Titel: Französisches Baumwachs zum Pfropfen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 19, Nr. XXI./Miszelle 29 (S. 110–111)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj019/mi019021_29

Französisches Baumwachs zum Pfropfen.

Das beste Baumwachs zur Bekleidung der frisch gepfropften Pfropf-Reiser besteht aus gleichen Mengen Wallfisch-Thranes und Peches, und wird auf folgende Weise bereitet. Man schmilzt zuerst das Pech in einem irdenen Gefäße, und gießt dann das Oehl zu, mischt es gehörig, und trägt es kalt mit einem Pinsel auf. Man bedient sich dieses Wachses mit vielem Nutzen in Nord-West-Bretagne. Es gewährt den Vortheil, daß es nie abspringt, und Regen und Wind von den Pfropf-Reisern abhält, wodurch so oft das Fehlschlagen derselben veranlaßt wird; daß es sich leichter auftragen läßt, als die gewöhnliche Thonbedeckung, und zugleich netter aussieht.

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Selten schlagen die Reiser fehl, die damit bedeckt wurden. Reiser, die man einige Tage über unter Erde gelegt oder in Wasser eingeweicht hat, schlagen besser an, als die, die man frisch vom Baum hernimmt. Kirschen- oder Birnen-Reiser sollten nie später als nach St. Patricius gepfropft werden.45) (New Monthly Magazine. September, 1823. Technical. Repos. November, 1825, S. 317.)

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Dieß hängt offenbar von dem Klima eines jeden Ortes ab, und ist nicht allgemein gültig.

A. d. U.

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