Titel: Eve's Dampf-Maschine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 19, Nr. LIII./Miszelle 4 (S. 214–215)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj019/mi019053_4

Eve's Dampf-Maschine.

Der Liverpool Courier und das London Journal of Arts, December, 1825. S. 322. theilen, Ersterer nach einem Modelle, welches der Verfasser des Artikels im Courier gesehen hat, folgende Notiz über Hrn. Eve's in Nord-America patentirte Dampf-Maschine mit. Diese Maschine ist höchst einfach, und erzeugt eine umdrehende Bewegung. Sie besteht bloß aus zwei bewegenden Theilen, welche sich drehen, und aus einem Dampfkessel; hat übrigens gar nichts mit den gewöhnlichen Dampf-Maschinen |215| gemein, keinen Cylinder, keinen Stämpel, keine Klappen, Hähne, kein Flugrad, keine Kurbel, keinen Verdichter, und nichts von den gewöhnlichen wechselnden Theilen. Sie wird durch den geraden Stoß des Dampfes, der unter rechten Winkeln mit der Bewegung auf Flächen wirkt, in Umtrieb gesezt, und bringt daher ihre ganze Kraft unter den günstigsten Umständen an. Es ist die möglich geringste Reibung da, da alles in Zapfen läuft. Die Geschwindigkeit der Bewegung ist unbegränzt, so daß mit der kleinsten Kraft, die man sich denken mag, die möglich größte Wirkung hervorgebracht wird, und eine sehr kleine Maschine eine sehr große Arbeit hervorbringen kann.

Das London Journal bemerkt hierüber, daß diese Maschine, die dem Liverpool Courier so große Freude macht, „der ersten Dampfmaschine,“ wie Hr. Partington sie nennt, sehr ähnlich ist, die in allen Sechs-Kreuzer-Tagblättern in Form eines Menschenkopfes oben am Dampf-Kessel, der den Dampf gegen die Speichen eines strahlenförmigen Ruder-Rades bläst, dargestellt ist.

Insofern der Redacteur des London Journal's diese Maschine nicht gesehen hat, befremdet uns sein absprechendes Urtheil. Man kann nicht wissen, welcher Abänderungen die Dampf-Maschine noch fähig werden kann, und was aus ihr noch alles werden mag.

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