Titel: Hrn. Charles Barbiermesser mit Metallrüken und abzunehmenden Klingen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 19, Nr. XXI./Miszelle 25 (S. 109–110)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj019/mi019021_25

Hrn. Charles Barbiermesser mit Metallrüken und abzunehmenden Klingen.

Hr. Charles, Messerschmied zu Paris, nahm am 17. Februar 1817 ein Patent auf diese Barbiermesser für 5 Jahre. Die Rüken dieser Barbiermesser werden massiv gearbeitet, bleiben aber weich, so daß sie gefeilt werden können, und sind unten, der ganzen Länge der Klinge nach, ausgehöhlt, welche Höhlung man ihnen durch ein Schneiderad in der Drehebank gibt; hierauf werden sie in derselben Drehebank polirt. Das obere Ende des Rükens ist mit einem Loche versehen, zur Aufnahme einer Schraube, welche das Messer festhält.

Die Klinge aus Gußstahl wird flach gehämmert, und nach einem Modelle zugefeilt, welches genau mit der Furche in dem Rüken correspondirt, dann gehärtet, geschliffen und abgezogen.

Die Klinge hat an ihrem Rüken, an ihrem oberen Ende eine kleine schiefe Oeffnung, die einen Haken bildet, wodurch sie in die kleine Schraube des Rükens eingehäkelt wird. Das untere Ende der Klinge bildet einen einspringenden Winkel, der über der Verlängerung des Rükens an der Stelle, wo die Furche endet, reitet.

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Nachdem die Klinge auf diese Weise in die Furche des Rükens eingepaßt wurde, wird die Schraube so lang gedreht, bis die beiden Blätter des Rükens zusammengezogen werden, und die Klinge unbeweglich befestigen. Zur Abnahme des Rükens wird die Schraube in entgegengesezter Richtung gedreht.43)

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Ist es möglich, daß man diese elenden Messer, die gar keinen Vorzug, als den eines langweiligen Gebrauches besizen in England noch nicht kennen sollte?

A. d. Ueb.

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