Titel: Mittel um dem Zerspringen der gläsernen Rauchfange vorzubeugen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 20, Nr. XXII./Miszelle 23 (S. 108)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj020/mi020022_22

Mittel um dem Zerspringen der gläsernen Rauchfange vorzubeugen.

Die gläsernen Rauchfange, welche nicht nur bei Oehl-Lampen, sondern auch bei den Oehl- und Kohlgas-Lampen so häufig gebraucht werden, zerspringen sehr oft, sezen dadurch die Umstehenden in Gefahr, und verursachen vorzüglich bei Leuten, die auf dem Lande wohnen, große Kosten und Unannehmlichkeiten. Das Zerspringen dieser Gläser kommt gewöhnlich davon her, daß sich Knötchen in dem Glase befinden; daß dieses nicht gehörig abgekühlt wurde, und auch daher, daß diese Röhren am unteren Ende nicht gleich dik sind, was die gleichmäßige Ausdehnung derselben in der Hize verhindert. Das beste Mittel zur Entdekung der Knötchen ist die Untersuchung der Glaser durch polarisirtes Licht, man werfe jene Gläser weg, welche an den Knötchen depolarisirte Farben zeigen. Hr. Cadet de Baux (Bull. des Sc. Techn. Mars. 1825. S. 180) sagt, daß dem Nachtheile, welcher aus der Ungleichheit der Dike entsteht, dadurch abzuhelfen sey, daß man mit einem Demante einen kleinen Einschnitt in den untersten Theil der Röhre macht; er bemerkt, daß an Orten, wo täglich sechs Lampen beleuchtet wurden, bei Beobachtung dieser Vorsichtsmaaßregel, im Verlaufe von neun Jahren auch nicht ein einiges Glas brach. (Aus dem London Journal of Arts and Sciences 1826. Januar p. 36.)

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