Titel: Brewster's Wollspinn-Maschine (Brewster Frame).
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 19, Nr. LXXVIII./Miszelle 10 (S. 317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj019/mi019078_10

Brewster's Wollspinn-Maschine (Brewster Frame).

Hr. Gilbert Brewster, Mechaniker in den vereinigten Staaten, erfand eine Spinn-Maschine, an welcher, durch ununterbrochene Umdrehung der Hauptachse, auf welche die Triebkraft wirkt, alle Operationen vollendet werden, welche an dem gemeinen Haus-Spinnrade mit der Hand gemacht werden müssen, so daß für den Arbeiter nichts anderes zu thun übrig bleibt, als die gelegentlich abgerissenen Faden anzuknüpfen. Da der Zug senkrecht ist, so nimmt diese Maschine nur den sechsten Theil des Raumes einer Jenny-Maschine, die in derselben Zeit eben so viel Arbeit liefert, ein, und läßt die Faden leichter anknüpfen. Die Länge des Zuges, die Zeit, während welcher der Faden gedreht werden soll, läßt sich nach Belieben abändern, und die Maschine kann nach Belieben für feineres und gröberes, stärker oder schwacher gedrehtes Garn, je nachdem man nähmlich die Periode des Schlusses der Baken verlängert oder verkürzt, mittelst eines Knechtes gestellt werden. Ueberdieß können Faden von gleicher Feinheit, je nachdem sie zum Eintrage oder zur Kette bestimmt sind, mehr oder minder fest gedreht werden, was bei einer Jenny-Maschine nicht in diesem Grade möglich ist. Auslagen für Unterhaltung und Ausbesserung der Maschine kommt hier, so wie die Triebkraft, die die Maschine in Gang bringt, nicht höher zu stehen, als bei einer Jenny-Maschine, die eben so viel Arbeit liefert. Eine Maschine dieser Art von 300 Spindeln spinnt in einem Tage 300 Läufe (jeden Lauf (run) zu 1600 Yards120) und dreht in 12 Stunden leicht 100 Pfd. vierläufiges Garn. Zwei Mädchen von 16 Jahren, eines zu jeder Seite, reichen zur Bedienung einer solchen Maschine von 300 Spindeln hin. (Mechanics' Magazine, 14. January 1826. S. 195.)

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Ein Yard = 3 engl. Fuß.

A. d. Ueb.

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