Titel: Neuer vegetabilischer Talg.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 19, Nr. XXI./Miszelle 28 (S. 110)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj019/mi019021_28

Neuer vegetabilischer Talg.

Man hat neulich nach London einen vegetabilischen Talg gebracht, den man Pincy-Talg (Pincy-Tallou, Suif-Pincy) nennt, und der aus den Samen der Valeriana indica gekocht wird, die in Canara häufig wächst. Das Pfund dieses Talges kostet zu Mangalore 2 1/2 Penny (7 1/2 Kr.). Man bedient sich desselben als Salbe, und zum Kalfatern der Schiffe. Dieser Talg ist gelblich weiß, fühlt sich etwas fett an, und nähert sich dem Wachs. Seine specifische Schwere bey 60° F. ist 9,260; auf dem Schmelzpunkte (97 1/2° F.) aber 8,965. Man kann aus demselben allein, so wie in Verbindung mit Wachs, Talg, und Spermaceti Kerzen gießen, die sehr hell brennen, und durchaus keinen üblen Geruch geben, selbst wenn man sie ausbläst. Während eine Wachskerze bey dem Verbrennen 136, eine Talgkerze 104,5 verliert, verliert eine Kerze aus Pincy-Talg nur 100. Nach Dr. Babington's Analyse besteht dieser Talg aus 10 Th. Kohlenstoff, 9 Th. Wasserstoff, 1 Th. Sauerstoff. (Asiat. Journ. Sept. 1825, S. 342. Bulletin universel. October. S. 242.)

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