Titel: Ueber Bereitung des Kalk-Bichlorüre's (oxygenirt salzsauren Kalkes oder chlorsauren Kalkes) und Bestimmung der Menge Chlors, die es enthalten muß, von Hrn. A. Chevallier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 19, Nr. XXI./Miszelle 17 (S. 106)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj019/mi019021_17

Ueber Bereitung des Kalk-Bichlorüre's (oxygenirt salzsauren Kalkes oder chlorsauren Kalkes) und Bestimmung der Menge Chlors, die es enthalten muß, von Hrn. A. Chevallier.

Da die Auflösung des Kalk-Bichlorür's, so sehr zur Zerstörung der Miasmen und Vertilgung des Gestankes gebraucht wird, finden wir es zwekmäßig, die Bereitung desselben zu lehren, und die Menge Chlors zu bestimmen, die in der Auflösung enthalten ist.

Ein Kilogramm Kalk-Bichlorür von 90° an Gay-Lussac's Chlorometer enthält 320 Gramme Chlor dem Gewichte, und 99 Litres Chlor-Gas dem Maße nach. Hieraus ergibt sich folgende Formel für Kalk-Chlorür Auflösung:

100 Gramme Kalk-Chlorür,
1000 gemeines Wasser (1 Litre).

Man gibt das Kalk-Chlorür in einen gläsernen oder porzellanenen oder steinernen Mörser, zerreibt es mit dem Stößel, und gießt die Hälfte der Flüssigkeit (500 Gramme) zu, rührt um, läßt die Mischung sich setzen, und gießt die Flüssigkeit ab. Der feste Rükstand wird zwei Mahl mit dem noch übrigen Wasser ausgewaschen. Man gießt alle diese Flüssigkeiten zusammen, seiht sie durch, und bewahrt sie in einer wohlgeschlossenen Flasche auf. In Einem Pfunde solcher Chlorür-Auflösung sind 5 Litre gasförmiges Chlor, die beiläufig 32 Gramme wiegen, und hinreichend sind, um einen 50 Fuß langen, und eben so breiten Saal zu reinigen.39) (Bulletin universal. October, S. 227.)

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Diese Bereitungs-Belehrung besteht, wie die Leser sehen, bloß in der Auflösung des Chlorinkalk in Wasser. Die Bereitung des troknen und flüssigen Chlorinkalk findet man in diesem Journale Bd. III. S. 408 ausführlich beschrieben, und die dazu erforderlichen Apparate auf Tab. XVI. daselbst abgebildet. Eine neuere zwekmäßigere Vorrichtung, den flüssigen Chlorinkalk sehr vortheilhaft zu bereiten, findet man in Vitalis Färbekunst, deutsche Ausgabe, Stuttgart bei Cotta 1824. von mir beschrieben und die Vorrichtung dazu daselbst abgebildet. D.

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