Titel: Crosley's, Verbesserung im Baue der Gas-Regulatoren.
Autor: Crosley, Samuel
Fundstelle: 1826, Band 20, Nr. XLIII. (S. 157–159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj020/ar020043

XLIII. Verbesserung im Baue der Gas-Regulatoren (Governors), worauf Samuel Crosley, Gentleman in Cottage Lane, City Road, Middlesex, sich am 1ten Februar 1825 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of Arts. December 1825. S. 285.

Mit einer Abbildung auf Tab. III.

Dieses Instrument soll die Entladung des Gases durch irgend eine Gas-Röhre so reguliren, daß es mit gleichförmiger Geschwindigkeit auszuströmen vermag, obschon der Druk in den Nachfüllungs-Röhren sich änderte. Dieser Zwek wurde bereits auf zweierlei Weise erreicht, indem man das Gas durch Oeffnungen durchströmen läßt, welche sich, durch den wechselnden Druk des Gases selbst entweder erweitern, oder verengern. Eine dieser Methoden beruht in Anwendung eines kleinen Gasometers oder umgekehrten Gefäßes, dessen Mündung in Wasser untergetaucht ist, durch welches Gefäß das Gas auf seinem Wege aus der Nachfüllungs-Röhre nach dem Ausströmungs-Puncte durchgehen |158| muß: der obere Theil dieses umgekehrten Gefäßes wird mit Gewichten so beschwert, daß das Gas unter einem Druke erhalten wird, der gerade hinreicht, um es bei der Lampe ausströmen zu lassen. In der Mitte des umgekehrten Gefäßes ist eine Stange mit einem kegelförmigen Propfen am Boden aufgehängt, der durch die Oeffnung geht, durch welche das Gas eintritt, und wenn irgend ein besonderer Druk auf das Gas in der Nachfüllungs-Röhre geschieht, wird das umgekehrte Gefäß gehoben, und der kegelförmige Pfropfen, welcher tiefer in die Oeffnung eindringt, schließt dieselbe zum Theile, und hindert nothwendig das Einströmen des Gases. Wenn, im Gegentheile, der Druk des Gases in der Nachfüllungs-Röhre nachläßt, sinkt das umgekehrte Gefäß, der kegelförmige Pfropfen steigt unter die Oeffnung herab, und läßt dem Gase freien Durchgang. Die andere Methode besteht darin, daß man die Stange, welche den Pfropfen trägt, an dem oberen beweglichen Boden eines luftdichten Gefäßes befestigt, welches wie der Blasebalg an einer Orgel fällt, während die Ein- und Ausgangs-Oeffnungen, zugleich mit dem kegelförmigen Pfropfen, der, wie oben, wirkt, an dem unteren Boden angebracht sind. Jede Erhöhung oder Verminderung des Drukes des Gases wird also das obere Brett bewegen, und durch die dadurch entstehende Bewegung des Kegels die Eingangs-Oeffnung erweitern oder verengern, und so die Zuströmung des Gases reguliren.

Die gegenwärtige Verbesserung besteht in Anwendung eines kleinen Sumpfes mit einer Eingangs-Oeffnung am Boden und einer leicht biegsamen Masse als falschem Dekel, von welchem die oben erwähnte Stange sammt dem Pfropfen herabhängt. Fig. 15. zeigt diesen Apparat im Durchschnitte. aaaa, ist der Sumpf aus irgend einem schiklichen Material luftdicht geschlossen. Ungefähr auf der Hälfte der Höhe desselben ist eine Leiste, bb, die ringsum in demselben läuft, und auf dieser Leiste liegt ein dünnes biegsames Blatt aus Goldschlager-Häutchen, oder aus irgend einer anderen leichten und luftdichten Substanz, c, mit seinem Rande auf, und wird mittelst eines flachen darauf aufgekitteten oder aufgeschraubten, oder auf irgend eine andere Weise befestigten Ringes festgehalten. In der Mitte dieses Blattes befindet sich eine kreisförmige Karte, an welcher die Stange sammt dem kegelförmigen Pfropfen, d, befestigt ist.

Das Gas, welches durch die Nachfüllungs-Röhre, e, in |159| das Gehäuse, f, eintritt, und durch die mittlere Oeffnung in den Sumpf aufsteigt, läuft aus diesem durch die Röhre, g, zur Lampe. In der Mitte des Blattes, c, werden kleine Gewichte aufgelegt, um der auftreibenden Gewalt des Gases bei dem Durchgange desselben zu widerstehen, und das Blatt so niederzuhalten, wie die Figur zeigt; wenn aber die Gewalt des Gases den Widerstand der Gewichte zu überwältigen vermag, wird das Blatt so gehoben, wie die Puncte zeigen, wo dann der Pfropfen auch steigt, und die Eingangs-Oeffnung zum Theile schließt, also den Eintritt des Gases zum Theile hindert, und so das Gas bei der Lampe gleichförmig ausströmen läßt.

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