Titel: Riviere's, verb. Bau d. Schlosses z. Abfeuern d. Pistolen etc.
Autor: Riviere, Isak
Fundstelle: 1826, Band 20, Nr. XCIII. (S. 336–337)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj020/ar020093

XCIII. Verbesserter und vereinfachter Bau des Schlosses zum Abfeuern der Pistolen, Flinten und anderer Feuergewehre, worauf Isak Riviere, Büchsenmacher in Oxford-Street, Parish St. George, Hanoversquare, sich am 20. Mai 1825 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of Arts. N. 62. S. 11.

Mit Abbildungen auf Tab. VII.

Fig. 27. zeigt eine gewöhnliche Vogelstinte im Durchschnitte sowohl im Schafte, als im Laufe. Sie ist eine sogenannte Schlagflinte |337| das verbesserte Schloß läßt sich aber auch an einer Pulverflinte anbringen, a, ist der Lauf mit einer sogenannten Patentkammer oder Kappe. b, das Zäpfchen, durch dessen Oeffnung das Feuer der Knall-Composition zur Ladung gelangt, cc, die falsche Kappe, in welcher sich eine Oeffnung für den Hahn, d, befindet. Der Hahn, d, und die Nuß, oder der Tummler, e, sind aus einem Stüke. f, ist die Hauptfeder, die an der unteren Seite der falschen Kappe angebracht, und mit dem Tummler durch einen Drehezapfen verbunden ist. Die Kraft dieser Feder wirkt nach aufwärts, und läßt den Hahn, wenn er los wird, mit großer Gewalt auf, b, fallen. Der Druker, g, und der Ausheber oder Bügel sind aus einem Stüke; h, ist die Aushebe- oder Bügel-Feder, welche den Ausheber und den Druker in ihrer Lage hält.

Der Patent-Träger nimmt bloß die Form des Stükes, welches den Druker und den Ausheber oder Bügel bildet, das Anbringen der Hauptfeder an der falschen Kappe, und überhaupt die neue Stellung der Theile eines Gewehrschlosses in Anspruch. Diese Vorrichtung läßt sich auch an Doppelflinten anbringen105).

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Das London Journal liefert eben daselbst auch noch des hochw, Hrn. Sommerville Patent auf Sperr-Flinten, die nie zufälliger Weise losgehen können, und wovon wir bereits im polyt. Journale Bd. XVIII. S. 268. Nachricht gaben; allein, die Beschreibung ist nicht bloß zu kurz, sondern den kleinen Figuren sind auch keine Buchstäben beigefügt, so daß Beschreibung und Zeichnung gleich unverständlich sind. Wir müssen daher warten, bis das Repertory of Patent-Inventions uns bessere Beschreibungen und Abbildungen liefert, obschon die Sache bei uns in Deutschland lange bekannt ist. A. d. Ueb.

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