Titel: Gute Aepfel-Sorten zu erhalten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 19, Nr. CXII./Miszelle 17 (S. 512)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj019/mi019112_17

Gute Aepfel-Sorten zu erhalten.

Bekanntlich arten die schönsten Aepfel-Sorten durch Pfropfen immer mehr und mehr aus, und manche der besten Sorten sind bereits verschwunden; der Grund hiervon muß jedem Gartenfreunde von selbst einleuchten. Diese Thatsache ist auch in England ein Gegenstand allgemeiner Klage; um diesem Unheile abzuhelfen, schlagt ein Hr. W. D. im Mechanics' Magazine, 21. Jäner, 1826. S. 215. vor; die Kerne vollkommen reifer Aepfel öfters, als bisher zu säen; eine Maxime, die jeder kluge Pomolog von jeher fleißig befolgte, und die auch einer unserer besten Pomologen, Dr. Gall, der Kranioskop, in seinen Garten zu Wien ehevor, wie jezt zu Paris am Mont-rouge, allen seinen Freunden in Vertumno einschärfte. Hr. W. D. sagt am ang. Orte: „daß man in jedem vollkommen reifen Apfel einen oder zwei runde Kerne findet, während die übrigen mehr stach sind; daß man nur die runden Kerne legen soll, welche die Sorte fortpflanzen, nicht aber die flachen, welche wieder auf den Wildling zurükführen, obschon die Samen der Wildlinge auch rund wären.“ Wenn man auch die Erfahrungen, worauf Hr. W. D. sich bezieht, bezweifeln wollte, so fordert es doch immer pomologische Klugheit, fleißig die Samen veredelter Aepfel-Sorten zu legen, und unter diesen Samen die vollkommensten, also die rundesten, auszuwählen.

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