schmuzig und schekig bei so vielen fremden Körpern ausfallen muß, die sich dazwischen legen; und daher die Nothwendigkeit, das Färbebad mit Färbestoff zu überladen, um diese Fehler zu bedeken, wodurch die auf diese Weise umhüllte Faser allen Glanz und alle Weiche verliert.

Auf diese theoretischen Grundsäze gestüzt, scheint ein weit verständigeres Verfahren darin zu liegen, daß man

1) nur solche Substanzen anwendet, die zur Erzeugung der schwarzen Farbe streng nothwendig sind;

2) nur, in Hinsicht auf auflösbare Körper, mit filtrirten oder geklärten Auflösungen arbeitet;

3) das Eisen nur auf den mittleren Grad seiner Oxidation bringt, entweder durch Calcinirung des gewöhnlichen Eisenvitrioles, oder dadurch, daß man die Auflösung mit etwas Salpetersäure |198| kocht, oder daß man endlich den Eisenrost mit Essigsäure oder mit einer anderen Säure behandelt, die dieses Oxid aufzulösen vermag.

Man hat in der Färberei allgemein bemerkt, daß hinsichtlich des lezten Punctes, die Schwefelsäure des schwefelsauren Eisens auf die Fasern eine nachtheilige Wirkung hervorbringt, und mehrere Praktiker haben mit allem Rechte vorgeschlagen, Essigsäure statt derselben zu nehmen. Man erhält allerdings, auf diese Weise viel günstigere Resultate, und wenn der Erfolg nicht immer vollkommen gelang, so ist dieses, ohne Zweifel, nur der schlechten Bereitung dieses Productes zuzuschreiben, welches man selten gehörig bereiter erhält. Gewöhnlich bedient man sich zu diesem Zwecke nur der rohen brennzeligen Holzsäure, oder einer solchen, die höchstens nur eine einfache Rectification erhalten hat. In diesem Zustande enthält sie noch eine große Menge Theer, der sich hier und da an dem zu färbenden Stoffe anlegt, und folglich hindert, daß die Galläpfel, und daher auch die Farbe, nicht gleichförmig angreift. Man sollte demnach sich nur solcher Säure bedienen, die man durch Zersezung essigsaurer Pottasche mittelst Schwefelsäure erhält, und nicht der rohen Säure, oder solcher, die nur ein Mahl destillirt wurde. Die Anwendung der brennzeligen Holzsäure, wenn sie gehörig bereitet ist, liefert den doppelten Vortheil, daß dadurch keine Veränderung der organischen Fasern hervorgeht, und daß noch überdieß ihre Vereinigung mit dem Eisen-Oxide erleichtert wird. Diese flüchtige Säure verläßt die Basen, mit welchen sie sich verbunden hat, mit solcher Leichtigkeit, daß sie in dieser Hinsicht vor allen anderen den Vorzug verdient.

Dieß sind im Allgemeinen die Bemerkungen, welche der gegenwärtige Zustand der Wissenschaft darzubiethen gestattet; es könnte indessen möglich seyn, daß, in dem gegenwärtigen Fälle, wie in vielen anderen, die Theorie nicht mit der Praxis übereinstimmte. Wir haben z.B. (und Alles scheint uns hierzu zu berechtigen), die Anwendung der schmuzigen Bäder widerrathen, in welchen die Färbetheilchen so zerstreut sind, daß sie nur mit der größten Schwierigkeit sich einander nähern können; wäre es aber vielleicht nicht möglich, daß eben diese Schwierigkeiten mehr nüzten, als schadeten, indem sie, wie in der Gärberei, nur eine langsame und nach und nach erfolgende, und vielleicht eben dadurch vollkommnere Verbindung gewähren? Wir haben daher |199| obige Vorschläge nur mit aller Behutsamkeit gemacht; man darf sie nur als einen Gegenstand betrachten, über welchen noch Versuche und Beobachtungen angestellt werden müssen, nicht als ein entschiedenes End-Resultat.

Die Abhandlungen müssen vor dem 1. Mai 1826 eingesendet werden.

Das Verfahren muß darin deutlich und bestimmt beschrieben seyn, und die Dosen eines jeden Ingrediens muß nach gemeinem Gewicht angegeben seyn.

Der Abhandlung müssen Muster der nach dem angegebenen Verfahren gefärbten Stüke beigelegt seyn.

Der Preis wird, wenn er ertheilt werden kann, in der allgemeinen Versammlung im Julius 1826 zuerkannt.

9) Für Verfertigung von Papier aus dem Papier-Maulbeerbaume (Morus papyrifera L. Broussonetia papyrifera Botan.)

(Wie im polytechn. Journale. B. VII. S. 244.)

10) Für Verbesserung von Eisengußwerken.

11) Für Verbesserung der Formen von Gußarbeiten, die noch zur weiteren Verarbeitung bestimmt sind.

(Wie im polytechn. Journale. B. X. S. 497.)

12) Für Wolle zur Verfertigung der gemeinen Filzhüte.

(Wie im polytechn. Journale. B. VII. S. 99.)

13) Für eine zwekmäßigere Spiegelbelegung, als die bisher gewöhnliche.

(Wie im polytechn. Journale. B. VII. S. 100.)

14) Für Verbesserung der in der Kupferstecherkunst nothwendigen Materialien.

(Wie im polytechn. Journale. B. VII. S. 116.)

15) Für Entdekung eines Metalles oder einer Metall-Composition, die weniger vom Roste angegriffen wird, als Stahl und Eisen, um dieselben bei Maschinen zum Zerkleinen weicher Speisen anzuwenden.

Oekonomische Künste.

16) Preis für eine Masse, die sich wie Gyps formen läßt, und der Witterung so gut, wie Stein, zu widerstehen vermag.

(Wie im polytechn. Journale. B. VII. S. 125.)

Akerbau.

17) Preis für eine Mühle zur Reinigung des Heidekornes.

(Wie im polytechn. Journale. B. VII. S. 127.)

18) Preis für denjenigen, der am meisten Rothföhren (Pinus rubra Mill.) gesäet haben wird.

(Vergl. polytechn. Journal. B. VII. p. 127.)

|200|

19) Preis für Einführung gebohrter Brunnen (ponts arté siens) in Gegenden, in welchen man dieselben noch nicht kennt.

(Vergl. Polytechn. Journal. B. VII. p. 246.)

Der ehemalige Preis von 1500 Franken wurde in 3 goldene Medaillen, jede zu 500 Franken, verwandelt.

20) Preis für Einführung und Cultur von Pflanzen in Frankreich, welche für den Akerbau, für Künste und Manufacturen nüzlich sind.

(Wie im polytechn. Journale. B. VII. S. 242.)

Preise für das Jahr 1827.

Mechanische Künste.

21) Preis von 6000 Franken auf Anwendung der hydraulischen Kreisel (turbines hydrauliques) oder der Räder mit krummen Blättchen des Belidor (roues à palettes courbes de Bélidor) im Großen bei Werkstätten und Fabriken.

Die Theorie zeigt uns eine ganz besondere Methode, die Wirkung des herabfallenden Wassers aufzunehmen, die unseren Werkstätten einen großen Dienst leisten könnte, und von der es zu bedauern ist, sie nicht allgemein eingeführt zu sehen; wir meinen die Räder, die unter dem Namen Räder mit krummen Blättchen (roues à palettes courbes)77), oder auch unter dem Namen hydraulischer Kreisel (turbines hydrauliques)78), bekannt sind.

Diese Kreisel biethen wirklich, nach der Theorie, große Vortheile über alle bisher bestehenden Maschinen dar: denn 1) erzeugen sie das Maximum der Wirkung um senkrechte, horizontale und schiefstehende Achsen; 2) passen sie für jeden Fall des Wassers bei allen Geschwindigkeiten und allen möglichen Wassermengen. Es wäre daher sehr gut, wenn man alle diese kostbaren Resultate der Theorie in der Praxis auf eine vollkommne und wohlfeile Weise ausführen könnte.

Der Eintritt des Wassers ohne Stoß und der Austritt desselben aus dem Rade ohne Geschwindigkeit sind allerdings zwei |201| leicht zu erfüllende Bedingungen, unter der Voraussezung, daß nur ein einziger Wasserfaden einfällt: allein bei der Anwendung im Großen kann man annehmen, daß sich mehr oder minder bedeutende Schwierigkeiten finden werden.

Wenn man nur etwas hierüber nachdenkt, wird man fühlen, wie sehr die bestimmten Maße der ein- und austretenden Massen:

Wie sehr die Beweglichkeit der flüssigen Theilchen, die Dike und Form der krummen Blättchen oder Seiher, über welche sie hingleiten, oder auf welche sie wirken,

wie sehr die Entfernung oder der nothwendige Ausstoß dieser Theilchen, welche, nach ihrer Wirkung, in einem Raume abgesezt werden, der alsogleich von dem Rade eingenommen werden muß;

wie sehr endlich alle diese Umstände zusammengenommen die Frage verwikeln können, um welche es sich hier handelt, und zur Nothwendigkeit zwingen müssen, verschiedene Versuche anzustellen und zu wiederholen.

Diese Bemerkungen scheinen um so mehr gegründet, als die Basacle-Mühlen zu Toulouse (moulins du Basacle), die sogenannten Birnen-Räder (roues à poire) die einige Aehnlichkeit mit diesen Kreisel-Rädern besizen bisher nur wenig oder gar keinen Nuzen gegeben haben, auch bisher nur sehr wenig gebraucht wurden, indem 1) sie überhaupt nicht nach feststehenden, durch Theorie und Erfahrung erprobten, Regeln gebaut worden sind; 2) die Modificationen, die man nach Umständen, und nach dem Bedarfe verschiedener Werkstätten daran anzubringen hat, nicht genau genug bestimmt wurden, oder selbst eine lange Zeit über gänzlich unbekannt geblieben sind.

Diese Betrachtungen, verbunden mit der Wichtigkeit der Kreisel-Räder, und der Allgemeinheit, in welcher sie angewendet werden können, bei der höchst wahrscheinlichen Möglichkeit, sie selbst unter Wasser in Umtrieb zu sezen, wo sie gegen Eis sowohl als gegen das stäte Wechseln im Steigen und Fallen des Wassers gesichert sind, die öfters und namentlich zu Marly, selbst bei den gemeinsten Maschinen so große Hindernisse in den Weg legten, bestimmten die Société d'Encouragement demjenigen Mechaniker einen Preis zuzuerkennen, der, bis zum 1. Mai 1827, wenigstens zwei Räder dieser Art gebaut und im Großen in Umtrieb gesezt haben wird, so daß die Resultate, welche die Commission, die dieselbe zu prüfen hat, dadurch erhält, jedermann vollkommen überzeugen können, und bestimmt und |202| verlässig genug sind, um jeden Zweifel über das Gelingen fernerer Anwendungen derselben zu beseitigen.

Als Belege ihrer Erfahrungen so wie des theoretischen Theiles müssen die Concurrenten 1) eine methodische und praktische Anleitung, die selbst dem praktischen Zimmermanne faßlich ist, beifügen, in welcher alle Regeln enthalten sind, nach welchen man bei dem Baue derselben in jedem besonderen Falle zu verfahren hat. 2) Plane und detaillirte Zeichnungen in einem Maßstabe von 0,m. 05 auf das Meter.

Die Gesellschaft verlangt ferner, daß diese Räder mit krummen Blättchen oder diese hydraulischen Kreisel, die zur Preiswerbung eingeschikt werden, bei kleinen Fällen, wie 0m 20 C. bis 2m; wenigstens eine doppelt so starke Wirkung, als die großen Blätter-Räder, hervorbringen, die man an Mühlen und anderen Werkstätten stromaufwärts an der Seine, Marne und anderen Flüssen hat.

2) Daß bei einem Falle von 3 bis 6 Meter, sie auf eine vortheilhafte Weise mit guten Eimer-Rädern oder mit den besten Lauf-Rädern (roues à coursier) wetteifern;

3) daß sie für jeden Fall, weniger schwer und wohlfeiler sind, als die lezteren.

4) Daß sie, unter kleinerem Raume, eine größere Kraft ausüben.

Es wäre zu wünschen, daß diese Räder sich unter dem Wasser mit irgend einer Geschwindigkeit bewegen könnten, so daß sie gegen das Eis und gegen das Steigen und Fallen des Wassers sicher wären.

Man hat ferner beschlossen: 1) daß entfernt wohnende Mechaniker, die solche Kreisel-Räder verfertigen und um den Preis mitwerben wollen, sich an den Präfecten ihres Departementes wenden, um ihre Maschinen von den Ingénieurs des ponts et chaussée et des mines ihres Departementes und Bezirkes prüfen zu lassen; 2) diese Ingenieurs müssen bezeugen, in einem detaillirten Berichte, daß alle in diesem Programme ausgeschriebenen Bedingungen erfüllt sind, damit die Gesellschaft wisse, woran sie sich hierüber zu halten hat, wenn sie nicht direct Commissäre absenden kann.

Wegen der Kosten bei dem Baue dieser Maschinen, der Abhandlungen, Plane und Zeichnungen, der detaillirten methodischen Anleitung für Zimmerleute, wegen der Reisen und des |203| Aufenthaltes bestimmt die Gesellschaft den Preis zu 6000 Franken, der, wenn er gewonnen seyn wird, in der allgemeinen Sizung im Julius 1827 zuerkannt werden wird.

Chemische Künste.

22) Preis von 2000 Franken für denjenigen Leimsieder, der im Laufe des Jahres die größte Menge Leimes von verschiedenen Sorten von der besten Qualität und um den billigsten Preis verkauft haben wird. (Man verlangt nicht, daß dieser Leim statt des Fischleimes bei dem Klären des Bieres angewendet werden könne; es wäre selbst unnüz, daß die Preiswerber sich bemühten es soweit zu bringen79).

|204|

Akerbau.

23) Preise von 3000 und 1500 Franken für eine vollständige Beschreibung der vorzüglichsten Zweige der Fabrik-Industrie, welche von Landleuten betrieben werden oder betrieben werden können.

(Wie im polytechn. Journale. B. XVI. S. 106.)

Preise, welche für das Jahr 1827 verschoben wurden.

Mechanische Künste.

24) Preis von 6000 Franken auf Erzeugung eines zur Fabrikation der Nähenadeln geeigneten Drahtes.

(Wie im polytechn. Journale. B. VII. S. 115.)

|205|

25) Preis auf Nähenadel-Fabrikation.

(Wie im polytechn. Journale. B. VII. S. 95.)

Chemische Künste.

26) Preis für Errichtung einer Fabrik im Großen zur Erzeugung feuerfester Schmelztiegel.

(Wie im polytechn. Journale. B. X. S. 495. Nur ward der Preis um 1000 Franken vermehrt.)

27) Preis auf Verfertigung von Fischleim.

(Wie im polytechn. Journale. B. VII. S. 105.)

Oekonomische Künste.

28) Preis auf Austroknung des Fleisches.

(Wie im polytechn. Journale. B. VII. S. 247. B. XIII. S. 124. 126.

29) Drei Preise auf Verbesserung im Baue der Oefen, jeden zu 3000 Franken80).

Die Phänomene der Verbrennung waren der Gegenstand tiefen Nachdenkens; die Geseze, welche der Wärmestoff bei seiner Entwikelung und bei seiner Uebertragung befolgt, die Wirkungen, welche er hervorbringt, die wärmende Kraft verschiedener Brenn-Materialien wurden von den geschiktesten Physikern beobachtet und bestimmt; es fehlen aber noch immer einige Daten, um die wissenschaftlichen Resultate mit Erfolg auf die Berechnung der gehörigen Dimensionen bei verschiedenen in den Fabriken nothwendigen Oefen anwenden zu können, und der Praktiker hat noch keine sichere Leitung um die Fragen, um welche es sich in dieser Hinsicht handelt, auf die möglich beste Weise zu lösen. Man sieht, daß jeder Ofen-Baumeister sich anderer Dimensionen bei seinem Baue bedient, und seinen Zwek nur durch ein blindes Tappen zu erreichen sucht. Hieraus erhellt, daß die bei den Fabriken gebrauchten Oefen überhaupt noch weit von jenem Grade von Vollkommenheit entfernt sind, zu welchem sie gelangen können. Dieser Grad von Unvollkommenheit ist aber eine der Haupt-Ursachen des höheren Preises unserer Producte und der ungeheueren Auslagen, welche der Ankauf der Brenn-Materialien bei unseren mit Feuer arbeitenden Fabrikanten |206| veranlaßt81). Eben so offenbar ist es auch auf der anderen Seite, daß wenn die Thatsachen, auf welchen der bessere zwekmäßige Bau der Oefen beruht, allgemein bekannt und verbreitet seyn werden, man weniger schlecht gebaute Oefen sehen wird, die mit ihrem Rauche die ganze Nachbarschaft umher bedeken. Diese Frage ist also auch in Hinsicht auf Gesundheit der Nachbarschaft der Fabriken und der Sicherheit der Fabrikanten eben so wichtig, als in Hinsicht auf ökonomische und industrielle Vortheile. Die Société d'Encouragement hat daher, durchdrungen von der hohen Wichtigkeit dieses Gegenstandes, und alle damit verbundenen Schwierigkeiten wohl erwägend, beschlossen, mehrere Abtheilungen in dem Programme dieses Preises zu machen, und für jede derselben einzelne Preise von hinlänglichem Betrage auszusezen, damit die Preisewerber durch dieselben sich entschädigen können.

Es schien ihr, daß man die Oefen in Hinsicht auf die verschiedenen Dienste, die sie zu leisten haben, unter folgende drei Abtheilungen bringen kann:

1) Oefen zum Erhizen von Flüßigkeiten, zum Eindampfen oder zur Dampferzeugung.

2) Oefen zum Oxidiren der Metalle.

3) Oefen zur Reduction der Metall-Oxide und zum bloßen Schmelzen oder Anlassen der Metalle.

Bei der ersten Art der Oefen muß der Zwek der seyn, das Brenn-Material auf die möglich nüzlichste Weise zu verbrennen, und so wenig Rauch, wie möglich zu erzeugen.

Bei der zweiten Art muß man den Ofen so bauen, daß daß eine solche Menge Luft auf das Brenn-Material einströmmt, daß der Sauerstoff, welchen dieselbe enthält, hinreicht, um nicht bloß dieses gehörig zu verbrennen, sondern auch das Metall, welches man in Oxid verwandeln will, schnell, vollkommen und mit aller Leichtigkeit in Oxid zu verwandeln.

Die Oefen der dritten Art hingegen müssen nach solchen |207| Dimensionen erbaut seyn, daß die Luft, welche durch das Brenn-Material durchzieht, in demselben hinlänglich zersezt wird, um das Metall, welches geschmolzen, oder bloß auf der Sohle des Ofens angelassen werden soll, nicht zu oxidiren.

Die zweite Art dieser Oefen kann also leicht rauchverzehrend (fumivore) gemacht werden, indem das Brenn-Material in denselben immer der Einwirkung eines mehr als hinreichenden Luftstromes ausgesezt ist. Anders verhält es sich hingegen bei den Oefen der dritten Abtheilung: diese Oefen können nicht geradezu rauchverzehrend gemacht werden, und Oefen, welche zur Desoxidirung der Metalle bestimmt sind, müssen selbst immer Rauch geben, indem dieselbe Ursache, welche die Metall-Oxide zu reduciren strebt, sich der leichten Entzündung des Brenn-Materiales widersezt.

Die Oefen der ersten Art sind diejenigen, die am häufigsten angewendet werden; sie sind auch diejenigen, an welchen der Mangel einer hinlänglichen Kenntniß sich am fühlbarsten äußert, und wenn man zur Steuer der Wahrheit bekennen muß, daß es einige Fabriken gibt, wo man sie gehörig zu bauen versteht, so muß man aus eben diesem Grunde auch gestehen, daß, zum großen Schaden der Nachbarschaft wie der Eigenthümer dieser Oefen, meistens das Gegentheil Statt hat. Einige Bemerkungen werden dieß bestätigen.

Man weiß, z.B., daß, wenn man sich des Calorimeters bedient, man mit Einem Kilogramme Steinkohlen 10 bis 11 Kilogramme Wasser in Dampf verwandeln kann; man weiß aber auch, daß man in den meisten Fabriken mit eben dieser Menge Steinkohlen, die man unter Kesseln verbrennt, welche mit Wasser, oder mit wenig concentrirten Salzauflösungen gefüllt sind, nur 4 bis 5 Kilogramme Dampf erhält. Eben dieß ist bei mehreren Dampfkesseln an Dampfmaschinen der Fall, und es gibt sogar wenig Fabrikanten, die, in dieser Hinsicht, die Kraft ihrer eigenen Oefen kennen. Man weiß indessen, daß, in einigen Manufacturen, man es dahin brachte, unmittelbar 8 bis 9 Kilogramme Wasser mit Einem Kilogramme Steinkohlen in Dampf zu verwandeln. Hieraus erhellt der Vortheil, den man von einer Verbesserung im Baue der Oefen, um welche es sich hier handelt, haben kann.

Was die Oefen der zweiten und dritten Abtheilung betrifft, die vorzüglich in großen Werkstätten gebraucht werden, wo man gewöhnlich zugleich große Capitalien und ausgebreitete Kenntnisse |208| besizt, so mußten sie schon früher vervollkommnet werden; man weiß indessen aus Erfahrung, daß auch sie noch vieler Verbesserungen fähig sind. Die Abtheilungen, unter welche man diese Oefen brachte, bezeichnen den Zwek, auf welchen der Erbauer derselben hinzuarbeiten hat, und biethen zugleich richtigere Ideen über die Eigenschaften dar, welche sie besizen müssen, und wird ohne Zweifel zur Verbesserung des Baues derselben beitragen.

Die Société d'Encouragement ist der Meinung, daß es vortheilhafter wäre, alles, was auf jede dieser drei Abtheilungen von Oefen Bezug hat, einzeln zu untersuchen: sie sezt in dieser Hinsicht, 3 Preise, jeden zu 3000 Franken, aus, nämlich:

1) einen Preis von 3000 Franken für den Verfasser einer Abhandlung, in welcher derselbe die Frage über den besten Bau der zur Hizung der Flüßigkeiten, zur Abdampfung derselben und zur Dampf-Erzeugung bestimmten Oefen am besten lösen wird.

2) einen Preis von 3000 Franken für den Verfasser einer Abhandlung, in welcher die zweite Frage gelöset seyn wird, d.h., welcher die Verbesserung des Baues der Oefen zur Oxidirung der Metalle auf einen hohen Grad von Vollkommenheit gebracht haben wird.

3) einen Preis von 3000 Franken für denjenigen, welcher die dritte Frage erläutert, und die Mittel angegeben haben wird, die zum Schmelzen der Metalle, oder zur Reduction der Metall-Oxide bestimmten Oefen gehörig zu erbauen.

Da die Société d'Encouragement die Lösung dieser drei Fragen so viel möglich zu erleichtern und zu beschleunigen wünscht, indem sie für die Fortschritte unserer Industrie so höchst wichtig ist, meynte, daß eine genaue Uebersicht der Dimensionen, Ausgaben für Brenn-Material und der Wirkung der verschiedenen Oefen in den Werkstätten derjenigen Fabrikanten, die nicht um den Preis mitwerben wollen, ein großes Erleichterungs-Mittel zur Lösung dieser Fragen werden könnte; sie hat daher beschlossen, abgesehen von den drei obigen Preisen, vier Aufmunterungs-Medaillen (Médailles d'Encouragement) denjenigen Fabrikanten zu ertheilen, welche ihr genaue Tabellen nach dem hier beigefügten Modelle übersenden, und in denselben die vollständigsten, verläßigsten und vortheilhaftesten Resultate werden verzeichnet haben.

Die Abhandlungen und Tabellen müssen vor dem 1. May 1827 an das Secretariat der Gesellschaft eingesendet werden.

Die Preise werden, wenn sie gewonnen wurden, in der allgemeinen Versammlung im Julius 1827 zuerkannt.

|Zu_S._208|
Textabbildung Bd. 19, S. 208
|Zu_S._208|

Preise, die für das Jahr 1828 verschoben wurden.

|209|

Chemische Künste.

30. Für Bereitung des Flachses und Hanfes ohne Röstung.

(Wie im polytechn. Journale B. VII. S. 121.)

Akerbau.

31. Für denjenigen, der die meisten Föhren oder Corsicaner-Föhren gezogen haben wird.

(Wie im polytechn. Journale B. VII. S. 127.)

Preise für das Jahr 1830.

Akerbau.

32. Für Bepflanzung abschüssiger Gründe.

(Wie im polytechn. Journale B. VII. S. 250.)

33. Preis für Bestimmung der Wirkungen des Kalkes als Dünger.

(Wie im polytechn. Journale B. XVI. S. 109.)

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Modelle, Abhandlungen, Beschreibungen, Muster und Alles, was zur Preiswerbung gehört, muß postfrei an das Secrétariat de la Société d'Encouragement pour l'Industrie nationale, rue du Bac, N. 42, vor dem 1. May eines jeden Jahres eingesendet werden.

Wer einen Preis erhielt, kann ein Brevet d'Invention darauf nehmen. Ausländer können mit um den Preis werben: wenn aber einer derselben den Preis erhält, bleibt die Gesellschaft im Eigenthums-Besize seines Verfahrens, außer er wollte dasselbe in Frankreich ausüben, und ein Brevet d'Invention darauf nehmen. Auf die Abhandlung kommt ein Wahlspruch, und in einem versiegelten, mit demselben Wahlspruche versehenen, Billete wird der Name und Wohnort des Preiswerbers geschrieben. –

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Die Summe der hier ausgeschriebenen Preise beträgt 103,800 Franken. Dazu gibt die Regierung keinen Kreuzer: alles ist Privat-Sache.

|196|

Dieß ist die chemische Ansicht, nach der physischen ist die schwarze Farbe diejenige, welche, wenn sie die Oberfläche eines Körpers bekleidet, keinen Lichtstrahl zurükwirft. Daß diese Farbe auch auf andere Weise, als durch galläpfelsaures Eisen, hervorgebracht werden kann, erhellt aus der Menge schön schwarzer Körper, an deren Oberfläche kein galläpfelsaures Eisen vorkommt. Wenn unsere Physiker ihre, oft vielleicht leeren Spekulationen über Farben auf technische Zweke hinrichten würden, so würde die Färberei ihnen vielleicht noch mehr zu danken haben, als den Chemikern. Man vernachläßigt offenbar zu sehr die Grundsäze der Physik in der Färberei, oder vielmehr, die Physiker vernachläßigen zu sehr die Färber, die sich nicht so leicht zu jener Höhe hinauf schwingen können, von welcher die Physiker sich weit leichter herablassen könnten. Wir haben es bereits bloß durch Anwendung physischer Grundsäze, dahin gebracht, der Oberfläche eines Metalles alle Farben des Regenbogens zu geben und diese auch, jedoch unter andern Umständen, |197| auf Drukwaaren gewobener Zeuge, hervorgebracht, sollte man, da es auf dieser Welt so leicht ist um Alles gebracht zu werden, nicht auch in der Physik, noch es dahin bringen können, aus Allem nichts zu machen? Das Moiriren, wodurch die Farbe einer Oberfläche so sehr geändert wird, ist ein Grund mehr für unsere Ansicht, und selbst in dieser Preisaufgabe wird auf die Erhaltung gewisser Eigenschaften der Oberfläche des zu färbenden Körpers hingewiesen. Wenn wir Pariser-Hüte mit unseren bayerischen Hüten vergleichen; vorzüglich mit jenen aus Ambers, Augsburg (von Meister Zwicker), Erlangen, u.s.w. so müssen wir gestehen, daß wir keinen Grund finden, Pariser-Hüte kommen zu lassen; denn diese stehen den unsrigen in Hinsicht auf Preis und Güte weit nach: es fehlt höchstens nur an der Form, die unsere Hutmacher ihren Hüten leicht würden geben können, wenn sie sich von Zeit zu Zeit Muster aus Paris wollten kommen lassen. Die Franzosen fühlen selbst die Mängel ihrer Hüte, wie man aus dieser Preis-Aufgabe sieht. A. d. Ueb.

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Nouvelle Edition de Bélidor par Navier . A. d. O.

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Bericht der Académie royale des Sciences den 19ten April 1824 erstattet von einer aus den HHrn. de Prony, Girard und Dupin bestehenden Commission, in den Annales de Chimie, Jun. 1824, und im Auszuge im Bulletin de la Société d'Encouragement, September, 1824. S. 256. A. d. O. (So eben erschien in den Annales de Chimie , October, 1825. S. 136 eine Abhandlung über die senkrechten unterschlächtigen Räder mit krummen Blättchen nebst Erfahrungen über dieselben, von Hrn. J. V. Poncelet, die wir in einem der nächsten Häfte mittheilen werden. A. d. Ueb.)

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Man sieht hieraus, wie weit es mit der Kunst des Bierbrauens bisher in einem Lande gekommen ist, das die größten Chemiker der Erde besizt. Bier mit Leim klären! Der Uebersezer lebte einige Jahre in einem Lande, wo man Bier mit Schaffüssen klärte, und, da unter die Schaffüsse zuweilen Boksfüsse geriethen, so erhielt das Bier dadurch zuweilen einen Boksgeruch, wie der stärkste spanische Wein. – Dem Uebersezer scheint es ferner, daß die Zuerkennung des obigen Preises vielen Schwierigkeiten unterliegen wird, und da sie nur für französische Bürger zunächst bestimmt ist, so hat sie, als Preis-Aufgabe, für keinen Deutschen Interesse. Indessen enthält doch das Programm zu dieser Preis-Aufgabe manches, was auch unsere deutschen Landsleute interessiren kann. Es heißt: „Der Leim, den man in Frankreich vor 30 Jahren sott, war dunkelbraun und in verdikten weichen platten Stüken; er lößte sich im kalten Wasser auf, und entwikelte einen sehr stinkenden Geruch; die Stärke, mit welcher er zusammen hielt, war unbedeutend; er zog mächtiglich Feuchtigkeit aus der Luft an. Alle diese Eigenschaften deuten eine Gallerte an, die im Feuer sehr gelitten hat. Da er so schlecht war, so konnte man ihn nur bei Verfertigung der Filzhüte brauchen, und er war sehr wohlfeil: man nannte ihn Pariser-Leim (colle de Paris), schwarzen Leim (colle noire), oder Hutmacher-Leim (colle des chapeliers), und man kennt ihn noch jezt unter diesen Benennungen; allein man bereitet ihn heute zu Tage nur mehr aus verdorbenen Materialien, Roßsehnen, z.B. die bereits eine Art von Fäulniß erlitten. – Damals war fremder, nach Frankreich eingeführter Leim der einzige, den unsere vielen Fabriken brauchen konnten. Man brauchte den geruchlosen, farbe- und geschmaklosen Fischleim außer zum Bier- und Weinklären und außer dem pharmaceutischen und Küchengebrauche beinahe ausschließlich zur Appretur verschiedener Gewebe zur Verfertigung falscher Perlen, zur Fassung der Edelsteine, zur Verfertigung des englischen Taffetes, des Glanz- und feinen Kartenpapieres. – Der flämische und holländische blonde Leim in dünnen Blättchen, der |204| nur wenig Farbe hat, sehr gut klebt, beinahe keinen Geschmak besizt, diente zur Bereitung des sogenannten Mundleimes, zum Anmachen der sogenannten Leimfarben, zum Leimen musikalischer Instrumente, zum Belegen der Acajou-Möbel, zu Gallertbädern etc. – Der englische Leim in dikeren Platten ist mehr gefärbt, als der vorige, klebt stärker, und wurde bei den verschiedenen Schreiner-Arbeiten gebraucht, bei Emballagen, und zum Leimen des Papieres. – Nach und nach hat man statt dieser Leim-Arten andere, die man auf verschiedene Weisen erhielt, und die verschiedene Eigenschaften und Charaktere darbothen, angewendet, und den Fischleim allein zur Klärung des Weines und des Bieres gebraucht. – Unsere Leimsiedereien in dem Departement der Seine (wo allein jährlich für 600,000 Franken Leim gesotten wird), de la Seine inférieure, de l'Eure, des Ardennes, des Bouches du Rhone, de la Haute-Vienne et du Haut Rhin liefern bedeutende Mengen Leimes, die mit entschiedenem Vortheile Concurrenz mit dem Auslande halten können. Dieser Zweig der Industrie, der bei uns eine neue Schöpfung ist, hat rasche Fortschritte gethan; wir erzeugen bereits besseren Leim, als die Holländer, die Niederländer und die Engländer. Es sind aber noch einige Vervollkommnungen möglich, und wo wir diese nicht erreichen können, ist es immer gut auf jenem Puncte stehen zu bleiben, zu welchem wir emporgestiegen sind. Dieser Preis wird wenigstens die Vorzüge unseres Leimes vor jenem des Auslandes erweisen. Möchte er auch dazu beitragen, die immer noch bedeutende Einfuhr des ausländischen Leimes gänzlich aufhören zu machen, und unserem Producte dafür Ausfuhr zu verschaffen. Ueber Leimsiederei und ihre Vervollkommnung, über die Kennzeichen und Prüfungs-Mittel eines guten Leimes, vergleiche man die Artikel: Colle-forte im Dictionnaire technoloqique , und den Bericht über den Leim von Hrn. Grenet (im Bulletin de la Société d'Encouragement. October 1825.“ (1825 muß ein Drukfehler seyn; denn in diesem Hefte kommt nichts vom Leime vor.) A. d. Ueb.

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Die Société hat in der diesem Programme beigefügten Tabelle einige literarische Notizen über Oefen beigefügt. In unserem Journale wird der Leser beinahe in jedem Bande mehrere Beiträge zu dem Baue und zur Benüzung derselben finden. A. d. Ueb.

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Bei der schlechten Einrichtung unserer Stubenöfen und Herde, durch welche jährlich für mehrere Hunderttausend Gulden Holz in Bayern lediglich umsonst verbrannt wird (Vergl. polytechn. Journ. B. XVII. S. 409.) wäre es sehr zu wünschen, daß man durch ähnliche Preise bei uns auch für Verbesserung der Stubenöfen sorgte. Wir haben Forst-Devastationsgeseze; aber unsere ungeheueren Kagelöfen finden allgemeinen Schuz. A. d. Ueb.

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