Titel: Ueber das Pfropfen der Cactus-Arten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 19, Nr. XXI./Miszelle 30 (S. 111)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj019/mi019021_30

Ueber das Pfropfen der Cactus-Arten.

Hr. Joh. Nairn, Gärtner bey Thom. Forbes Reynolds, Esqu. zu Carshalton, Surrey, pfropfte Cactus flagelliformis, speciosus und speciosissimus auf Cactus triqueter, wodurch eine höchst sonderbare Pflanze entstand. Er beschreibt die Operation, die von März bis September vorgenommen werden kann, auf folgende Weise: „Ich nehme ein kurzes Stück von der Pflanze, die ich pfropfen will, und füge sie dadurch ein, daß ich ein Stück des fleischigen Theiles von dem Stocke sowohl, als von dem Theile der Pflanze, den ich aufsetzen will, wegnehme. Der Saft ist so klebrig, daß die Theile ohne alles Binden an einander bleiben; es ist indessen sehr gut, wenn man sie mit Bast bindet; man muß jedoch wohl Acht geben, daß sie nicht gequetscht werden, indem sie sonst leicht faulen. Sie vereinigen sich bald, und das gepfropfte Stück wächst schnell. Die hängenden Stücke blühen nicht bloß häufiger, sondern auch schneller. Als Erdemischung empfiehlt Hr. Nairn 5 Theile reichen Gartenlehm, und 1 Theil Morasterde. Man stellt den Stock in eine Orangerie oder sogenanntes kaltes Haus, begießt ihn im Sommer reichlich, und im Winter mäßig. Auch Cactus Pereskia läßt sich gut auf triqueter pfropfen. (Gill's technic. Repository. Novemb. 1825, S. 318.)

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