Titel: Hrn. Pew's Mischung zur Bekleidung der Gebäude.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 20, Nr. XXII./Miszelle 14 (S. 106)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj020/mi020022_13

Hrn. Pew's Mischung zur Bekleidung der Gebäude.

Folgende Mischung soll nach Hrn. Pew, eine unzerstörbare und unverbrennliche Tünche geben. Man nimmt den härtesten und reinsten Kalkstein, den man finden kann, frei von allem Sande, Thone, und von allen fremdartigen Bestandtheilen: weißer Marmor ist, wo man ihn leicht bekommen kann, jedem anderen vorzuziehen. Man brennt diesen Kalk in einem Reverberir-Ofen, pülvert und siebt ihn. Ein Theil dieses Kalkes wird mit zwei Theilen (dem Gewichte nach) gebrannten, und gleichfalls gepülverten, Thones auf das Sorgfältigste gemengt. Man nimmt ferner Einen Theil gebrannten und gepülverten Gyps, und sezt demselben zwei Theile gebrannten und gepülverten Thon zu, und mengt dann diese Mischung mit der vorigen auf das Genaueste. An einem trokenen, von der Luft geschüzten, Orte läßt sich diese Mischung eine lange Zeit über unverdorben zum Gebrauche aufbewahren: wenn man sie gebraucht, wird sie mit ungefähr dem vierten Theile ihres Gewichtes Wasser gemengt, welches man nach und nach, und unter stätem Umrühren, zugießt. Den auf diese Weise erhaltenen Teig trägt man auf die Zimmerung und das Holzwerk des Gebäudes auf, welches dadurch vollkommen unverbrennbar wird. Diese Mischung wird mit der Zeit steinhart, läßt keine Feuchtigkeit eindringen, und springt nicht in der Hize ab. Wenn sie gehörig bereitet wurde, dauert sie für ewige Zeiten, und läßt sich auch, während sie noch weich ist, mit irgend einer beliebigen Farbe verbinden. (Edinburgh philosophical Journal N. 27. S. 196.)

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