Titel: Bemerkung für Berlinerblau-Fabrikanten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 19, Nr. XXI./Miszelle 20 (S. 108)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj019/mi019021_20

Bemerkung für Berlinerblau-Fabrikanten.

Hr. Mackintosh besizt in der Nähe von Glasgow eine Berlinerblau-Fabrik, in welcher zugleich bedeutende Mengen von blausaurem Kali erzeugt werden.42) Man erhält die Säure vorzüglich durch Verbrennung der Rinder-Hüfe, die meistens aus Ireland herbeigehohlt werden: die Hufe von 1000 Stük Rindern werden hier oft in Einem Tage verbraucht. Da seit dem lezten Kriege weniger Vieh in Ireland geschlachtet wird, so werden die Hüfe immer seltner. Dieß veranlaßte Hrn. Mackintosh statt derselben eine andere thierische Substanz, die sogenannten Krammeln (cracknales) von den Lichterziehern zu beziehen. Er erhielt, bald nach der Anwendung derselben, in dem blausauren Kali-Lauge ein weißes in Nadeln krystallisirtes Salz, welches die Arbeit sehr erschwerte. Hr. Thompson fand, daß es aus

28,160 oder 14 Phosphorsäure,
5,117 2,535 Kohlensäure,
40,740 20,182 Soda,
125,883 62,36 Wasser besteht.
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200

(Annals of Philosophy. November 1825. S. 372.)

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England erzeugt noch nicht den zehnten Theil seines Bedarfs an eisenblausauren Kali und blausaurem Eisen, welche beide Artikel von Deutschland aus in sehr bedeutenden Quantitäten nach England gehen. Ein gleicher Fall ist es mit Frankreich, wie wir dieses im Bd. XVII. S. 252. in diesem Journale nachgewiesen haben. D.

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