Titel: Perkins, über eine verbesserte Methode, Wasser auf hinterschlächtige Räder aufschlagen zu lassen.
Autor: Perkins, Jacob
Fundstelle: 1826, Band 20, Nr. L. (S. 212–213)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj020/ar020050

L. Ueber eine verbesserte Methode, Wasser auf hinterschlächtige Räder (Pitch-back or Backshut Wheels) aufschlagen zu lassen. Von Hrn. Jak. Perkins, Mechaniker, mitgetheilt in

Gill's technical Repository. N. 49. S. 41.

Mit Abbildungen auf Tab. VI.

Vielleicht ist unseren Lesern die Methode nicht unbekannt, nach welcher Hr. Hughes zu Manchester das Wasser auf Räder aufschlägt: nämlich mittelst eines Leder-Lappens von der Breite des Rades, welcher auf horizontalen Stangen, oder auf einem Roste am Ende des Gefälles in der Nähe des obersten Theiles des Rades ausgebreitet ist, und mittelst einer mit dem Centrifugal-Leiter verbundenen Maschine auf- oder zusammengerollt werden kann, so daß das Rad immer so viel Wasser erhält, |213| als es für seine Arbeit braucht. Dieses Leder kann indessen, wie es uns scheint, nicht lange dauern, und wird oft erneuert werden müssen.

Hr. Perkins erreicht einen ähnlichen Zwek auf eine weit kräftigere Weise. Fig. 24. ist, b, das kreisförmige Ende des Canales des Aufschlag-Wassers, dessen Krümmung mit der Krümmung des Wasserrades correspondirt: quer durch dieses Ende läuft eine Oeffnung oder ein Einschnitt, cc. Auf der kreisförmigen Fläche über und unter dieser Oeffnung ist eine kreisförmige Platte, dd, angebracht, welche eine aufwärts gekrümmte Mündung, e, führt, die beinahe quer herüber läuft, so daß das Wasser durch kann, und durch dieselbe in der Richtung der Lippe, oder der aufsteigenden Theile der Eimer eingeleitet wird. An der kreisförmigen Platte, dd, sind zwei kreisförmige Zahnstöke, deren einer bei, f, dargestellt ist, zu jeder Seite angebracht: sie werden von zwei Triebstöken getrieben, wovon man einen bei, g, steht; beide sind auf derselben Achse aufgezogen. Ein Hebel, h, ist hier, als verbunden mit der Achse dieser Triebstöke, dargestellt, wodurch, und mittelst eines damit verbundenen Stabes, der Nachfluß des Wassers auf das Rad mittelst der Hand regulirt werden kann; er wird aber hier in der That mittelst eines Centrifugal-Leiters, wie an einer Dampf-Maschine, der damit verbunden ist, getrieben, und dadurch die gleichförmige Bewegung der Maschine unterhalten. Ein Fallbrett, i, ward in dem Canale des Aufschlag-Wassers nach der Quere angebracht, welches man fallen ließ, wann die Mühle still stehen sollte, oder das Wasser zu schnell anlief. Gewöhnlich blieb aber das Wasser in diesem Canale in derselben Höhe, und floß bei dem unteren Ende der Mündung, e, in der Platte, dd, in die Eimer des Rades, welche dasselbe so lange behielten, bis es unter die Achse des Rades kam, und durch sein Ausfallen auf die unteren Theile des Rades, wie bei einem oberschlächtigen Rade, wirkte.

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